Elfengleich

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Du legst Sterne
in meinen Seelenraum
oder
ist es dein Leuchten
in der Nacht –

wenn das Mondlicht
mit den Wellen schaukelt
und Wassergeister rufen
ziehst du mich empor
mit deinem Liebesherz

dann dichtet die Muse in mir
elfengleich
und verzaubert das Wort
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Mohnblumenfeld

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Im Mohnblumenfeld
warte ich
zwischen flammendem Rot
und rauschendem Wind

in der Nähe
singt ein Vogel ein Liebeslied
aus seinem Gefieder
fällt ein Stern

ich schließe die Augen
du ziehst mich
wie von Zauberhand
in deinen Bann
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Geheimnisvoller Zauber

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Wenn die Nacht
ihre Sternenkelche öffnet
lockt der Ruf der Sehnsucht
und brennt Träume in den Schlaf.

Wo sind wir im tiefsten Traum,
wenn Liebe in uns erwacht
und wir mit den Sternen leuchten?

Wir strecken uns im Morgenlicht,
spüren den geheimnisvollen Zauber,
der verborgen in uns lebt und wirkt,
bis wir wieder traumversunken schweben
in sternenklarer, dunkler Nacht.
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Wie ein Engel

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Nachts,
wenn die Einsamkeit
durch stille Räume zieht
fällt das Glück der Träume
in dürstende Seelen
und für einen Augenblick
blühen die Sterne wie Blumen.

Träume hinterlassen Spuren,
-beinahe wie ein Engel,
der dich sanft im Inneren berührt-

wie ein feiner unsichtbarer Zauber
in die Wirklichkeit
des Lebens geschickt.
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Momente des Glücks

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Wenn wir die Tage rückwärts zählen,
die Vergangenheit sich löscht,
können wir dann das Glück einfangen
oder ist es trotzdem schnell wieder weg.

Nichts ist so flüchtig,
wie Momente des Glücks
und wie schön, wenn ein Augenblick
dieser Erfüllung uns streift.

Wie Schätze sammeln wir die Erinnerung
an Besonderheiten, die uns nähren,
von Nähe, die Schatten verwischt
und lächelnder Spuren im Gesicht.

Was könnte schöner sein,
als der Moment der Berührung
zweier Seelen, die sich einander
halten und in der Tiefe spüren.
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Sonnenworte

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Endlich ergreifen Sonnenstrahlen meine Augen.
Lichtsterne tanzen wie auf blau-grauem See.
Ein Blinzeln, ein Blick –
gedanklich ziehe ich Linien aus Worten
und lasse sie zu dir hüpfen.

Nimmst du sie auf, die Worte,
-wie das Sonnenlicht durch deine Augenfenster-
als wären sie schimmernde Tränen
zärtlich aus der Seele gestrichen,
gewandelt in Sonnenworte nur für dich.
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Lass uns..

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Lass uns aus der Zeit fallen
hinein in offenen Raum
und Sternenweite

lass uns unbeschwert sein
tanzen im Regen
mal lachen, mal schweigen

lass uns tief schauen
in unsere Augen
spiegeln, verzaubern, berühren

lass uns träumen
von Sommer und Wiesen
und Sternblumen bei Nacht

lass uns alles sein und nichts
bis Licht durch uns fährt
und alle Schatten verwischt
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Wandlung

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Begrabe nicht die Rose im Schnee,
bald ist alles Weiß verschwunden
und ein versteckter Duft steigt auf,
wie ein Hauch aus lieblichen Träumen.

Bring deine Tränen dem Rosenstock
in sehnsuchtsvollen Stunden,
bald zieht ein Silberstreif durch
die Dämmerung wie flammendes Licht.

Rieche den Duft modriger Erde,
der sich wandelt im Spüren und Lieben,
wie zärtliche Linien über offene Wunden
gezogen, die sich langsam schließen.
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Gehalten

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Wenn du schläfst
lege ich einen Traum zu dir
und aus den Himmeln
fällt Sternenstaub
wie glitzernde Schneeflocken
auf deine Fensterbank –

ein Traum, wie Märchenzauber
einer anderen Welt
erfüllt dein Herz mit Glanz
und zärtlich streift ein
nächtlicher Wind
deine Lippen wie sanfte Küsse –

du fällst und fällst
und bist doch gehalten
wie von unsichtbarer Hand
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Hautnah

