Zartfein

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Zartfein
träume ich mich
in deine Seele

-Fremder-

ich bin da –
auch im Schweigen
und in Abwesenheit

strecke meine Fühler
weit in unbekanntes Land

gehe über unsichtbare Brücken
halte dein Herz
in meiner Hand
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Licht

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Zwischen den Sternen
ausgespannt ein unsichtbares Band,
haltend wie Hände,
Herz und Seele umfassend,
schützend vor des Schicksals Wucht.

Niemand geht verloren,
der im Herzen wohnt,
Seelen schenken sich Licht.

Zwischen den Sternen
ausgespannte Flügel,
wie von tanzenden Schmetterlingen,
kleinen zart singenden Vögelchen –
leuchtende Klangfäden
in tiefster, dunkelster Nacht.

Bald blühen wieder Hoffnung und Leben,
wie Bäume und Blumen
im wiederkehrenden Frühlingslicht –
Helle zieht in den Innenraum,
vertreibt Schatten und legt sich
sanft schützend um dich.
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Geborgen

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Wenn du magst,
dann lehn dich an,
wie an einen uralten Baum –

auch wenn meine Wurzeln
nur locker verankert,
treiben Zweige gen Himmel
und atmen Licht –

vielleicht sind wir auch
wie wankende Halme im Wind,
die sich halten und schützen
und in der Liebe geborgen sind –

manchmal sind wir wie Kreise,
die sich langsam umkreisen
und doch in einem Ganzen
miteinander verwoben sind.
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Urlaub

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Träume können überall dabei sein, auch auf Reisen,
vielleicht dort sogar noch intensiver.
So wie die Sterne überall über uns funkeln
und wie ein leuchtendes Schild uns wissen lassen,
wir sind nicht allein.
Träume und Sterne sind unsere stillen Begleiter,
auch in der Ferne.

In diesem Sinne –
hier und dort
in die Sterne schauen und träumen
und sich verbunden fühlen.

Habt eine gute Zeit, wo immer ihr seid.

Bis dann 🙂

..
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Seelenblick

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Immer wieder sehe ich dich
mit meinem tiefen Seelenblick,
wie ein Magnet ziehst du mich zu dir,
drehst dich in meiner Gefühlsspirale,
als wärst du ganz nah bei mir –
doch bist du mir so unbekannt
in der Vielheit deiner Facetten,
die auf mich wirken wie ein Geheimnis,
das mich dich schwer erkennen lässt –
und doch weiß ich zutiefst in mir,
in unseren Seelen spiegelt sich etwas,
das uns verbindet und strahlen lässt.
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Gedanken über das Leben

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Heute wurde dieser ältere Beitrag aufgerufen und ich habe ihn mir nochmals durchgelesen.
Manchmal ist das seltsam im Leben, da befindet man sich in einer bestimmten Stimmung und irgendwas geschieht, was einen noch mehr hineinzieht in diese Stimmung oder in jene Gedankengänge.
Es passt, dieser ältere Beitrag samt Song passt genau heute wieder wie damals
und genau aus diesem Grunde poste ich ihn nochmal.

..und ja, ich denke weiter darüber nach und immer wieder..und DANKE! ans Erinnern..

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…Ich lasse los was ich nicht halten kann
und nur was mir gehört kommt wieder bei mir an….

Schon oft gehört und gelesen diesen Satz, zumindest so sinngemäß,
wie in diesem Song.

In einem Augenblick ist etwas da, im nächsten kann es weg sein.
Das Spiel des Lebens und der Vergänglichkeit.

Es heißt immer, was zu uns gehört bleibt oder kommt zurück.
Ist das wirklich so? Ich hab das auch immer gedacht, bin mir momentan
aber nicht so sicher.

Das ganze Leben unterliegt Veränderungen, Weiterentwicklung, Bewegung.

Es gibt nichts festzuhalten und schon gar nicht etwas zu erzwingen.

Die größtmögliche Freiheit liegt vielleicht doch im beständigen Wechsel
zwischen Nähe und Distanz.
Es kommt mir vor wie ein Einpendeln zwischen diesen Polen.

