Seltsam

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seltsam
wie Worte
manchmal wirken
auseinander oder
zusammen gehn

seltsam
das Leben
im Zeitenlauf
all die Schwere
und das Vergehn

seltsam
mancher Augenblick
wie verzaubert
wenn etwas Schönes
deine Seele trifft
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Zurück bleibt

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ach könnte der Wind
meine Gedanken zerstieben
mich befreien
von quälender Gedankenlast

ein blank geputztes Kopfhaus
nur der Schlafsand darf bleiben
um endlich zu ruhen und
einzutauchen in erholsame
nächtliche Stunden

dann können Träume wieder
durch meine Seele ziehen
wie Flugvögel auf ihrer Reise

und zurück bleibt
eine Feder, ein warmes Nest
Himmelstränen
die das Herz
liebevoll erweichen
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Poesiebrücke

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eine unsichtbare Brücke
von Stern zu Stern
wir traumwandeln
du und ich
ich und du
wir

alles ist flüchtig
Poesie bleibt
verbleibt im Herzen
in der Seele
im Traum

transportiert
Worte und Gefühle
manchmal eine ganze
gedankliche Zauberwelt

immerfort spazieren wir
über Brücken
von hier nach dort
von Gedanken zu Gedanken
von Herz zu Herz

wir gehen nicht verloren
sogar im Sternenfall
finden wir uns
Hände reichend
traumsicher
für immer
.

Berührbar bleiben

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Manchmal sind wir
wie wiegende Gräser im Wind
dann wie Schneeflocken
kurz vor dem Schmelzen
doch immer sind wir
und träumen und warten
und gehen durch die Zeit

manchmal schauen wir
sehnsuchtsvoll nach oben
und die Sterne geben uns
leuchtende Zeichen –
wir leben und lieben
schenken uns gegenseitig Licht

das Schöne und Besondere
darf nie zerstört werden
damit es immer und jederzeit
unsere empfindsamen Seelen
mit Freude erfüllt
und wir berührbar bleiben
in einer gefühlsarmen Welt
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Novemberlicht

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Novemberlicht
steigt aus dem Nebel
ein Hauch Melancholie verfliegt

ruhig liegt der See
und spiegelt Stille
nach der sich die Seele sehnt

wie im Traum tauchen Bilder auf
von einem Ort geheimnisvoll
an dem das Herz sich freudig bewegt

und wie aus dem Nichts
formen sich Töne zu Worten
in die Welt geflüstert für dich
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Damit sich Liebe verfängt

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Dein banger Blick
gebettet auf Wolken
ein Lächeln fällt in dich zurück
schon gehen Regentropfen nieder
bewässern karges Seelenland

Pflücke dir Sterne wie Blumen
aber halt sie in der Hand
dass sie nicht verschwinden
wie verlorene Kinder
deren Wesen verkannt

Öffne dich wie eine Schale
damit das Leben in dich fällt
sodass du blühst vor dem Verwelken
und Liebe sich in dir verfängt
bevor du schicksalhaft vergehst
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Vorübergehende

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Im fahlen Licht der Sterne
warte ich auf meine Träume
warte bis du kommst
und mir sagst
wir können gehen
verschwinden in der Nacht

Wir ziehen mit den Wolken
durchwandern Schatten und Licht
zittern wie Blätter vorm Fall
im aufkommenden kalten Wind

Was sind wir
außer Vorübergehende
Fremde
die eine Zeitlang
in dieser Welt sind
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Raumzeitlose

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noch lässt die Kahlheit der Bäume
auf sich warten
langsam nehmen wir Abschied
vom bunten Blätterkleid
rote Blätter fallen nieder wie beschämt
und welken leise vor sich hin

der Sommer ging
mit schnellen Schritten
und auch der Herbst vergeht
wie fliehende Schatten
in seiner tristen Melancholie

wir betreten die Lichtung
die vor uns liegt
lassen uns von Hoffnung tragen
wiegen uns wie Gras im Wind
weil wir in unseren Herzen
raumzeitlose Liebende sind
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Atemlang

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Meine Seele ist empfindsam
und durchscheinend
wie zarte Libellenflügel

flugfähig bin ich deshalb nicht
meine Gedanken und Gefühle
ziehen mit dem Wind

einem sanften Luftzug gleich
kannst du es spüren
atemlang schwebe ich

ein kurzer Flügelschlag
wie tröstliche Worte
verwandelt Dunkles in Licht
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Über den Herbst hinaus..

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Herbst
dein farbiges Blätterkleid
leuchtet im Sonnenlicht –
lebendiger Farbenrausch
bevor alles eintaucht
in Stille und Nebelgrau

komm und deck mich zu
mit deiner Wärme
lass uns unsere Träume bewahren
bis hell gleißendes Frühlingslicht
wieder durch kahle Bäume bricht

wir kehren ein in unsere Seelentiefe
ganzjährig blüht die Rose
in pochenden Herzen
und Liebe wächst weit
über Zeit und Raum hinaus
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Im Flüstern der Sterne

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Die Nacht singt ihr Lied
im fahlen Mondlicht
schimmern kaum wahrnehmbar
ein paar Regentropfen
oder
sind es still verlorene Tränen

im Halbschlaf flüstern Sterne
verstreuen ihre Träume
wie Samenkörner in die Tiefe der Seele

bald schon zerbersten Schatten
im flammenden Morgenrot
Zeit löst sich auf
in immerwährender Liebe
geboren aus einsamster dunkelster Nacht
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Magische Momente

