Zurück bleibt

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ach könnte der Wind
meine Gedanken zerstieben
mich befreien
von quälender Gedankenlast

ein blank geputztes Kopfhaus
nur der Schlafsand darf bleiben
um endlich zu ruhen und
einzutauchen in erholsame
nächtliche Stunden

dann können Träume wieder
durch meine Seele ziehen
wie Flugvögel auf ihrer Reise

und zurück bleibt
eine Feder, ein warmes Nest
Himmelstränen
die das Herz
liebevoll erweichen
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Berührbar bleiben

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Manchmal sind wir
wie wiegende Gräser im Wind
dann wie Schneeflocken
kurz vor dem Schmelzen
doch immer sind wir
und träumen und warten
und gehen durch die Zeit

manchmal schauen wir
sehnsuchtsvoll nach oben
und die Sterne geben uns
leuchtende Zeichen –
wir leben und lieben
schenken uns gegenseitig Licht

das Schöne und Besondere
darf nie zerstört werden
damit es immer und jederzeit
unsere empfindsamen Seelen
mit Freude erfüllt
und wir berührbar bleiben
in einer gefühlsarmen Welt
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Stetig

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eine goldene Scheibe
der helle Mond

bald schon
ist alles bedeckt
mit Glanz und Schnee

nur die Spur
deiner Träume
zieht Furchen
durch dein Herz

still atmet Liebe
ein und aus
an Wintertagen

entblättert sich stetig
unter deinem
hebenden Blick
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Hoffnung und Licht

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Matt schimmert Laternenlicht
auf regennasser Straße
alles wirkt eingehüllt
wie in endloses Schweigen
überall tropft es
von Dächern und Zweigen
und Nebel trübt die Sicht

ich steh am Fenster
mit wartendem Blick
auf das Lächeln der Sterne
und Spuren aus Träumen
die sich spiegeln
in regennassen Scheiben

in Gedanken dichte ich Worte
ausgespannt wie ein Netz
zwischen Tropfen und Wolken
zwischen Himmel und Erde
zwischen hier und dort

und aus dem Fallen
wird ein Halten
aufgefangen im Echo
der Ver-dichtung
verwischen Grenzen
aus Sehnsucht und Träumen
verbreiten Hoffnung und Licht
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Im Flüstern der Sterne

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Die Nacht singt ihr Lied
im fahlen Mondlicht
schimmern kaum wahrnehmbar
ein paar Regentropfen
oder
sind es still verlorene Tränen

im Halbschlaf flüstern Sterne
verstreuen ihre Träume
wie Samenkörner in die Tiefe der Seele

bald schon zerbersten Schatten
im flammenden Morgenrot
Zeit löst sich auf
in immerwährender Liebe
geboren aus einsamster dunkelster Nacht
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Traumverwandt 

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Fremder
deine Träume
sind den meinen verwandt
unsere Seelen ziehen
gemeinsam durch die Nacht

wenn Sehnsucht entflammt
zerstäuben einsame Sterne
und wurzeln feurig
in wartenden Herzen

spürst du diese Kraft
die sich aus Träumen speist
und alle Nachtschatten
sowie Ängste durchdringt
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Geheimnisvoller Zauber

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Wenn die Nacht
ihre Sternenkelche öffnet
lockt der Ruf der Sehnsucht
und brennt Träume in den Schlaf.

Wo sind wir im tiefsten Traum,
wenn Liebe in uns erwacht
und wir mit den Sternen leuchten?

Wir strecken uns im Morgenlicht,
spüren den geheimnisvollen Zauber,
der verborgen in uns lebt und wirkt,
bis wir wieder traumversunken schweben
in sternenklarer, dunkler Nacht.
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Rettungsanker

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Mir die Welt schön schreiben
ist mein Rettungsanker.

Ein bisschen wie Pippi Langstrumpf,
die sich die Welt macht,
wie es ihr gefällt –
schön und kunterbunt.