Darüber werde ich weiter nachdenken.
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Betrachtungsweise

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Wie ein Rädchen in einem Uhrwerk
laufe ich, nur oft anders als vorgegeben,
anders als erwartet,
in meinem eigenen Tempo,
ohne Hast und Eile,
ohne Bedrängnis
zuzulassen, loszulassen –
zu betrachten das Spiel des Lebens,
indem ich meine Kreise drehe
in meiner ganz eigenen Weise,
auch wenn’s seltsam erscheint
oder gar missfällt.

Trotzdem spür ich die Zugkraft
unsichtbarer Fäden –
lasse mich ein
auf das Geheimnis des Seins
gespiegelter Träume,
gespiegelter Sehnsucht
fernab laufender Zeiger, tickender Uhren
zeigt sich Seelennähe hinter Worten,
hinter Schatten und Schein
im zeitlosen Rhythmus und Klang
endlos weiter Sternenräume.
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Sternenworte II

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So weit weg
sind die Sterne,
ferne Galaxien
und doch sind sie überall –
über mir, über dir
und leuchten
in dunkle Nacht,
als wollten sie sagen:
du bist nicht allein,
jemand denkt an dich..

..ach und allein schon
dies zu spüren,
ist schön und tut gut
gegen jeglichen Widerstand,
weil jede Seele sich
danach sehnt
und sich der Hinwendung
gern entgegenstreckt.
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Nähe

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Der Himmel zeigt sich grau,
Töne in Moll schwirren
durch die Luft –
Du strahlst in meine Seele
mit einem Hauch
des Sehnens und der Freude
und für einen Moment
lasse ich mich davontragen
in die Ferne, durch die Weite –
in deine Nähe,
die ich mir selbst bin,
die uns im Herzen
miteinander verbindet,
als gäbe es nur diesen
vom Schicksal erbrachten Sinn.
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Einst..

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Im Winter suchte ich den Frühling,
jetzt klopft er an die Tür –
ich lass ihn rein
und meinen Innenraum durchfluten
mit Sonnenlicht so hell und warm
und meine Seele setzt die Segel,
nimmt Kurs in Richtung Sommerland,
wo einst in klaren, lauen Nächten
sich ein Zauber um mich legte
und seitdem als Erinnerung
tief in mir
für immer brennt.
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Gedankenmaler

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Grau die Tage,
viel Dunkel und Schwere
in diesen Zeiten,
so fern der Duft von Sommer,
Glück und Friedlichkeit.
Doch was hindert mich daran,
gedanklich Farben zu malen –
gelbe Farbklekse inmitten von grau,
die aufleuchten, wie eine Sonne,
die ihre Strahlen über die Welt wirft
und mit warmem Sonnengelb umarmt,
damit Hoffnungsgrün sprieße
überall auf der Erde
und rote Rosen in Frieden und Liebe
für jedes Menschenherz zur Freude erblühn.
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Ach..

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Ach, wie groß ist dein Schmerz,
wieviel Tränen weinst du?
Ach sag, deine Trauer,
wann geht sie?
..und warum weiß ich davon,
wo ich doch nichts weiß.
Welches Geheimnis
verbirgt sich im Leben
und welches im Sterben.

Ich schau zu den Sternen,
der Blick in die Weite,
die mich umfängt.
Ach, erzähl mir
von deinem Sehnen,
das in dir ist,
mal leise schlummernd,
dann laut und fordernd
und niemals erlischt.

Ach, weißt du
Sterne explodieren,
Welten gehen unter
und formen sich neu.
Wir kommen und gehen,
sind Wanderer durch
Zeit und Raum hindurch,
nicht nur in unseren Träumen
und irgendwo gibt es
immer wieder
einen Anfang und Licht.
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Danke

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Während ein sanfter Wind
die Wolken langsam vertreibt
atme ich tief durch,
gerade so als wäre mir
die Luft ausgegangen
von all den Widerwärtigkeiten,
die das Leben manchmal
versucht in die Seele zu schwemmen.

Wie gut fühlt sich dann
eine milde, sanfte Brise an,
die wie ein Hauch
Herz und Seele streift,
etwas von der Schwere nimmt
und wie eine liebevolle Umarmung
sich um meine Traurigkeit legt.

