Irgendwann

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Irgendwann
erkennst du das Muster
der Sterne
und des Schicksals Lauf –
die namenlosen Rufe
des Herzens
untröstlich in Träume gebettet

Irgendwo
zwischen zwei Atemzügen
schwebt Hoffnung
und der Liebe endlose Kraft –
das grenzenlose Sehnen
der Seele
ein Leuchtzeichen Tag und Nacht

Irgendwann
öffnet sich der Himmel
auch für dich
und flammend blüht der rote Mohn –
das fließende Leben
tropft erneut
schicksalsträchtig in die Schale der Zeit
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Wolkenschiff

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Wolken ziehen am blauen Himmel
Gedanken kommen und gehen
dazwischen vielleicht eine Träne –

heimatlos stehe ich am Ufer
Mond und Sterne spiegeln sich
im Fluss der Gefühle –

in der Frühe singt ein Vogel
rätselhaft verrinnt die Zeit
im Weltenlauf des Seins –

still empfange ich Freude
in meiner entrückten Seele
die sich zum Himmel streckt –

was wendet sich der Sehnsucht zu
wenn nicht die Liebe
in ihrer Unfassbarkeit –

die Sonne wirft ihre Strahlen
über die Erdenschwere
ich warte auf ein Wolkenschiff
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Lass uns..

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Lass uns aus der Zeit fallen
hinein in offenen Raum
und Sternenweite

lass uns unbeschwert sein
tanzen im Regen
mal lachen, mal schweigen

lass uns tief schauen
in unsere Augen
spiegeln, verzaubern, berühren

lass uns träumen
von Sommer und Wiesen
und Sternblumen bei Nacht

lass uns alles sein und nichts
bis Licht durch uns fährt
und alle Schatten verwischt
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Gedanken zum Jahresanfang

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Das Jahr ist gewechselt, ein neues beginnt.
Nach jedem Winter folgt der Frühling,
nach jedem Welken das Erblühen.

Etwas geht unter und verschwindet im Nichts,
etwas geht auf und erscheint aus dem Nichts –
als träumte sich in jedes Sterben etwas Neues.

Der Kreislauf des Lebens und Sterbens,
die Traurigkeit der Vergänglichkeit,
die bittersüße Melancholie der Endlichkeit –
eingebettet in die Unendlichkeit….

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Aufgehoben sein

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Nimm mich in den Arm
und wiege meine Träume,
dass ich schlafen kann
im Nachtschatten,
der über mich fällt.

Singe mir Lieder
aus der Zeit vor der Zeit,
damit ich vergesse,
dass ich eine Fremde bin
in dieser Welt.

Trockne meine Tränen
und zeig mir dein Lächeln,
dann weiß ich,
dass ich in dir aufgehoben
und nie verloren bin.
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Wann…

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Die Tage fahren Achterbahn.
Das Herbstlicht erhellt ein wenig den Dunstkreis.
Ein Rotkehlchen mit süßen Knopfaugen schaut mich an.
Es wirkt so zart und zerbrechlich,
aber hüpft fröhlich über die Wiese.

Wann bin ich das letzte Mal fröhlich über eine Wiese gerannt,
vielleicht um den Sonnenstrahl einzufangen oder meine Träume –

Hand in Hand mit dir,
lachend, wie Himmelskinder,
in deren Augen sich
Mond und Sterne spiegeln
und die Welt sich dreht
im Glück des Beieinanderseins,
für diesen einen Moment.
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1001 Nacht

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(Kleiner Urlaubszwischengruß)
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Sternenpracht
wie in 1001 Nacht
unter marokkanischem Nachthimmel –
Wellenrauschen verschluckt
den Lärm der Zeit

nur ein Flüstern im Wind
vernimmt meine Seele –
ewiges Sehnen spiegelt sich
wie Mond und Sterne im Meer

überall Spuren im Sand
von Zärtlichkeit –
warm und weich
rieseln Träume
durch meine Finger
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Resonanz

