Abendwind

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Im Abendwind lausche ich
– zu hören –
deiner Stimme Klang

mein Herz ist weit,
wie der Himmel über mir

wo ist deine Hand,
die meine greift und
deine Wange, die meine streift

im Abendwind zieht Sehnsucht
sanft durch meine Seele
und legt sich nieder,
wie eine verlorene Träne.
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Wolkenschiff

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Wolken ziehen am blauen Himmel
Gedanken kommen und gehen
dazwischen vielleicht eine Träne –

heimatlos stehe ich am Ufer
Mond und Sterne spiegeln sich
im Fluss der Gefühle –

in der Frühe singt ein Vogel
rätselhaft verrinnt die Zeit
im Weltenlauf des Seins –

still empfange ich Freude
in meiner entrückten Seele
die sich zum Himmel streckt –

was wendet sich der Sehnsucht zu
wenn nicht die Liebe
in ihrer Unfassbarkeit –

die Sonne wirft ihre Strahlen
über die Erdenschwere
ich warte auf ein Wolkenschiff
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Sonnenworte

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Endlich ergreifen Sonnenstrahlen meine Augen.
Lichtsterne tanzen wie auf blau-grauem See.
Ein Blinzeln, ein Blick –
gedanklich ziehe ich Linien aus Worten
und lasse sie zu dir hüpfen.

Nimmst du sie auf, die Worte,
-wie das Sonnenlicht durch deine Augenfenster-
als wären sie schimmernde Tränen
zärtlich aus der Seele gestrichen,
gewandelt in Sonnenworte nur für dich.
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Aufgehoben sein

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Nimm mich in den Arm
und wiege meine Träume,
dass ich schlafen kann
im Nachtschatten,
der über mich fällt.

Singe mir Lieder
aus der Zeit vor der Zeit,
damit ich vergesse,
dass ich eine Fremde bin
in dieser Welt.

Trockne meine Tränen
und zeig mir dein Lächeln,
dann weiß ich,
dass ich in dir aufgehoben
und nie verloren bin.
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Wirkung

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Kein sanftes Gefühlswort
geht an mir vorbei
ohne zu wirken,
etwas zu be-wirken –
jede Berührung meiner Seele
bringt mir liebende Nähe,
trocknet Tränen
und lässt mich
für einen Augenblick
meine Welt vergessen,
in der ich eingesponnen bin
wie in einem Kokon.
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Resonanz

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Matt spiegeln sich Träume
im Fensterglas –

vorbeiziehende Wolken tragen
Sehnsucht ins Himmelsweit –

zwischen zwei Atemzügen
ein Knistern –

etwas tritt in Resonanz
und streichelt die Seele –

Gefühle tanzen voller Hingabe
in der Stille des Herzens –

eine Träne sucht den Weg
durchs Labyrinth
und hinterlässt liebend eine Spur
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Wartende Momente

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Wartende Momente ziehen vorbei
wie in einer Endlosschleife.

Ach könnte ich nur
einen einzigen Schritt setzen
auf neuer Spur,
in unbekanntes Land,
weg von ausgetretenen Pfaden –
mitten hinein,
in aufblühende Momente
verblassender Träume –
einen Weg bahnen
durch Schatten und Tränen,
mich selbst an der Hand nehmen
und gehen, immer weiter gehen
bis der Fluch der tausend Ängste
endlich restlos zerrinnt.
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Etwas bleibt

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Aus dem Radio dröhnt laut Musik.
Lauter, immer lauter dreht sie die Töne auf. Töne, die tief in ihre Seele dringen.
Sie singt mit, laut, immer lauter und sie möchte schreien, alles herausschreien, was in ihr bebt.

Manchmal gelangt sie an diesen Punkt, an dem es fast nicht mehr auszuhalten ist und dann muss es raus, all der Schmerz der seelischen Wunden, die nicht geweinten Tränen, auch Wut.
Alles was in ihr lebt und doch nie gelebt wurde, unterdrückt dahin schwelt wie ein Schwelbrand, der alles mit der Zeit verkohlt und zerstört, bis alles in Asche zerfällt.