DANKE
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Für wen ich schreibe und warum

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Es schreibt aus mir heraus
was in mir ist,
was mich bewegt,
nach draußen drängt,
was mich bedrückt
oder beengt.

Es schreibt aus mir heraus
von Sehnsucht, Träumen,
Hoffnung, Wünschen und Liebe
und manch anderes
was mein Herzblut geweckt.

Es schreibt aus mir heraus
von dem, was ich erkannt,
was ich erfahren und gesehen,
auch von Wegen,
in die ich mich verrannt.

Es schreibt aus mir heraus
vieles, was mein Leben
und mich ausmacht
und doch ist so manches
nur in den Pausen
und Leerräumen
verborgen und versteckt.

Es schreibt aus mir heraus
für dich und mich und jeden,
der sich oder etwas darin findet
und angesprochen fühlt,
dessen Herz und Seele
tief berührt und bewegt
in Resonanz damit geht.
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(Die Frage von Dunkelpoet, für wen ich schreibe, hat mich zu diesen Zeilen angeregt)
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Fantasie

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Oh du,
geliebte Fantasie,
die du beflügelst
und mich trägst
bis in meine Träume
und Herzensräume,
die von Sehnsüchten
und Wünschen spricht,
vom Suchen und Finden
in weitem Seelenreich
und einem Echolot gleich
Verbundenheit
reflektierst.

Oh du,
geliebte Fantasie
deine Wellen erfassen mich,
wo tragen sie mich hin,
wo strande ich,
verwundet, verletzt, ausgesetzt
oder in den Armen der Liebe
gehalten, umschlungen, aufgenommen,
dem Meer der Verlorenheit entronnen.
Oh du, geliebte Fantasie
verlass mich nie.
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Zauber

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In nächtlicher Stunde
zwischen Schlafen und Wachen
warst du mir ganz nah,
ich spürte deinen Atem,
nah an meinen Lippen
und hörte dein Flüstern
als wärest du da.
Für einen Augenblick
von Zärtlichkeit umfangen,
die sich in meine Seele gelegt,
ein Zauber hat mich eingefangen,
der von jetzt an in mir lebt.

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Still schweigt die Nacht

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Still schweigt die Nacht,
ihr Sterne, leuchtend und nah,
so wachet und hütet
im nächtlichen Sein,
bis das der Tag sich lichtet
und aller Irrtum gesichtet.

Viele Bahnen gezogen
in dunkler Nacht,
viele Tränen geweint
auch manchmal gelacht,
im Dunkeln gewandelt,
ihr Sterne wart mir Licht
und dankbare Zuversicht,
in eurem Strahlen Glanz
ich nachts Heimat fand.

Still schweigt die Nacht,
Mondlicht Dunkelheit bricht,
darin einsame Tränen glitzern,
zerstäubend unterm Sternenzelt,
Seelen sich weit öffnen –
Licht gemeinsamen Weg erhellt.
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(unverändert aus meinem Fundus)
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Sternenzauber

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Milliarden Sterne am Himmelszelt,
Sternschnuppen fallen in die Welt,
glitzernder Schweif am Verglühen,
Schönheit der Nacht am Erblühen.

Ein kurzes Aufblitzen in der Stille,
im Schweigen der Sterne kein Wille,
eingehüllt in nächtliche Gefilde,
eingetaucht in sanfte Milde.

Vom Sternenmeer ganz aufgenommen,
einen Augenblick der Welt entnommen,
unterbrochen der Fluss der Gedanken,
überschritten des Verstandes Schranken.

Stillschweigend in Andacht und Staunen,
geht durch die unendliche Weite ein Raunen,
vom Lichtstrahl der Sterne getragen,
kein Wort kann davon wirklich sagen.

Von Seelenmelodie umwoben,
wie von einem Magnet angezogen,
nur im Herzen zu erkennen,
im Feuer der Urkraft brennen.