So schreibe ich mir die Welt
in poetischen Worten schön.
Bis mein Herz ausgeleert ist,
der letzte Herztropfen
in Buchstaben zerfällt –
dann ist es Zeit zu gehn.
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Irgendwann

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Irgendwann
erkennst du das Muster
der Sterne
und des Schicksals Lauf –
die namenlosen Rufe
des Herzens
untröstlich in Träume gebettet

Irgendwo
zwischen zwei Atemzügen
schwebt Hoffnung
und der Liebe endlose Kraft –
das grenzenlose Sehnen
der Seele
ein Leuchtzeichen Tag und Nacht

Irgendwann
öffnet sich der Himmel
auch für dich
und flammend blüht der rote Mohn –
das fließende Leben
tropft erneut
schicksalsträchtig in die Schale der Zeit
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Glanzlichter

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Manchmal sind Worte
wie Glanzlichter im Dunkeln
auf verlorener, wogender See –
sind wie ein Anker
vor dem Versinken,
tragen hinüber ans Ufer
und wärmen bis die Sonne aufgeht.

Unter Trauerweiden gestrandet,
fiebert das Leben nach Leben
und trägt in sich doch Melancholie.

Nachts finden sich Träume,
-weich gebettet zwischen Sternen-
schimmern Gefühle aus Worten
und halten einander fest.
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Wie ein Engel

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Nachts,
wenn die Einsamkeit
durch stille Räume zieht
fällt das Glück der Träume
in dürstende Seelen
und für einen Augenblick
blühen die Sterne wie Blumen.

Träume hinterlassen Spuren,
-beinahe wie ein Engel,
der dich sanft im Inneren berührt-

wie ein feiner unsichtbarer Zauber
in die Wirklichkeit
des Lebens geschickt.
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Gehäutet

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Gehäutet vom Schicksal
wandelnd durch das Dornental
hallt der Seele Ruf
und bleibt nicht unerhört –

öffne die Hände wie eine Schale
empfange das Leben
in allen Farben und Nuancen
lass dich streicheln vom sanften Wind
der Hoffnungssamen weiterträgt –

gehäutet vom Schicksal
fällt Altes und Enges ab
lüftet dunkle Vergangenheit
und löst sich auf im Nichts –

fange Träume und Leuchten
von pulsenden Sternen ein
lege deine Seele vertrauensvoll
auf des Vogels Schwingen und
fliege durchs Schattenreich ins Licht
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Lass uns..

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Lass uns aus der Zeit fallen
hinein in offenen Raum
und Sternenweite

lass uns unbeschwert sein
tanzen im Regen
mal lachen, mal schweigen

lass uns tief schauen
in unsere Augen
spiegeln, verzaubern, berühren

lass uns träumen
von Sommer und Wiesen
und Sternblumen bei Nacht

lass uns alles sein und nichts
bis Licht durch uns fährt
und alle Schatten verwischt
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Wohin

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Wohin wendet sich die Nacht,
wenn dir Sterne im Herzen glühn –

das Mondlicht Wellen schlägt
im einst stillen Gewässer –

der Wind die Seele bewegt,
bis alle Ufer der Sehnsucht übertreten –

das Morgenrot den Traum wachküsst,
der sich in jedem Tautropfen spiegelt…
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Wandlung

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Begrabe nicht die Rose im Schnee,
bald ist alles Weiß verschwunden
und ein versteckter Duft steigt auf,
wie ein Hauch aus lieblichen Träumen.

Bring deine Tränen dem Rosenstock
in sehnsuchtsvollen Stunden,
bald zieht ein Silberstreif durch
die Dämmerung wie flammendes Licht.

Rieche den Duft modriger Erde,
der sich wandelt im Spüren und Lieben,
wie zärtliche Linien über offene Wunden
gezogen, die sich langsam schließen.
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Gehalten

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Wenn du schläfst
lege ich einen Traum zu dir
und aus den Himmeln
fällt Sternenstaub
wie glitzernde Schneeflocken
auf deine Fensterbank –

ein Traum, wie Märchenzauber
einer anderen Welt
erfüllt dein Herz mit Glanz
und zärtlich streift ein
nächtlicher Wind
deine Lippen wie sanfte Küsse –

du fällst und fällst
und bist doch gehalten
wie von unsichtbarer Hand
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Widerhall

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Tief
unter all den Schichten
von Schatten und Schein
schläft ein Vögelchen
mit gestutzten Flügeln

Träume
eingebettet im Gefieder
weben lebhafte Muster
durch die Sehnsucht fällt

Leise
hinter geschlossenen Augen
tropfen Tränen in die
Klangschale der Seele und
schwingen bis zum Widerhall
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Gedanken zum Jahresanfang

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Das Jahr ist gewechselt, ein neues beginnt.
Nach jedem Winter folgt der Frühling,
nach jedem Welken das Erblühen.