Aber nein, nicht alles zerfällt, es bleibt etwas übrig. Immer bleibt etwas übrig, solange das Leben weitergeht.

Verflixt nochmal, immer diese Auslöser, die alles durcheinanderbringen, was sonst so schön versucht wird, unter Kontrolle zu halten. Dabei weiß sie doch ganz genau, dass das nicht möglich ist. Sie weiß auch wie schädlich es ist, aber sie kommt nicht dagegen an.

Alles gerät aus den Fugen. Es scheint, die Welt gerät aus den Fugen, also warum sollte sie dann verschont bleiben. Sie ist schließlich ein winzig kleines Teil dieser Welt, dieses Lebens, dieses Seins und somit kann sie gar nicht verschont bleiben.

Das Radio ist still, keine Töne mehr zu hören. Langsam ebbt die aufgewallte Woge ab. Sie schaut aus dem Fenster und beobachtet die schnell dahinziehenden Wolken, die ein wenig blauen Himmel freischaufeln. Die Blätter der Bäume wiegen sich im Wind hin und her.

Was jetzt, fragt sie sich selbst. Ein neuer Wellenzyklus beginnt. Ebbe und Flut, kommt ihr in den Sinn. Die Flut, die alles überfluten kann, wenn sie über das Ufer tritt und alles wegschwemmt, alles Geröll mit sich nimmt und immer einen Weg findet, weiter zu fließen, bis alles wieder abebbt und verrinnt.

Vielleicht sollte sie das Radio wieder anschalten und tanzen, nach den Tönen, der Melodie, die sie im Rhythmus davon trägt, mal schnell, mal langsam, dann wieder wild ekstatisch. Alles aus sich herausschütteln im Drehen, bis nichts mehr bleibt.

Ach ja, etwas bleibt immer, fällt ihr wieder ein und das ist gut so. Schließlich scheint die Sonne auch immer wieder in den Tag hinein nach dunkler Nacht, nach jedem Unwetter und wärmt mit ihren Strahlen, bringt Licht und lässt neues Leben gedeihen.
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Brücken

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Während laut Regen
ans Fenster prasselt,
fallen unmerklich Tränen
in tiefen Grund –
leise Melancholie zieht
mit den Flüssen,
verwunschene Träume
schaukeln im Wind –
mit dem Finger
ziehe ich Linien,
wie Brücken,
darauf geht mein Herz
leichter durch die Nacht.
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Wir könnten..

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Wir könnten unsere Träume leben lassen
in unserer Fantasie,
dort sind keine Grenzen gesetzt,
alles ist möglich,
wir schreiben uns neu und frei.

Wir könnten Wolken schieben
und Sterne zählen,
im Mohnblumenfeld versinken,
leuchtende Momente
Tag für Tag,
Nacht für Nacht,
neu erschaffen.

Wir könnten Segel setzen
und davon segeln,
bis weit hinter den Horizont,
wo sich neue Träume erheben
aus unseren Seelen,
die miteinander verschmelzen,
wie Tränen,
die zusammen fließen
und als Morgentau glitzernd erwachen.
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Wie viele…

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Wie viele Worte schlummern
in einer nicht geschriebenen Geschichte…

Wie viele Gefühle schlummern
in einem nicht gelebten Herzen…

Wie viele Lebensstunden vergehen
in nicht gewagten Möglichkeiten…

Wie viele Tränen versickern
im nicht wahrgenommenen Sein…

Wie viel Liebe verströmt sich,
bevor das Glück der Träume
anfängt mit den Sternen zu tanzen…

..
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Vielleicht

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Vielleicht kann ich dich ertasten,
wenn es still ist
und die Sterne in mir tanzen,
die ich einst vom Nachthimmel
in mich hinein träumte,
um der Einsamkeit zu entgehen
und dem kühlen Hauch,
der ständig um mich weht.