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(Ein älteres Gedicht aus meinem Fundus, leicht abgeändert.)
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Wie eine Feder

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Wie eine Feder tanzend im Wind
entschwebe ich an einen Ort
in meinen Träumen,
wo wir wie Kinder einst in Märchen
in eine Welt entrückt,
über Wolkenberge stapfen
am Mond vorbei durchs Sternenmeer
Planetenhüpfen spielen,
wo wir mit staunend Blick
gemeinsam, schützend
dem Geheimnis auf der Spur
in Abenteuer stürzen.

Wie eine Feder tanzend im Wind
entschweben meine Gedanken,
wie einst in Träumen
vom schwerelosen Glück,
wo DU und ICH uns finden
und alle Grenzen,
von unsichtbar bis unüberbrückbar
zusammen, schützend
der Herzspur folgend,
mutig überwinden.
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Ein einsamer Stern

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Ein älterer Text neu aufgerollt. 😉

Ein einsamer Stern leuchtet am nächtlichen Himmelszelt bis er in der Morgendämmerung langsam verblasst.
Im grellen Tageslicht der alltäglichen Pflichten und Geschäftigkeiten strahlt er, unsichtbar und vergessen von der Welt, beständig weiter.
In manchen klaren Nächten, wenn das Mondlicht sich spiegelt im Fluss des Lebens, erinnert der Stern an etwas Verborgenes, Verlorenes. Dann leuchtet der einsame Stern mit Milliarden anderen Sternen in diesen Sehnsuchtsraum und weckt Erinnerungen. Alles verschwimmt zu einem einzigen Lichtermeer und ruft ein Gefühl von Staunen, Ergriffenheit und von Verbundenheit hervor.

Fragen tauchen auf und suchen nach Antworten.

Ein Rufen dringt in die Weiten des Universums und reiht sich Tönen gleich zu einer bunten Klangmelodie aus Gefühlen, Wünschen und Sehnsüchten.
Je mehr das Spektrum der Klangmelodien auf Übereinstimmung treffen, umso mehr entsteht eine Anziehungskraft, wie von zwei Sternen, die sich auf Kollisionskurs aufeinander zu bewegen.

So entsteht jedes Mal, wenn zwei einsame Sterne sich anziehen und kollidieren, ein Leuchtfeuer aus Lebendigkeit, um an etwas verloren Gegangenes zu erinnern, welches jederzeit neu enthüllt werden kann.
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Verbundenheit

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Kannst du es spüren,
nachts, wenn du schläfst,
die Sterne über dir funkeln,
der Mond nachtleise singt,
wie mein Sehnsuchtslied
vom Wind getragen
in deine Träume eindringt.

Kannst du es spüren,
morgens, wenn du erwachst,
die Sonne hell erstrahlt,
Mond und Sterne außer Sicht,
wie meine Nähe dich berührt
und wie von Zauberhand
in deine Wirklichkeit einbricht.

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Weite

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In den Weiten der Seele
gibt es einen Ort,
einen Ort der Begegnung,
dort können wir uns treffen,
immer und jederzeit.
Dort gibt es keine Grenzen,
zeitenloser Augenblick,
der nie vergeht.

In den Weiten der Seele
finde ich Zuflucht,
umschlungen von Wärme,
getragen von Geborgenheit –
dort findest du mich,
dort sind wir uns näher als nah,
im Hauch eines Atemzugs.

In den Weiten der Seele,
brennt immer ein Feuer,
gemeinsam schüren wir die Glut –
wir vergehen und verbrennen,
sind getragen von der Ewigkeit
und tauchen wieder auf
im Erwachen des täglichen Seins.

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Ein älteres Gedicht, gekürzt und neu umgeschrieben.
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Freude

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Er sagte zu ihr: Das schlimmste was dir passieren kann ist, wenn dir jemand die Freude nimmt. Lass das nie zu.

Sie kennt das, weiß, wie sich das anfühlt und dass es nicht gut ist, kann nur bestätigen, was er ihr sagt. Trotzdem versetzt es ihr in dem Moment einen Stich. Sie fühlt sich getroffen, betroffen, wie eine Erinnerung oder Ermahnung.