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Matt spiegeln sich Träume
im Fensterglas –

vorbeiziehende Wolken tragen
Sehnsucht ins Himmelsweit –

zwischen zwei Atemzügen
ein Knistern –

etwas tritt in Resonanz
und streichelt die Seele –

Gefühle tanzen voller Hingabe
in der Stille des Herzens –

eine Träne sucht den Weg
durchs Labyrinth
und hinterlässt liebend eine Spur
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Schützend

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Der Sommer hält sich sehr bedeckt,
neigt sich bald dem Ende.
Viel zu früh riecht es nach Herbst,
die Seele streckt sich
nach dem Licht
und der Wärme sanfter Hände.

Ein Vogel singt –
sein Lied so rein und frisch.
Er weiß um die blühenden Stunden,
die Hoffnung streuen im Sommerwind
und öffnet sein Gefieder.

Noch blühen Rosen hier und da,
ihr Duft betört die Sinne.
Liebe steigt ins Blütenblatt,
verströmt sich langsam in der Zeit
und legt sich ewig schützend
in den Seelen nieder.
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Freude

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Manchmal kommen Worte
genau zum richtigen Zeitpunkt –
streicheln die Seele,
erhellen den Augenblick.

Du spürst, wie sich
dankbar ein Lächeln ausbreitet
und sich Freude in den Tag schleicht,
weil jemand an dich denkt
und Anteil nimmt –
an deinem unsichtbaren Leben.
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Wie viele…

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Wie viele Worte schlummern
in einer nicht geschriebenen Geschichte…

Wie viele Gefühle schlummern
in einem nicht gelebten Herzen…

Wie viele Lebensstunden vergehen
in nicht gewagten Möglichkeiten…

Wie viele Tränen versickern
im nicht wahrgenommenen Sein…

Wie viel Liebe verströmt sich,
bevor das Glück der Träume
anfängt mit den Sternen zu tanzen…

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Kleine Pause

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Ich wünsche allen schöne und hoffentlich sonnige Ostertage.
Habt eine gute Zeit.

Da ich die nächsten Tage verreist bin werde ich nur ab und zu mal in die Bloggerwelt schauen können, dafür vielleicht in den Sternenhimmel vom Dachfenster zuhause, so wie früher als Kind.
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Traumversunken

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Traumversunken lausche ich
dem Lied in mir,
schaue Farben in Schattierungen,
brenne lichterloh im Gefühl
der Verlorenheit eines nie
dagewesenen Augenblicks,
indem ich mich wieder
und wieder finde –
wie eine Erinnerung
aus längst vergessener Zeit,
wie eine Umarmung des Glücks,
wie eine Regung der Seele
äonenlang eingebrannt
und eine Spur zeichnend
durch Zeit und Raum.
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Wandel

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Manchmal ahne ich schon
den Frühling in mir,
mitten in der Winterzeit –
oder ist es eher der Wunsch,
der in mir wohnt,
wartet und hofft
auf neues Erblühen,
Wärme und Licht.
Möchte Kälte, Dunkel
und Schatten fliehn
und weiß doch,
das alles ist
und zu seiner Zeit
ewig wandelnd,
ineinander übergreifend
im Kreislauf des Seins
erscheint und vergeht.
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Impulse

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Manchmal kann es sehr lange dauern,
bis Liebe das Dornengestrüpp zu lockern vermag,
damit das Herz wieder freier pochen
und die Seele ihre Impulse weiterleiten kann –
aber niemals wird es umsonst sein,
weil die Kraft der Liebe
immer wirkt und etwas bewirkt,
daran glaube und darauf vertraue ich.

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Außer Gefecht

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Seit Tagen Angriff der Viren,
am Wochenende der Ausbruch –
heute noch immer
außer Gefecht
und weiterhin das volle Programm
von heißem Tee bis Inhalation
und hoffentlich ein paar schöne Tagträume,
nachdem die Nacht so schlaflos,
zäh und quälend dahin zog
und jeder Traumansatz
sich in der Kälte der Nacht verlor.

