Schneesturm

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Schneesturm
nichts geht mehr
alles dick eingehüllt
stilles Schweigen in weiß
ich kuschle mich ein
Katerchen schnurrt zufrieden
und schläft durch den Tag
Schneeflocken tanzen leise
nur der Wind
pfeift und fegt um die Ecken
durch die Straßen
erstickt fast jedes Geräusch
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Berührbar bleiben

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Manchmal sind wir
wie wiegende Gräser im Wind
dann wie Schneeflocken
kurz vor dem Schmelzen
doch immer sind wir
und träumen und warten
und gehen durch die Zeit

manchmal schauen wir
sehnsuchtsvoll nach oben
und die Sterne geben uns
leuchtende Zeichen –
wir leben und lieben
schenken uns gegenseitig Licht

das Schöne und Besondere
darf nie zerstört werden
damit es immer und jederzeit
unsere empfindsamen Seelen
mit Freude erfüllt
und wir berührbar bleiben
in einer gefühlsarmen Welt
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Vorübergehende

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Im fahlen Licht der Sterne
warte ich auf meine Träume
warte bis du kommst
und mir sagst
wir können gehen
verschwinden in der Nacht

Wir ziehen mit den Wolken
durchwandern Schatten und Licht
zittern wie Blätter vorm Fall
im aufkommenden kalten Wind

Was sind wir
außer Vorübergehende
Fremde
die eine Zeitlang
in dieser Welt sind
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Raumzeitlose

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noch lässt die Kahlheit der Bäume
auf sich warten
langsam nehmen wir Abschied
vom bunten Blätterkleid
rote Blätter fallen nieder wie beschämt
und welken leise vor sich hin

der Sommer ging
mit schnellen Schritten
und auch der Herbst vergeht
wie fliehende Schatten
in seiner tristen Melancholie

wir betreten die Lichtung
die vor uns liegt
lassen uns von Hoffnung tragen
wiegen uns wie Gras im Wind
weil wir in unseren Herzen
raumzeitlose Liebende sind
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Atemlang

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Meine Seele ist empfindsam
und durchscheinend
wie zarte Libellenflügel

flugfähig bin ich deshalb nicht
meine Gedanken und Gefühle
ziehen mit dem Wind

einem sanften Luftzug gleich
kannst du es spüren
atemlang schwebe ich

ein kurzer Flügelschlag
wie tröstliche Worte
verwandelt Dunkles in Licht
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Gehäutet

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Gehäutet vom Schicksal
wandelnd durch das Dornental
hallt der Seele Ruf
und bleibt nicht unerhört –

öffne die Hände wie eine Schale
empfange das Leben
in allen Farben und Nuancen
lass dich streicheln vom sanften Wind
der Hoffnungssamen weiterträgt –

gehäutet vom Schicksal
fällt Altes und Enges ab
lüftet dunkle Vergangenheit
und löst sich auf im Nichts –

fange Träume und Leuchten
von pulsenden Sternen ein
lege deine Seele vertrauensvoll
auf des Vogels Schwingen und
fliege durchs Schattenreich ins Licht
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Geborgen

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Wenn du magst,
dann lehn dich an,
wie an einen uralten Baum –

auch wenn meine Wurzeln
nur locker verankert,
treiben Zweige gen Himmel
und atmen Licht –

vielleicht sind wir auch
wie wankende Halme im Wind,
die sich halten und schützen
und in der Liebe geborgen sind –

manchmal sind wir wie Kreise,
die sich langsam umkreisen
und doch in einem Ganzen
miteinander verwoben sind.
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Innigkeit

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In manchen Momenten
spüre ich diesen Hauch
von Innigkeit –
wie der Wind,
der weht und verweht.

Dann ergreift mich ein Schaudern,
ob der Flüchtigkeit –
doch etwas bleibt zurück,
breitet sich aus,
füllt mein Herz bis zum Überlauf.
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Sehnsuchtswind

Ich hör den Wind,
der von Sehnsucht singt,
sanfte Klänge aufnimmt.

Ich hör den Wind,
der in die Ferne dringt,
Herzgedanken bringt.

Ich hör den Wind,
im Windspiel erklingen,
wehmütige Lieder singen.

Ich hör den Wind,
durch die Blätter rauschen,
zarte Gefühle austauschen.

Ich hör den Wind,
der nie verweht,
was in der Seele steht.

Ich hör den Wind,
der lautlos umschmiegt,
was sich mit ihm wiegt.

Ich hör den Wind,
der ein Feuer entfacht,
in der Hitze der Nacht.

Ich hör den Wind,
tiefes Sehnen in mir,
verzehrt sich nach dir.