Dabei meint er gar nicht sie, sondern spricht von sich selbst, spricht von seiner eigenen Situation und doch fühlt sie sich angesprochen, als wäre es für sie bestimmt.
Sie überlegt, ob er nicht auch sie meint. So ist es oft, er erzählt von sich und seinen Erfahrungen und fast immer fühlt sie sich in irgendeiner Art und Weise angesprochen.

Zwischen ihnen besteht eine starke Verbundenheit und großes Verständnis, jedenfalls empfindet sie das so. Indem sie sich angesprochen fühlt, versteht sie und kann aus diesem Verstehen heraus antworten. Hin und wieder geht ihr das auch mit anderen so, aber bei niemand ist es so wie mit ihm. Im Verstehen und auf jemanden eingehen liegt eine große Spanne.

Trotz vieler Höhen und Tiefen, vieler ernüchternder Gespräche, überwiegt die Freude und Dankbarkeit, die diese Begegnung und Freundschaft in sich trägt und doch scheint die Freude bei beiden in den Hintergrund gerückt zu sein. Nicht die Freude aneinander ist geschwächt, sondern die jeweiligen Umstände und Lebenssituationen in denen sie sich befinden, lässt immer wieder die Freude schwinden. Genau das ist ihr in dem Moment klar geworden, als er davon sprach, sich nie die Freude nehmen zu lassen.

Es geht ihm nicht gut und ihr geht es ähnlich. Beide drehen sich im Kreise um sich selbst, um ihre Sorgen und Probleme, um ihre Lebenssituation und darum, eine Lösung zu finden oder sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Damit entfernen sie sich nicht nur von der Freude selbst, sondern auch von ihrer eigenen Mitte und Miteinander in Freude.

Sie weiß jetzt, was sie zu tun hat.
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Worte

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Es gibt Worte,
die mein Herz durchwandern
und mir ein stilles Lächeln
ins Gesicht zaubern.

Es gibt Worte,
die mich berühren,
egal ob sie an mich gerichtet sind
oder nicht.

Es gibt Worte,
die fallen in mich,
wie auf fruchtbaren Boden
und etwas erblüht in mir.

Es sind Worte,
gesprochen oder geschrieben,
deren Klang,
so viel mehr sind als Worte.
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Ein…

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ein Knistern
ein Flüstern
eine sanfte Berührung

Spur gelegt
Brücke geschlagen

ein Augenblick
ein Atemzug lang

innehalten

ein Spalt öffnet sich
zwischen den Worten
zwischen den Zeilen
zwischen zwei Gedanken

Wärme strömt
verströmt sich

eingefrorene Gefühle schmelzen
Tränen fließen

ins Auffangbecken
des Herzens
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Zuversicht

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Du kannst niemals verloren gehen,
in dieser scheinbar unendlichen Weite,
hier in dieser Welt,
weil da immer irgendwer ist,
der dich vermisst,
weil da immer irgendetwas ist,
das dich trägt,
weil da irgendwo –
hier im Vorübergehen,
in der Lebenszeit,
dein Zuhause ist
und weil genau dort –
immer irgendwie
DU und DEINE LIEBE ist.
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Herz – Gäste

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Sie sagt:

Warum habe ich meine Herztür immer angelehnt, gewähre Eintritt in einen Bereich tiefster Empfindsamkeit, wo ich doch weiß, wie schwer die Verletzlichkeit gerade dort trägt und die schlimmsten Narben hinterlässt. Meine Herztür scheint zu klemmen, sie geht nicht zu. Ich kann sie nicht zu machen, weil ich nicht einsperren kann, was raus möchte, trotz aller Risiken, die damit verbunden sind.

Erzähle ein bisschen von deinen Herz-Gästen, wird sie aufgefordert:

Oft genug wurde dieser hochsensible Raum erst vorsichtig betreten, um dann Verwüstung zu hinterlassen. Das braucht dann viel Zeit, um einigermaßen wieder aufzuräumen.
Hin und wieder wird sehr leise durchgeschlichen, neugierig alle Ecken ausspioniert, um sich dann schnell wieder lautlos davonzuschleichen.
Am schlimmsten sind die Verweiler, die es sich gemütlich machen, sich bedienen vom Feinsten und dabei immer Süßholz raspeln, das Blaue vom Himmel versprechen, bis einen die Sinne vernebelt sind, um sich dann davonzumachen zum nächsten angelehnten Türchen.
Dann gibt es noch die lauten Gäste, die herein- und herauspoltern, wie ihnen gerade beliebt, ohne Rücksicht und ohne Feingefühl.