Vielleicht kann ich mich erwärmen,
wenn es still ist
und in meinen Tränen
sich eine Seele spiegelt,
die mich sanft beruhigt,
wie leise wogendes Wellenrauschen,
weil ich weiß,
sie empfindet so wie ich.
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Ein Versuch

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Ein Stern
in meinen Händen
-es scheint er träumt-
ich umschließe ihn sacht,
damit er sich nicht erschreckt –

ein Schneestern
er schmilzt
zurück bleibt ein Tropfen
in hohler Hand –

wie eine Träne,
die Wärme sucht
und sich im Unbekannten
schützend findet.
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Ein Bild

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Sanftmütig ist die Sonne,
wenn sie mit ihren Strahlen
zärtlich mein Gesicht streift,
dabei tief meine Seele berührt,
ungeweinte Tränen trocknet
und wie ein stiller Trost
sich wärmend um mich legt.
Dann entsteht ein Bild in mir
von später flammender Blüte,
die die Traurigkeit durchbricht
im zugewandten Licht der Liebe.
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Hoffnungsstilles Sein

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Matt schimmernd
spiegelnde Seele
im Fluss der Tränen –

hinfort spülend
all die Traurigkeit
verbrauchten Lebens –

gereinigter Augenblick
zeigt sich dem Morgen
im neuen Farbenkleid –

kurz fallend die Maske
trügerischen Abbilds
zerronnener Schatten –

wegweisend erscheint
klares Seelenbild
im reflektierten Licht –

Aufbruch und Wandel
ewiges Sehnen
in hoffnungsstillem Sein
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Kleiner Vogel

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Flieg kleiner Vogel –
bald weicht die Kälte
und Wärme legt sich
nieder in dein Federkleid.
Sing kleiner Vogel –
dein Lied ist glockenrein
und klingt hoffnungsvoll
in empfänglichen Seelen.
Flieg kleiner Vogel –
ich schaue dir hinterher,
meine Tränen benetzen
einen endlosen Traum,
mit deinen Flügelschlägen
in offene Weite getragen.
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Stilles Sehnen

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Wenn stilles Sehnen
sich im Herzen niederlegt,
gefiltert aus endlosen Träumen –
das Jahr sich dem Ende neigt,
wie das Vergehen der Sommerblütezeit –
bleibt Melancholie in blassen Farben,
Tränen versickern stumm –
bis der Vogel wieder zaghaft
sein Lied anstimmt
und Hoffnungstöne ins Dasein bringt.
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Berührungsmomente

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Es gibt immer wieder diese Momente,
die mich ergreifen und berühren,
mit oder ohne Tränen.
Es braucht nicht viel,
ich kann es nicht erklären –
zu viel Gefühl, zu sensibel,
zu zart besaitete Nerven.
Gefühlsregungen, Sehnsüchte,
seltsame Stimmungen,
die nicht in diese Welt zu passen scheinen –
die mich erfassen und wegreißen,
manchmal auch verzaubern,
etwas in mir Aufwühlen
und wie flutende Wellen an Land spülen.
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Jedes Mal

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Jedes Mal,
wenn ein Sternenwort
in dein Herz fällt
und deine Seele berührt,
wirst du wissen,
jemand denkt an dich.
Jedes Mal,
wenn du lächelst
ziehen Wolken weiter,
die die Sicht trüben
und das Leuchten der Sterne
verzaubert mein Sein.
Jedes Mal,
wenn das Vermissen
uns überfällt,
werden Sonnenwinde
unsere Tränen trocknen
bis alle Schatten fliehn.
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Entgegensehen

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Wie versteckt sind deine Tränen,
die mich auch ungeweint erreichen
und tief in meine Seele tropfen.

Wenn du kommst, bin ich da –
die Bäume werden flüstern,
die goldenen Ähren sich wiegen
im sanften Abendwind.

Ineinander verwobene
Träume und Ängste
versinken im Glutrot
der untergehenden Sonne.