Heute begrüßt mich der Tag
mit herbstgoldenem Sonnenschein
und bald werden auch wieder
Sternenworte in dunkle Nacht
und Seele fallen.
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Verquer

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Bitte geh nicht,
auch wenn du gar nicht da bist –
es ist so ein beruhigendes,
wärmendes Gefühl,
auch wenn ich es gar nicht
wirklich erklären kann.

Es ist schön,
wenn du da bist,
etwas von deiner Seele zu spüren ist,
auch im Unscheinbaren.

Vielleicht denkst du ja,
dass ich verrückt bin,
vielleicht bin ich das zuweilen sogar –
meine Seele passt in kein Schema
und doch sind ihr Grenzen gesetzt.

Ich weiß nicht,
wohin mich das Leben noch führt,
bisher bin ich nicht angekommen
und vermutlich werde ich das nie –
denn wie kann es Ankommen geben,
wo alles Wandel ist
und ich mich fühle wie
ein Wanderer durch die Zeit.
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Im Dunkel der Nacht

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Zikaden übertönen Meeresrauschen
zirpen ihre Lieder in die Nacht
schmale Mondsichel am dunklen Nachthimmel
in der Ferne Wetterleuchten
warmer Wind umweht mich
hüllt mich in eine Stimmung
aus Melancholie und Sehnsucht
und ich spüre den Klang der Liebe,
der in mein Herz dringt
in ewiger Wiederkehr
durch den Strom
von Raum und Zeit
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Betrachtungsweise

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Wie ein Rädchen in einem Uhrwerk
laufe ich, nur oft anders als vorgegeben,
anders als erwartet,
in meinem eigenen Tempo,
ohne Hast und Eile,
ohne Bedrängnis
zuzulassen, loszulassen –
zu betrachten das Spiel des Lebens,
indem ich meine Kreise drehe
in meiner ganz eigenen Weise,
auch wenn’s seltsam erscheint
oder gar missfällt.

Trotzdem spür ich die Zugkraft
unsichtbarer Fäden –
lasse mich ein
auf das Geheimnis des Seins
gespiegelter Träume,
gespiegelter Sehnsucht
fernab laufender Zeiger, tickender Uhren
zeigt sich Seelennähe hinter Worten,
hinter Schatten und Schein
im zeitlosen Rhythmus und Klang
endlos weiter Sternenräume.
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Muse

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Oh liebe Muse,
warum bist du so launisch,
versteckst dich vor mir
und ich sitze hier,
schau aus dem Fenster
ins wunderschöne Himmelsblau,
doch in mir ist alles trübe und grau.
Was ist nur los, ich hänge fest
und drehe mich wie immer
im Kreise, das Leben ist wirklich
eine seltsame Reise.
Was kann ich nur machen,
wie finde ich da raus,
renne ständig gegen meine
eigenen Mauern
auf der Suche nach der Tür,
aber ich verharre hier
in mir und warte vergebens
und wundere mich,
dass meine innere Muse
nicht mehr mit mir spricht.
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Entgegensehen

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Wie versteckt sind deine Tränen,
die mich auch ungeweint erreichen
und tief in meine Seele tropfen.

Wenn du kommst, bin ich da –
die Bäume werden flüstern,
die goldenen Ähren sich wiegen
im sanften Abendwind.

Ineinander verwobene
Träume und Ängste
versinken im Glutrot
der untergehenden Sonne.

Eine Woge von Innigkeit
erfasst zitternde Nachtschatten,
die zärtlich umschlungen,
dem hellen Morgen
erwartungsvoll entgegensehen.
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Pulsierendes Leben

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Ich schaue hindurch
das zartgliedrige Blütenblatt,
sehe die feinen Verästelungen
wie kleine Äderchen
und erkenne darin
pulsierende Schönheit,
die sich in Gestalt ausdrückt
und Liebe zum Leben
im Erblühen
kokettierend im Duft –
welch anmutendes Wesen
verborgen in immerwährend
Wiederkehr
und hingebungsvoller Lust
zum sich Verströmen
im Daseinsraum des Hier.