Ganz wenige Gäste werden zu Langzeitgästen oder gar zum Dauergast.

Es gibt aber auch noch ganz besondere und seltene Gäste, sie treten ein, öffnen alle Fenster und alles ist hell und farbenfroh. Das einfallende Licht beleuchtet alte, verstaubte Ecken und Nischen. Sie versprühen Lebensfreude und schaffen es immer wieder aufzumuntern und sogar manchmal ansteckend zu wirken.

Es ist vorgekommen, dass ein Gast, still und leise durch die Herztür gelugt hat, ganz zaghaft eingetreten ist und etwas sehr Wertvolles für immer hinterlassen hat. Er ist da, auch wenn er nicht da ist und manchmal kommt er, öffnet ein wenig die Herztür, schaut herein, bleibt kurz, um dann wieder zu gehen.
Er geht – aber er geht nie ganz und jedesmal hinterlässt er feine Spuren und bei jedem Besuch macht sich Freude breit und jedesmal in seiner Abwesenheit macht sich Sehnsucht breit und jedesmal legt sich ein unerklärlicher, unsichtbarer Zauber um mein Herz, streichelt meine Seele und stärkt meine Zuversicht.

Danke für die Schilderungen.
Das ist traurig und schön, beides liegt scheinbar nebeneinander oder überlagert sich, der Schmerz und die Freude.
Beides trägt durch die Lebenszeit und prägt. Jetzt verstehe ich, weshalb deine Herztür nie geschlossen ist, nie geschlossen sein kann, denn wäre sie es, würdest du hinter dicken Mauern und Türen anfangen zu erstarren und zu verhärten.
Was dein Herzraum erfüllt und überflutet kannst du nicht einsperren, nicht DU, weil in dir dieser unumgängliche und ungeheuerliche Drang ist, das weiterzugeben wovon dir im Überfluss gegeben wurde und was dich selbst, immer wieder in den dunkelsten Stunden gestärkt und aufgebaut hat.
Ich wünsche und hoffe sehr, dass du niemals deine Herztür schließt, egal wie groß der Schmerz sein mag, denn dann wärst du für immer verloren.
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Jetzt sitze ich hier..

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Jetzt sitze ich hier, höre Musik,
Musik die mir zu Herzen geht,
die zu meiner Stimmung und den Tränen passt.
Ich gehe rein in dieses Gefühl, in diese Sehnsucht,
lasse mich davon wegtragen.

Solange habe ich gewartet, mich zermartert,
bin geirrt und habe mich verirrt,
hab in meine Abgründe geschaut,
hab genau meine Fluchtwege erkannt.
Fluchtwege, die eben nur Fluchtwege sind.
Immer wieder und wieder diese Fluchtwege gerannt,
um etwas zu finden, das schon immer da war, da ist –
aber nur hin und wieder mal durchblitzt.

Da ist in mir dieses unerschütterliche ‘Etwas‘,
wie eine Flamme, die nie aufgehört hat zu züngeln,
trotz heftigster Stürme und sich immer wieder entfacht.

Jetzt sitze ich hier, bin aufgewühlt, so viel in Bewegung,
so viel was gerade geschieht,
bin froh und dankbar der kleinen ‘Wunder‘,
die das Leben manchmal bereithält,
vielleicht weil wir in einem winzigen Moment
offen und bereit sind –
trotz aller Fluchtwege und Irrwege,
aller Zweifel und Verzweiflung.
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Die wenigen Momente

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Sie unterhalten sich, sie trösten sich, sie sind füreinander da in ihrer beider Einsamkeit.
So bekommen ihre Leben wieder langsam einen Sinn.