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Hautnah
möchte ich dich spüren –
deinen warmen Atemhauch,
wie zur Schneeschmelze im Frühling
dein leises Flüstern,
wie Schallwellen in die Seele gespült
deine weichen Lippen,
wie flatternde Blütenblätter im Wind

hautnah
öffnen sich alle Poren,
wie Kelche vom Sonnenstrahl geküsst –
hautnah
du und ich
entblätterte Seelen,
wie tanzende Sterne im Ewigkeitslicht
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Widerhall

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Tief
unter all den Schichten
von Schatten und Schein
schläft ein Vögelchen
mit gestutzten Flügeln

Träume
eingebettet im Gefieder
weben lebhafte Muster
durch die Sehnsucht fällt

Leise
hinter geschlossenen Augen
tropfen Tränen in die
Klangschale der Seele und
schwingen bis zum Widerhall
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Nah

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Sterne fallen
durch dunkle Einsamkeit –
ich spüre deine Seele,
die mir so nah ist
wie mein Spiegelbild –
lass uns fliegen
durch Licht und
Schattenräume,
durch Raum und Zeit,
bis alle Ängste verbrannt…
bevor das Leben
durch die Sanduhr rinnt
und der Dämon lacht –
lass uns eintauchen
in den magischen Moment,
der wie loderndes Feuer
in unseren Seelenaugen brennt.
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Wortleise

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Liebe greift nie ins Leere…

lässt sich still nieder
wie Bodensatz auf dem Grund –

reift und erblüht
wie Mondblumen in der Nacht –

lässt Sehnsucht brennen
wie Sommerfieber in den Adern –

legt sich schlussendlich
zärtlich und wortleise
wie ein Zauber um dich
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Worte malen

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Worte malen
zwischen Regentropfen
und Schneeflocken –
helle Worte,
die im Grau der Tage
leuchten –
bunte Worte,
die einen Regenbogen zaubern
in empfänglichen Herzen –
wärmende Worte,
die in einen kühlen
Novembertag fallen
und sich ausspannen
wie ein Netz aus Zärtlichkeit,
das hält und trägt
über alle Abgründe und Klippen.
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Körperlos

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Körperlos kamst du
mich im Schlaf besuchen.
Ich sah nur die Weite des Himmels.
Mein Blick verlor sich
im Nichts eines Traumes,
bis ich dich spürte ganz nah.
Ein Hauch, ein Kuss,
meine Lippen bebten
und deine Wärme hüllte mich ein,
wie in ein Kleid aus Rosenblättern
voller Liebe und Duft.
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1001 Nacht

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(Kleiner Urlaubszwischengruß)
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Sternenpracht
wie in 1001 Nacht
unter marokkanischem Nachthimmel –
Wellenrauschen verschluckt
den Lärm der Zeit

nur ein Flüstern im Wind
vernimmt meine Seele –
ewiges Sehnen spiegelt sich
wie Mond und Sterne im Meer

überall Spuren im Sand
von Zärtlichkeit –
warm und weich
rieseln Träume
durch meine Finger
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Wirkung

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Kein sanftes Gefühlswort
geht an mir vorbei
ohne zu wirken,
etwas zu be-wirken –
jede Berührung meiner Seele
bringt mir liebende Nähe,
trocknet Tränen
und lässt mich
für einen Augenblick
meine Welt vergessen,
in der ich eingesponnen bin
wie in einem Kokon.
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Flügel..

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Still schält sich der Tag aus der Nacht.

Traumfragmente hängen noch
in warmer Sommerluft
wie lichtschimmernde Fäden
aus unbekanntem Land.

Eine zart-feine Spur
aus Sternenstaub,
glitzernd im anbrechenden Morgenlicht –
aufgewirbelte Sehnsucht,
kreisend im lauen Wind.

Wo sind meine Flügel?
Das Fliegen hab ich längst verlernt…

..
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Leise

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Leise
ein Flügelschlag
ein Hauch
eine Schwingung –
mein Herz stockt
ich spüre den Zauber
der nicht vergeht –
ausgespannt zwischen
Traum und Seele
Seele und Traum –
atme ich tief
den Duft
blühender Sterne
bevor ich sinke
in einsamen Schlaf
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Einzigartige Stimmung

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Jedes Jahr so um die Mittsommerwende bis in den Juli hinein halte ich Ausschau nach Glühwürmchen.
Meistens konnte ich sie bisher in lauen Sommernächten bewundern, dazu noch einen prächtigen Sternenhimmel.