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Kleine Osterpause

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Flieder
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Ich wünsche allen Lesern schöne Ostertage.

Ein paar Tage zurück
in die Kindheit,
ins weit entfernte Elternhaus,
schlafen im alten Kinderzimmer,
bei den Eltern sein,
Kind sein –
Erinnerungen, die einholen
und aufleben,
Geräusche, Gerüche,
die Zeit,
als wäre sie stehen geblieben
und doch jedes Jahr mehr
die Spuren der Vergänglichkeit
und das Hoffen,
auf ein gesundes Wiedersehen.
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Labyrinth

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Alles verändert sich,
alles vergeht –
in die Schatten der Erinnerung
dringt nur manchmal Licht,
um die verschlungenen Pfade im Labyrinth
der Illusionen zu durchleuchten.
Der Wind verweht alte Spuren
und legt neue frei –
noch hängen vereinzelt welke Blätter
vom letzten Herbst an den Bäumen,
bis bald neues Hoffnungsgrün
sie taumeln lässt.
Meiner Sehnsuchtsspur folge ich
unermüdlich durchs Labyrinth,
bis eine Mauer aufbricht
für eine erweiterte Sicht.
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Das Warten

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Eines Tages kommt dieser Moment
auf den ich schon so lange warte,
aber das Warten wird nicht vorüber sein,
sondern nur in eine andere Dimension übergehen –
wir werden uns anschauen und staunen
über den Tag, der in uns erwacht
und lächelnd weitergehn –
einem neuen Traummoment entgegen.
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Kein Halt

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Kein Halt,
wenn ich untergehe,
mich verliere,
um mich neu zu finden.

Ich bin müde
vom vielen Erklären,
vom Ertragen,
vom Warten –
ausgebrannte Seele,
gelöschte Feuer,
Verglühen Tag um Tag.

Tränen fließen im Fluss
der Unentrinnbarkeiten,
ein reißender Strom
durch alle Gefühlslagen
bis in dunkelste Tiefen.

Kein Halt,
wenn ich falle
in den wartenden Moment,
der nicht kommt,
weil es kein
Rückwärtsleben gibt
und im Vorwärts nur
Vergänglichkeit winkt.
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(Der Song hat meine Stimmung verstärkt, inspiriert…wie auch immer…
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http://youtu.be/S235NJArx4Q )
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Gedanken

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Unwissend, nur vom Ahnen getragen
wandele ich durch die Zeit.
Mit dem ersten Atemzug
bis zum letzten versuche ich
zu begreifen, was niemals
mit dem Verstand zu begreifen ist.
Ein Blinzeln in die Sonne
erwärmt mein Herz,
sowie ein Blick in die Sterne
mich wie magisch anzieht
und fasziniert.
All die Mysterien, das Verborgene
hinter dem Sichtbaren
sind mir fremd wie auch vertraut,
sowie vieles,
von dunkel bis hell,
das ich in anderen erkenne
auch in mir selbst schlummert.
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Rätsel

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Das Leben gibt viele Rätsel auf,
manche werden gelöst, andere nicht.

Die Rätsel, die sich mir gerade stellen
zeichnen lauter Fragezeichen in meinen Kopf.

Bin schon ganz verwirrt, übe mich in Geduld.
So schwer Warten und Geduld auch zuweilen sind,
für mich war es erfahrungsgemäß meistens
die beste Entscheidung.
Denn wie ich schon mal vor längerer Zeit schrieb:

Am schlimmsten ist es zu warten.
Es geschieht nichts und doch geschieht etwas.
Das ist sehr schwer zu verstehen.

Der Wind flüstert,
ich lausche
und warte.