Es sind diese wenigen Momente, in denen ihre Augen leuchten und ihre Herzen von Dankbarkeit erfüllt sind.
Sie halten sich aneinander fest, aber ohne zu klammern.
Sie sind miteinander verbunden und trotzdem lebt jeder in seiner Welt, geht jeder seiner Wege, lebt jeder sein eigenes Leben.

Er lebt nicht allein in seiner Welt, aber niemand ist da, der ihn wirklich beachtet. Niemand nimmt ihn wahr, niemand spürt ihn, niemand nimmt Anteil an seinem Leben. Er ist unter den Seinigen einsam und allein.

Sie lebt nicht allein in ihrer Welt, aber niemand ist da, der sie beachtet. Niemand nimmt sie wahr, niemand spürt sie, niemand nimmt wirklich Anteil an ihrem Leben. Sie ist unter den Ihrigen einsam und allein.

Die wenigen Momente, in denen er und sie einander zuhören, füreinander da sind, machen ihrer beider Leben reicher und bunter und sind mittlerweile fester Bestandteil ihres trostlosen Alltags geworden.
Die wenigen Momente sind ihr beider Heiligtum und Geheimnis.

Niemand in seiner Umgebung weiß davon.
Niemand in ihrer Umgebung weiß davon.

Nur sie beide, sie wissen es, erfreuen sich daran, sind sich verbunden.
Sie nehmen einander wahr und einander Anteil.
Ganz langsam, bedacht und leise entfaltet sich in ihnen etwas Schönes.
Zuversicht und Hoffnung erblüht und vergeht, erblüht und vergeht im Wechselspiel ihrer Träume und Fantasien.

Niemand kann sie ihnen nehmen, die wenigen Momente, die immer nur wenige Momente sein können
und doch unvergessliche, kostbare Momente für die Ewigkeit sind.
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Komm zurück

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Komm zurück ‚Astronaut‘,
die Sterne leuchten auch von hier…
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Eigentlich gehört dieses Post ja an andere Stelle,
an einen Platz den du kennst,
wo du immer mit deinem Raumschiff landen kannst,
wo du immer und jederzeit willkommen bist,
wo jemand seine Arme ausbreitet
und dein verschlissenes Herz
mit Liebe umfängt…

Komm zurück ‚Astronaut‘,
die Sterne leuchten von überall
und dein Licht leuchtet in mir…
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Kleiner Dialog

Er:
Auf dem Handy stehst du bei mir unter ‘Engel‘.

Sie:
Oh, wieso das denn? Ich bin doch gar kein Engel.

Er:
Für mich bist du wie ein Engel. Du bist plötzlich und unerwartet aufgetaucht, hast mich an der Hand genommen und meinem Leben wieder eine Struktur gegeben, indem du mich aufgefordert hast, gemeinsam etwas Schönes zu schaffen. Du hast dir immer wieder etwas Neues einfallen lassen und als ich alles nicht mehr wollte und mich zurückgezogen habe, hast du gewartet.
Du bist nicht einfach weggegangen und als ich wieder zu dir kam, warst du da, hast mir dein Vertrauen geschenkt und dein Herz geöffnet. Deine Tränen haben meine Seele berührt.
Von dem Moment an wusste ich, dass wir uns nie wieder verlieren können, egal wie lange wir auch getrennt sind, egal wie lange wir nichts voneinander hören oder wo immer wir uns auf der Welt befinden.

Sie:
Ja, das ist schön, so ist es und so wird es sein.
Auch du hast meine Seele berührt, nur ein Engel bin ich trotzdem nicht und werde auch nie einer sein.

Am seidenen Faden

Meine Hoffnung,
etwas von dir zu hören,
hing am seidenen Faden.
Dann kam ein kleines Lebenszeichen von dir,
das mich total aufgewühlt hat
und noch mehr verwirrte.

Die Hoffnung wurde wieder stärker,
der seidene Faden dicker.
Aber schon nach kurzer Zeit
wurde mir der Abschied bewusst,
den du damit wohl verkünden wolltest.

Jetzt hängt meine Hoffnung
wieder am seidenen Faden,
der zwar im Kopf zerrissen ist,
aber sich im Herzen
unlösbar für immer
verheddert hat.