Eine Woge von Innigkeit
erfasst zitternde Nachtschatten,
die zärtlich umschlungen,
dem hellen Morgen
erwartungsvoll entgegensehen.
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lautlos

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Vielleicht liegt es am Regen,
der traurig dunkle Wolken verlässt
und sich in Rinnsalen sammelt
wie ein fließender Tränenfluss –

kein Vogel singt, kein Flügelschlag,
alles eingehüllt in tiefes Schweigen,
lautlos auch mein Sehnen –

ach, lass den Nachtvogel singen,
damit sein Lied meine Seele durchzieht
und dein Wesen in mir leuchtet.
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Ein Fremder ganz nah

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Wie kann es sein,
dass ich in deinen Worten finde,
was ich nicht zu sagen vermag.
Als schriebest du direkt
aus meiner Seele heraus –
jedes einzelne Gefühl,
alles was ich je ersehnte,
was lange schon in mir lebt und bebt,
auch jeden Schmerz und jede Träne.

Wie kann es sein,
dass ich mich in dir finde,
in all meinen Träumen und Wünschen,
im Klang deiner Worte,
die in mir sprechen, wie die meinen.

Deine Suche ist meine Suche,
du bist mir näher als nah,
berührst mich tiefer als tief.
Deine Liebe ist meine Liebe,
die in uns blüht und uns umgibt
wie ein zartschimmernder Schleier,
der sich zwischen uns gelegt,
nur hauchdünn vom Erkennen getrennt.
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Kein Halt

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Kein Halt,
wenn ich untergehe,
mich verliere,
um mich neu zu finden.

Ich bin müde
vom vielen Erklären,
vom Ertragen,
vom Warten –
ausgebrannte Seele,
gelöschte Feuer,
Verglühen Tag um Tag.

Tränen fließen im Fluss
der Unentrinnbarkeiten,
ein reißender Strom
durch alle Gefühlslagen
bis in dunkelste Tiefen.

Kein Halt,
wenn ich falle
in den wartenden Moment,
der nicht kommt,
weil es kein
Rückwärtsleben gibt
und im Vorwärts nur
Vergänglichkeit winkt.
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(Der Song hat meine Stimmung verstärkt, inspiriert…wie auch immer…
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http://youtu.be/S235NJArx4Q )
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Träumereien

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Steig ein in meine Träume,
lass uns fliegen
durch Wolken und Stürme,
lass uns tanzen
im warmen Sommerregen,
solange drehen
bis uns schwindelig wird
und alle Tränen sich lösen –
lass uns fallen
in bodenlose Tiefen,
um dann zu finden den Ort,
der uns hält und trägt,
an dem Licht und Schatten
zusammenfällt,
wo Liebe frei atmen kann
und eine neue Dimension
in uns selbst erwacht.
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Ach..

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Ach, wie groß ist dein Schmerz,
wieviel Tränen weinst du?
Ach sag, deine Trauer,
wann geht sie?
..und warum weiß ich davon,
wo ich doch nichts weiß.
Welches Geheimnis
verbirgt sich im Leben
und welches im Sterben.

Ich schau zu den Sternen,
der Blick in die Weite,
die mich umfängt.
Ach, erzähl mir
von deinem Sehnen,
das in dir ist,
mal leise schlummernd,
dann laut und fordernd
und niemals erlischt.

Ach, weißt du
Sterne explodieren,
Welten gehen unter
und formen sich neu.
Wir kommen und gehen,
sind Wanderer durch
Zeit und Raum hindurch,
nicht nur in unseren Träumen
und irgendwo gibt es
immer wieder
einen Anfang und Licht.
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Schatten

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Tränen fallen
lautlos in die Nacht
und hallen
wie Hammerschläge
in der Dunkelheit,
um sich Gehör
zu verschaffen
und Schatten zu vertreiben.

Schatten, die versuchen der Seele
Licht und Sicht zu nehmen.
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Leise..

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Leise Stunden wünsche ich mir
im herbstlichen Sonnenschein,
atme den Duft von Vergänglichkeit
und letzten blühenden Blumen ein.