…und in diesem Warten
wandert wie von alleine
alles an seinen zugehörigen Platz.
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Lauf des Lebens

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Sie hatte Träume und hat versucht, sie nach und nach zu verwirklichen. Ja, mit vollem Einsatz und Begeisterung, doch am Ende sind alle Träume zerplatzt wie Seifenblasen. Am Ende war alles nichts, so wie am Ende nichts sein wird. Alles kommt und vergeht, das ist der Lauf des Lebens.
Während die Jahreszeiten wechseln und die Zeit vergeht, blitzen die kleinen Momente von Glück und Freude in ihrem Herzen auf und erhellen ihre Lebenszeit. Ständiger Wandel füllt den Raum zwischen Anfang und Ende.

Nur das Sehnen bleibt, durch alles Leid und Freude hindurch, mal stärker, mal weniger stark. Das Sehnen hört nicht auf, weil das Sehnen auf den Schwingen der Liebe gleitet. Die Liebe, die alles trägt und das Wesen des Daseins offenbart. So empfindest sie das, so bewahrt sie sich ihre Lebendigkeit und schöpft daraus Kraft und Stärke, selbst in den dunkelsten Stunden.
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Rad der Zeit

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Manchmal scheint alles aus den Fugen zu geraten,
eine Richtung bekommt Aufwind,
die völlig entgegengesetzt der bereits eingeschlagenen Richtung läuft.

Wir versuchen das Ruder herumzureißen,
manchmal gelingt es, manchmal nicht.

Dinge geschehen, Ereignisse überschlagen sich,
Menschen kommen und gehen,
begleiten uns ein Stück des Weges,
um dann wieder zu verschwinden.
Das Leben lebt sich immer weiter –
tagein, tagaus, jahrein, jahraus.
Kleine, feine Erinnerungsmomente leuchten
in den Zeitenlauf, versuchen die dunklen Stunden
zu erhellen.

Was bleibt sind wir selbst,
mittendrin im Rad der Zeit,
mit unseren erkannten Irrtümern und Illusionen,
unseren Erfahrungen und Erkenntnissen,
aber auch unseren Möglichkeiten,
die zusammen mit unserer Hoffnung
weiter bestehen und unsere Träume neu beleben.
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..und jetzt?

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Blumen gepflückt
im Sommerglück,
gehofft und gebangt,
Träume zerronnen,
Zeit vergangen,
viel zu lange
an Illusionen gehangen.

Folgte schicksalhaften Wegen,
vieles kam mir entgegen,
tiefe Blicke in verzweifelte Seelen,
Einsamkeit die zerfrisst
und mein Herz gratwandelnd mitriss.

Irrtümer aufgedeckt,
von Ernüchterung erschreckt,
die mir entgegenschlug
auf meiner Suche
zu finden das Unmögliche
in fremden toten Ecken,
vergrabene Gefühle zu entdecken.

Cut

Sommer,
offene Weite
flirrende Hitze,
Tanz und Gesang,
folge mysteriösem Klang,
spüre unsichtbare Hand
und lasse mich erfassen
vom Hauch der Verzauberung
bis zum Erwachen
im Sommernachtstraum
unter sternenbeäugten Baum.
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Ein Tag..

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Draußen regnet es, der Himmel ist grau
und der Tag zieht sich wie Kaugummi.
Ich warte, dass die Stunden vergehen bis zum späten Nachmittag.
Eine Woche warte ich schon und die Zeit verging ganz gut.
Ich war abgelenkt, habe mich abgelenkt.

Heute holt es mich ein und ich sitze wie auf heißen Kohlen,
Unruhe steigt in mir auf und leichtes flau sein im Magen.

Ich warte auf ein Ergebnis.
Alles kann möglich sein, von gut bis verloren sein.

Ein Tag, der womöglich richtungsweisend sein wird,
eine Weiche gestellt wird…………………..
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Lavendelfeld

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Einst ging ich durch blühendes Lavendelfeld. 042
Betörend Duft hing in der Luft
und lies mich schnell ermüden.
So sank ich weich in Lavendeltraum
und flog durch Erinnerungswelten.