Etwas geht unter und verschwindet im Nichts,
etwas geht auf und erscheint aus dem Nichts –
als träumte sich in jedes Sterben etwas Neues.

Der Kreislauf des Lebens und Sterbens,
die Traurigkeit der Vergänglichkeit,
die bittersüße Melancholie der Endlichkeit –
eingebettet in die Unendlichkeit….

..
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Laute Stunden

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Laute Stunden sind vergangen,
in denen sich Stille sehnte nach Stille,
als wollte sich die Nacht in den Tag legen,
damit Träume sich neu erwecken,
um nur nicht verloren zu gehen.

Wie ein Geheimnis steigt der Morgen
aus der Dämmerung ins Licht,
als wollte Sehnsucht sich
in alle erwachenden Sinne heben,
um zu erinnern an des Lebens Sein.

Niemals wird in lauten Stunden
ein ahnendes Bild entstehen,
nur leise schält sich aus der Stille
ein Gefühl für die Dinge,
die durch die Seele ziehn.
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Aufgehoben sein

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Nimm mich in den Arm
und wiege meine Träume,
dass ich schlafen kann
im Nachtschatten,
der über mich fällt.

Singe mir Lieder
aus der Zeit vor der Zeit,
damit ich vergesse,
dass ich eine Fremde bin
in dieser Welt.

Trockne meine Tränen
und zeig mir dein Lächeln,
dann weiß ich,
dass ich in dir aufgehoben
und nie verloren bin.
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1001 Nacht

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(Kleiner Urlaubszwischengruß)
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Sternenpracht
wie in 1001 Nacht
unter marokkanischem Nachthimmel –
Wellenrauschen verschluckt
den Lärm der Zeit

nur ein Flüstern im Wind
vernimmt meine Seele –
ewiges Sehnen spiegelt sich
wie Mond und Sterne im Meer

überall Spuren im Sand
von Zärtlichkeit –
warm und weich
rieseln Träume
durch meine Finger
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Urlaub

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Träume können überall dabei sein, auch auf Reisen,
vielleicht dort sogar noch intensiver.
So wie die Sterne überall über uns funkeln
und wie ein leuchtendes Schild uns wissen lassen,
wir sind nicht allein.
Träume und Sterne sind unsere stillen Begleiter,
auch in der Ferne.

In diesem Sinne –
hier und dort
in die Sterne schauen und träumen
und sich verbunden fühlen.

Habt eine gute Zeit, wo immer ihr seid.

Bis dann 🙂

..
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Resonanz

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Matt spiegeln sich Träume
im Fensterglas –

vorbeiziehende Wolken tragen
Sehnsucht ins Himmelsweit –

zwischen zwei Atemzügen
ein Knistern –

etwas tritt in Resonanz
und streichelt die Seele –

Gefühle tanzen voller Hingabe
in der Stille des Herzens –

eine Träne sucht den Weg
durchs Labyrinth
und hinterlässt liebend eine Spur
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Wartende Momente

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Wartende Momente ziehen vorbei
wie in einer Endlosschleife.

Ach könnte ich nur
einen einzigen Schritt setzen
auf neuer Spur,
in unbekanntes Land,
weg von ausgetretenen Pfaden –
mitten hinein,
in aufblühende Momente
verblassender Träume –
einen Weg bahnen
durch Schatten und Tränen,
mich selbst an der Hand nehmen
und gehen, immer weiter gehen
bis der Fluch der tausend Ängste
endlich restlos zerrinnt.
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Flügel..

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Still schält sich der Tag aus der Nacht.