Stille senkt sich in meine Seele,
Vergangenheit ruht sanft,
ein neuer Tag im Morgenlicht
sich durch Nebelschwaden bricht
und letzte Tränenspuren
aus meinem Herzen wischt.
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Still schweigt die Nacht

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Still schweigt die Nacht,
ihr Sterne, leuchtend und nah,
so wachet und hütet
im nächtlichen Sein,
bis das der Tag sich lichtet
und aller Irrtum gesichtet.

Viele Bahnen gezogen
in dunkler Nacht,
viele Tränen geweint
auch manchmal gelacht,
im Dunkeln gewandelt,
ihr Sterne wart mir Licht
und dankbare Zuversicht,
in eurem Strahlen Glanz
ich nachts Heimat fand.

Still schweigt die Nacht,
Mondlicht Dunkelheit bricht,
darin einsame Tränen glitzern,
zerstäubend unterm Sternenzelt,
Seelen sich weit öffnen –
Licht gemeinsamen Weg erhellt.
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(unverändert aus meinem Fundus)
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Perlentraum

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Wir könnten uns eine Insel träumen,
auf der wir zusammen tanzen und lachen
und manchmal
vielleicht auch ein bisschen weinen,
aber das macht nichts,
weil das Meer die Tränen aufnimmt
und irgendwann in einer Muschel
eine Perle heranwächst,
in der eine Geschichte lebt,
die von Sehnsucht und Liebe erzählt,
und mit der Perle weitergetragen wird,
die in ihrer Schönheit erglänzt.
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Gleichgewicht

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Ich versuche mein Gleichgewicht zu finden,
während ich über Gedankenreihen balanciere –

als könnten sie mich tragen.

Wo sind meine Flügel,
um schwerelos zu schweben in Himmelsweit –

aber ich bin doch kein Engel,
nur ein tränenschweres

Erdenkind.
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Ein…

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ein Knistern
ein Flüstern
eine sanfte Berührung

Spur gelegt
Brücke geschlagen

ein Augenblick
ein Atemzug lang

innehalten

ein Spalt öffnet sich
zwischen den Worten
zwischen den Zeilen
zwischen zwei Gedanken

Wärme strömt
verströmt sich

eingefrorene Gefühle schmelzen
Tränen fließen

ins Auffangbecken
des Herzens
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Tränendes Herz

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SDC16293

Im Frühjahr blüht das Tränende Herz,
zu einer Jahreszeit,
in der eigentlich viele verliebte Herzen tanzen.

Schon merkwürdig diese Symbolik,
die man darin sehen kann
oder auch nicht.

Für mich ist es gerade Symbol
für mein gebrochenes, weinendes Herz.

Es ist aufgebrochen und viele Tränen
sind herausgeflossen.
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Jetzt ist es leichter,
ein Teil der Schmerzen ist in einem Rinnsal weggeflossen
und hat Platz für Erkenntnis geschaffen:

Ich darf jederzeit hoffen und vertrauen,
nur nicht auf Worte und Menschen bauen.
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DU

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(Teil 1)

Es klingelt. Ich öffne die Tür. Du stehst da, einfach so und lächelst mich an. Ich bin wie erstarrt, fassungslos, sprachlos. Wie angewurzelt verharre ich. Sind es Sekunden oder Minuten, ich weiß es nicht. Die Zeit ist stehengeblieben. Der Raum, indem ich mich befinde, existiert nicht mehr. Alles verschwimmt im Fluss der Tränen. Du gehst einen Schritt auf mich zu, wischt mir die Tränen aus den Augenwinkeln, hältst für einen kurzen Moment mein Gesicht in deinen Händen. Ich spüre deine Sanftheit. Dein verständnisvoller Blick trifft genau in meine Augen und durchdringt mich. Du schaust in die Tiefen meiner Seele, in mein Herz, in meine Schattenreiche und erkennst mich, erkennst dich darin, findest mich ungeschützt und ohne Halt.