Ein warmer sanfter Sommerwind
umspielte meine Sinne.
Mein Blick ging bis zum Horizont
und Himmelsblau traf meine Augen.

Dann sah ich dich im Sonnenlicht,
deine Konturen pastellfarben,
wie gemalt mit Pinselstrich.

Du beugtest dich dicht über mich
und plötzlich war es still und dunkel,
die Zeit war lautlos vorgerückt
in nächtliche Traumfänger Stunde.

Im grenzenlosen Sein sternenbesäter Weite
durchschritten wir Raum und Zeit,
bis wir zusammen erwachten
im Morgentau perlenbesetztem Lavendelfelds.

Geblieben ist der Geschmack von Sommer,
von Sehnsucht und Lavendelblau,
von Küssen, die in Endlosschleifen
durch meine Träume ewig reisen,
bis einmal wir uns werden treffen
an diesem geträumtem Lavendelfeldort.
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Gedanken über Bruchstellen

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Es gibt manchmal kleinere Risse auf dem Lebensweg, die sind reparabel.
Größere Risse hingegen werden zu Bruchstellen und Bruchstellen sind Brüche.
Bruchstellen unterbrechen den Lebensweg, sind oft tief und abgründig.
Ein Bruch kann eine Aufforderung sein.
Er zeigt die Möglichkeit abzubrechen, aufzubrechen.

Es stellen sich Fragen:

Was bricht auf?
Was bricht ab?
Wohin führt der Weg?

Eine Veränderung steht an. Sie wirkt bedrohlich und befreiend zugleich.
Ungewissheit, die verunsichert.
Leerlauf ohne Richtung.
Verloren im Zeitenlauf.
Aufbrechen um anzukommen bei sich selbst.

Der Sprung über die Bruchstelle ins eigene Sein.
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Endlich losfahren

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Es ist nicht zu spät,
es ist an der Zeit.
Ein Zug fährt ein,
auf dem Bahnhof des Wartens.
Ich steige ein
und fahre, fahre endlich los.

Weißt du noch,
als du fragtest wohin die Reise geht
und ich es nicht wusste,
genauso wenig wie du.
Jetzt weiß ich es immer noch nicht so genau,
aber ich steige ein
und fahre, fahre endlich los.

Ich habe auf das Signal geachtet
und es steht auf grün,
grün wie die Hoffnung,
wie der Frühling mitten im Herbst.
Die Weiche ist gestellt,
der Zug rollt langsam an
und ich schaue
sehnsuchtsvoll
dieser Ausrichtung entgegen.
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Zufall – Schicksal

Gibt es Zufall, fällt uns etwas zu? Gibt es Schicksal, wird uns etwas geschickt?
Es gibt Begegnungen, Begebenheiten, Ereignisse, die wir als ‘Zufall‘ bezeichnen oder auch ‚Schicksal‘. Schicksal bedeutet ja so etwas wie vorbestimmt. Die Frage, die sich mir stellt, ist: welche Resonanz habe ich auf bestimmte Ereignisse, die in mein Leben treten? Natürlich frage ich mich auch, hat es immer etwas mit Resonanz zu tun? Manchmal lässt sich so eine Art roter Faden finden oder ein irgendwie gearteter Zusammenhang, manchmal aber auch nicht oder wir sind ‘blind‘ dafür. Ich weiß nicht, ob es da wirklich eine endgültige oder absolute Antwort auf all diese Fragen gibt, für mich ist das eher offen.
Ich sehe es in etwa für mich so, dass es Chancen und Möglichkeiten gibt, die uns ‘zufallen‘, aber was wir draus machen oder ob wir was draus machen oder überhaupt dafür empfänglich sind und diese Chancen und Möglichkeiten wahrnehmen und erkennen, das liegt dann bei uns selbst. So verhält es sich mit Ereignissen und Begebenheiten und auch mit Begegnungen. Manchmal ist die Zeit für etwas reif und manchmal noch nicht.