Dieses Jahr habe ich noch keine gesehen, vermutlich wegen dem vielen Regen. Vielleicht habe ich ja noch Glück und vielleicht hört irgendwann der viele Regen auch mal auf. Ich glaube bis in den Juli hinein gibt es eine Chance, sie beobachten zu können.

Für mich ist es immer wieder wie ein kleines Wunder. Diese Magie, im Dunkeln die winzigen Leuchtpunkte, wie sie über Wiesen schweben, aus Hecken und Büschen aufsteigen. Eine verzauberte Welt öffnet sich da für kurze Momente und es kommt mir dann vor, als würde meine Seele zwischen all den kleinen Lichtpunkten schweben. Eine einzigartige Stimmung, die mich dann überfällt und mein Herz an einen Ort zieht, weit entfernt…
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Wir könnten..

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Wir könnten unsere Träume leben lassen
in unserer Fantasie,
dort sind keine Grenzen gesetzt,
alles ist möglich,
wir schreiben uns neu und frei.

Wir könnten Wolken schieben
und Sterne zählen,
im Mohnblumenfeld versinken,
leuchtende Momente
Tag für Tag,
Nacht für Nacht,
neu erschaffen.

Wir könnten Segel setzen
und davon segeln,
bis weit hinter den Horizont,
wo sich neue Träume erheben
aus unseren Seelen,
die miteinander verschmelzen,
wie Tränen,
die zusammen fließen
und als Morgentau glitzernd erwachen.
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Tasten

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Wie Fingerspitzen
die sich berühren
und vorsichtig tasten
nach Durchlässigkeit
ihrer Gefühle –
so nähern sich Seelen
in ihrer Empfindsamkeit
und tasten vorsichtig,
zwischen Licht und Schatten,
nach Halt.
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Glückssterne

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Immer wieder platzen Träume wie Seifenblasen
und trotzdem höre ich nicht auf zu träumen,
weil ich im Traum meiner Seele ganz nah bin
und lerne, mein Dasein in Liebe und Schönheit
zu kreieren, bis etwas davon ganz still und leise
in die Welt einbricht und wie ein Zauber
kleine Glückssterne in meinem Herzen tanzen.
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Dieser Zauber

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Da ist dieser Zauber,
wenn das Mondlicht
bis in meine Seele leuchtet
durch alle Schatten hindurch
und die Sterne flüstern
bis in meine Träume –

wenn meine Fantasie
mich in Welten entrückt,
bis meine zeitlose Seele
ekstatisch zu tanzen beginnt,
die Starre sich löst und
alle Ängste entweichen.

Da ist dieser Zauber,
wie ein Sonnenstrahl,
der in eine Lichtung fällt,
dieser magische Moment,
der Verzweiflung durchbricht
im anbrechenden Morgenlicht.
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Traumroute

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Wie nah bist du mir
auf deiner Traumroute
zwischen all den Sternen,
dem Funkeln und Strahlen,
dem Locken und Rufen
zartschimmernder Wesen
ferner mystischer Galaxien –
mein Herz pocht laut,
kannst du die Melodie hören,
die in nächtliche Gefilde dringt
und Sehnsucht eine Spur legt
durch Raum und Zeit,
um das Geheimnis zu entdecken,
das sich in die Ewigkeit schreibt.
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Traumhelfer

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Manchmal, wenn sogar Träume ruhen,
das Leben sich aus der Zeit schleicht
und dunkler Nebel die Seele belegt,
braucht es eine Art Traumhelfer

– wie du einer bist für mich –

der es schafft, Träume im anderen
wieder neu zu beleben und
den Zauber, jedes verloren geglaubten
Augenblicks, neu zu enthüllen.
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Neu ersinnen

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Du fehlst mir mit jeder Faser
deines Seins im Traum,
der sich ins Leben schreibt.
Mit jeder Seite die sich füllt,
verrinnt die Zeit in Zeitlosigkeit –
was bleibt sind Buchstaben
imaginär auf weißem Papier
und Duft, der in die Seele steigt –
der niedersinkt im Herzensgrund,
damit sich des Lebens Traum,
geboren aus Liebe, neu ersinnt.
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Ein Hauch Magie