Jeglicher Widerstand in mir löst sich auf und ich sinke in deine Arme, versinke in deiner Umarmung, falle ins Bodenlose meines Seins, erwache in die Wirklichkeit des beginnenden Tages, in die Morgendämmerung, in die du mich führst……………
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Eine Abmachung

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Sie hatte eine Abmachung mit sich selbst getroffen. Niemand wusste davon, es war ihr Geheimnis und Geheimnisse gehen schließlich niemanden etwas an. Oder vielleicht doch? Sie kam ins Grübeln. Als sie die Abmachung traf, war es noch ziemlich am Anfang einer wunderbaren Begegnung.
Begegnungen gibt es immer wieder im Leben, manche verflüchtigen sich bald, manche lassen Freundschaften entstehen, manche dümpeln so vor sich hin und man weiß nicht so genau, was es denn eigentlich ist. Es kommt auch vor, dass eine große Nähe und Vertrautheit entsteht. Das ist etwas Wunderbares und Kostbares und wie ein Schatz zu hüten.

Plötzlich war da diese eine Begegnung, die von Anfang an so vertraut war, so innig. Sie spürte diese Besonderheit, diesen Zauber. Aber schon nach kurzer Zeit dieses Funkensprühens gab es diesen einen Moment, wo alles zu kippen drohte. Dieser Moment fand in ihr statt, ganz im Stillen und nur sie selbst kannte den Auslöser dafür. Es hatte auch nur mit ihr selbst zu tun, das wusste sie und deshalb war sie still, sagte nichts und traf eine Abmachung, eine Abmachung mit sich selbst.

Sie war davon überzeugt, sich immer daran zu halten und immer schön darauf zu achten, dass niemals diese magische Grenze überschritten wird. Schließlich war sie geübt darin, ihre Gefühle im Zaum zu halten und die Tränen lautlos nach innen zu drücken. Keine Bruchlandung mehr, kein Schmerz, der sie in Stücke reißt. Nein, das würde sie nicht überleben, wo sie doch noch immer dabei ist, Risse zu nähen.

Eine Zeitlang ging das ganz gut, sie wehrte sich mit aller Macht, etwas zuzulassen, was ihr so fremd geworden ist. Sie kämpfte wie wild dagegen an, obwohl sie sich nie als Kämpferin bezeichnen würde. Sie redete sich ein, alles unter Kontrolle zu haben.

Nach und nach, fast unbemerkt, schlich sich eine Art Lockerung ein und gab Raum für kleine Momente aufkommender Freude, wie Licht, welches durch einen Spalt der Fensterläden fällt. Sie lächelte und sie weinte und sie fing an die kleinen Momente zu genießen. Doch immer wieder krabbelte da diese ‘Ermahnung‘ in ihr hoch, die sie an die Abmachung erinnerte.

Sie haderte und haderte, mit sich selbst, mit der Abmachung, mit dem Leben und anstatt die Fensterläden weit zu öffnen lugt sie immer nur ganz vorsichtig hinaus, blinzelt ins Licht, lächelt, tritt einen Schritt zurück und vergräbt sich in der Dunkelheit ihrer vergangenen Schatten und Ängste.
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Seltsame Stimmung

Ich bin heute früh schon mit so einer seltsamen Stimmung aufgestanden.
Jetzt, nachdem so langsam der Lärm und das Getöns des Alltags ruhiger wird,
bricht diese seltsame Stimmung wieder durch, macht sich sehr eindringlich bemerkbar.

Von welcher Stimmung spreche ich?

Es ist wohl so ein Cocktail aus Melancholie, Wehmut, Traurigkeit
und einer unglaublichen Sehnsucht.
Oft bin ich in solch einer Stimmung still, wortlos, tränenreich,
aber nun fließen zu den Tränen gerade doch ein paar Buchstaben in die Tasten.
Die Seele möchte sich befreien von all der Last und Schwere
und doch finden sich nicht die richtigen Worte,
die meiner Stimmung angemessen Ausdruck verleihen könnten.

Vielleicht muss ich auch genauer hinhören,
in mich hinein hören,
in mein Herz,
in meine Seele,
um zu begreifen.

Ja, so wird es sein,
ich muss die Lärmquelle
meiner eigenen Gedanken drosseln
und lauschen……………..