Traumfragmente hängen noch
in warmer Sommerluft
wie lichtschimmernde Fäden
aus unbekanntem Land.

Eine zart-feine Spur
aus Sternenstaub,
glitzernd im anbrechenden Morgenlicht –
aufgewirbelte Sehnsucht,
kreisend im lauen Wind.

Wo sind meine Flügel?
Das Fliegen hab ich längst verlernt…

..
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Tragen

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Du trägst mich durch die Nacht,
wenn ich weine
und dein Herz spüre
im Rhythmus des meinen.

Meine Sehnsucht flackernd
wie eine Kerze,
wenn Mondlicht sich im See
der Gefühle bricht.

Wo bin ich, wenn ich träume,
du über mir wachst
und ich mich fallen lasse
ins Zeitlose deiner Seele…
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Blüten und Duft

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Der Sommer glüht.
Vergänglichkeit brennt in der Seele.
Lavendelduft schläfert mich ein.
Ich träume von fallenden Blüten,
die mich bedecken.
Ein Nest aus Blüten und Duft.
Leuchtende Augen,
die Raum und Zeit durchdringen,
sowie Schatten und Licht.
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Brücken

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Während laut Regen
ans Fenster prasselt,
fallen unmerklich Tränen
in tiefen Grund –
leise Melancholie zieht
mit den Flüssen,
verwunschene Träume
schaukeln im Wind –
mit dem Finger
ziehe ich Linien,
wie Brücken,
darauf geht mein Herz
leichter durch die Nacht.
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Wir könnten..

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Wir könnten unsere Träume leben lassen
in unserer Fantasie,
dort sind keine Grenzen gesetzt,
alles ist möglich,
wir schreiben uns neu und frei.

Wir könnten Wolken schieben
und Sterne zählen,
im Mohnblumenfeld versinken,
leuchtende Momente
Tag für Tag,
Nacht für Nacht,
neu erschaffen.

Wir könnten Segel setzen
und davon segeln,
bis weit hinter den Horizont,
wo sich neue Träume erheben
aus unseren Seelen,
die miteinander verschmelzen,
wie Tränen,
die zusammen fließen
und als Morgentau glitzernd erwachen.
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Wie viele…

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Wie viele Worte schlummern
in einer nicht geschriebenen Geschichte…

Wie viele Gefühle schlummern
in einem nicht gelebten Herzen…

Wie viele Lebensstunden vergehen
in nicht gewagten Möglichkeiten…

Wie viele Tränen versickern
im nicht wahrgenommenen Sein…

Wie viel Liebe verströmt sich,
bevor das Glück der Träume
anfängt mit den Sternen zu tanzen…

..
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Vielleicht

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Vielleicht kann ich dich ertasten,
wenn es still ist
und die Sterne in mir tanzen,
die ich einst vom Nachthimmel
in mich hinein träumte,
um der Einsamkeit zu entgehen
und dem kühlen Hauch,
der ständig um mich weht.

Vielleicht kann ich mich erwärmen,
wenn es still ist
und in meinen Tränen
sich eine Seele spiegelt,
die mich sanft beruhigt,
wie leise wogendes Wellenrauschen,
weil ich weiß,
sie empfindet so wie ich.
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Leichtfüßig

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Nimm mich mit in den Tag,
der im Sonnenlicht lacht,
zeig mir das Glück
deiner ewigen Träume,
zeig mir das Leben
wie es leichtfüßig ist,
wenn die Schatten verschwinden
von erdrückender Seele –

wenn der Innenraum sich füllt
mit gleißendem Licht,
wir uns drehen und tanzen
nach unserem Lied,
bis ein Netz aus Sternen
die Welt umspannt,
der Augenblick schweigt
und der Tag neu erwacht.
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Ein Versuch

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Ein Stern
in meinen Händen
-es scheint er träumt-
ich umschließe ihn sacht,
damit er sich nicht erschreckt –

ein Schneestern
er schmilzt
zurück bleibt ein Tropfen
in hohler Hand –

wie eine Träne,
die Wärme sucht
und sich im Unbekannten
schützend findet.
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