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Da ist dieser Raum,
der uns umgibt
und der zwischen uns liegt.
In diesem Raum
ist alles möglich –
wie ein Traum im Traum,
in dem wir wandern
durch unsere Welten –
mit Flügeln, die uns beflügeln
in unserer Fantasie –
mit Sehnsucht, die uns trägt
in unserer Einsamkeit –
mit Schritten, die sich nähern
im sich aufeinander zu bewegen,
bis nichts mehr bleibt –
kein Zwischen, kein Spalt,
nur ein Hauch Magie.
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Sternenblick

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Ein Blick ins Sternenmeer
ist wie ein Blick in die Unendlichkeit,
wie ein Schweben durchs Weltall,
durch Raum und Zeit –
wie ein Traum, der mich durchzieht,
indem die Sterne fallen,
an mir vorbei und durch mich durch –
oder
wie ein Fallen durch den Sternenraum,
tiefer und tiefer, schneller und schneller,
wie ein Sog ins uferlose Nirgendwo –
bis mich ein Leuchtstern
hält und fängt
und seine Lichtspur mich
auf neue Wege bringt.
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Kindheitserinnerung

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Als Kind fuhr ich gerne Schlittschuhe, drehte kleine Pirouetten und fühlte mich in meiner Fantasie wie eine kleine Eisprinzessin. Damals wurde im Freibad das Wasser im Winter nicht abgelassen und das Bad war frei zugänglich. Es gab noch lange, frostige Winter, sodass alles zu dickem Eis gefror. Tagsüber hatte ich nicht so viel Freude, denn viele Kinder waren unterwegs auf dem Eis, spielten Eishockey oder liefen im Kreis ihre Runden oder schlitterten einfach so mit Schuhen übers Eis. Da hatte ich kaum Platz, um meiner Fantasie freien Lauf zu lassen, in diesem lärmenden Gewusel.

Also wartete ich oft, bis die Dämmerung einsetzte und fuhr am liebsten abends im Dunkeln. Da war ich ganz allein auf dem Eis. Das Dorf schien schon zu schlafen, es war kaum jemand unterwegs bei der Kälte. Dick eingemummelt machte ich mich auf den Weg. Manchmal schien der Mond ganz hell und ein klarer Sternenhimmel über mir versetzte mich in eine andere Welt. Ich lief und drehte mich auf dem Eis und übte kleine Kunststücke, sodass ich die frostig, klirrende Kälte kaum wahrnahm. Alles war wie eine Zauberwelt, in die ich eintauchte. Ein bisschen gruselig war es auch, so allein im Dunkel und der Kälte, alles schien so still, einsam und verlassen. Aber die Angst konnte mich nicht besiegen, eher dann doch die Kälte und die Ermahnung meiner Eltern, nicht so lange zu bleiben.

Irgendwann geht alles vorbei und ich musste mich auf den Nachhauseweg machen, froh, beschwingt und glücklich und irgendwann ist auch die Kindheit und Unbeschwertheit vorbei, aber die schönen Erinnerungen bleiben.
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Ein Hauch Fantasie

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Sehnsucht fließt in seichtem Wasser,
umspült moosbedeckte Steine,
dringt in unbekannte Tiefen,
um zu verweilen, sich auszudehnen –
allumfassend klopft sie an Herzenstüren
und lockt Liebe aus dunklen Verstecken
ans Licht.
Liebe, die auf glitzernden Wellen
im Ozean des Lebens zu tanzen beginnt,
an Land gespült, um zu ankern –
im Dasein, im Hier,
in jedem Augenblick neu,
Herz und Seele erfasst.
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Sternenworte VI

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Sternenworte
in die Nacht gehaucht –
wohin fliegen sie,
wohin trägt sie der Wind,
vielleicht umkreisen sie den Mond,
bevor sie leise in eine Seele fallen,
die ebenso von Sehnsucht singt
und Liebe sich in ihren Wesen
sternenglühend niedersenkt.
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Berührungsmomente

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Es gibt immer wieder diese Momente,
die mich ergreifen und berühren,
mit oder ohne Tränen.
Es braucht nicht viel,
ich kann es nicht erklären –
zu viel Gefühl, zu sensibel,
zu zart besaitete Nerven.
Gefühlsregungen, Sehnsüchte,
seltsame Stimmungen,
die nicht in diese Welt zu passen scheinen –
die mich erfassen und wegreißen,
manchmal auch verzaubern,
etwas in mir Aufwühlen
und wie flutende Wellen an Land spülen.
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