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Es sind diese magischen Momente
in denen Gefühle überborden
die zwei Menschen
füreinander empfinden

in denen Liebe aufgeht
wie tausend Sonnen
und dich fluten
mit Wärme und Geborgenheit

Momente
für immer in die Seele gebrannt
und durchs Universum ziehend
wie eine heilsame Essenz
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Mut

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Schieb den Schatten
von der Seele
bevor du erstickst
bevor es zu spät

schieb die Wolken
fang den Lichtstrahl ein
flieh mit dem Wind
aus zu engem Gewand

greif nach dem Leben
lass es nicht
durch die Finger rinnen
solange Sehnsucht brennt

du bist nicht verloren
wenn jemand an dich denkt
der Himmel dich küsst
und Liebe sich schenkt
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Knistern

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es knistert
wenn nachts ein Traum erwacht
fortgespült alle Tränen
schwerer Tageslast

es knistert
wenn der Mond sich spiegelt
in Fensterscheiben
und Magie in die Nacht einbricht

es knistert
wenn sich zwei Herzen berühren
von Sternen umarmt
und von Sehnsucht getragen

es knistert
wenn morgens Vögel ihr Lied anstimmen
und du weißt
nur Liebe hält und erhellt dein Leben
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Elfengleich

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Du legst Sterne
in meinen Seelenraum
oder
ist es dein Leuchten
in der Nacht –

wenn das Mondlicht
mit den Wellen schaukelt
und Wassergeister rufen
ziehst du mich empor
mit deinem Liebesherz

dann dichtet die Muse in mir
elfengleich
und verzaubert das Wort
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Traumverwandt 

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Fremder
deine Träume
sind den meinen verwandt
unsere Seelen ziehen
gemeinsam durch die Nacht

wenn Sehnsucht entflammt
zerstäuben einsame Sterne
und wurzeln feurig
in wartenden Herzen

spürst du diese Kraft
die sich aus Träumen speist
und alle Nachtschatten
sowie Ängste durchdringt
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Erspüren

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Möchte aufsteigen
und schweben
wie ein Luftballon

Wolken schieben
tanzen im Regen

über Sternenbrücken laufen
den Mond umarmen

Herzblumen pflanzen
Traumspuren legen

durch Mohnfelder streifen
in Lavendelküssen schwelgen

dein Seelenhaus besuchen
und dein Wesen erspüren
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Irgendwann

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Irgendwann
erkennst du das Muster
der Sterne
und des Schicksals Lauf –
die namenlosen Rufe
des Herzens
untröstlich in Träume gebettet

Irgendwo
zwischen zwei Atemzügen
schwebt Hoffnung
und der Liebe endlose Kraft –
das grenzenlose Sehnen
der Seele
ein Leuchtzeichen Tag und Nacht

Irgendwann
öffnet sich der Himmel
auch für dich
und flammend blüht der rote Mohn –
das fließende Leben
tropft erneut
schicksalsträchtig in die Schale der Zeit
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Abendwind

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Im Abendwind lausche ich
– zu hören –
deiner Stimme Klang

mein Herz ist weit,
wie der Himmel über mir

wo ist deine Hand,
die meine greift und
deine Wange, die meine streift

im Abendwind zieht Sehnsucht
sanft durch meine Seele
und legt sich nieder,
wie eine verlorene Träne.
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Wolkenschiff

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Wolken ziehen am blauen Himmel
Gedanken kommen und gehen
dazwischen vielleicht eine Träne –

heimatlos stehe ich am Ufer
Mond und Sterne spiegeln sich
im Fluss der Gefühle –

in der Frühe singt ein Vogel
rätselhaft verrinnt die Zeit
im Weltenlauf des Seins –

still empfange ich Freude
in meiner entrückten Seele
die sich zum Himmel streckt –

was wendet sich der Sehnsucht zu
wenn nicht die Liebe
in ihrer Unfassbarkeit –

die Sonne wirft ihre Strahlen
über die Erdenschwere
ich warte auf ein Wolkenschiff
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Momente des Glücks

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Wenn wir die Tage rückwärts zählen,
die Vergangenheit sich löscht,
können wir dann das Glück einfangen
oder ist es trotzdem schnell wieder weg.

Nichts ist so flüchtig,
wie Momente des Glücks
und wie schön, wenn ein Augenblick
dieser Erfüllung uns streift.

Wie Schätze sammeln wir die Erinnerung
an Besonderheiten, die uns nähren,
von Nähe, die Schatten verwischt
und lächelnder Spuren im Gesicht.

Was könnte schöner sein,
als der Moment der Berührung
zweier Seelen, die sich einander
halten und in der Tiefe spüren.
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Sonnenworte

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Endlich ergreifen Sonnenstrahlen meine Augen.
Lichtsterne tanzen wie auf blau-grauem See.
Ein Blinzeln, ein Blick –
gedanklich ziehe ich Linien aus Worten
und lasse sie zu dir hüpfen.

Nimmst du sie auf, die Worte,
-wie das Sonnenlicht durch deine Augenfenster-
als wären sie schimmernde Tränen
zärtlich aus der Seele gestrichen,
gewandelt in Sonnenworte nur für dich.
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Innenschau

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Schau
der Mond wandert über den See
ein Uhu ruft und zerreißt die nächtliche Stille
gespenstisch lacht ein Spiegelbild im Dunkeltraum
Bäume kichern knarzend im Wind
aufgescheuchte Nachtvögel flattern
hinter zitternden Augenlidern
Schatten steigt auf wie eine drohende Wolke –

Schau
Sterne beugen sich in den Morgen
Asche fällt vom Himmel wie verbrannte Ängste
nichts bleibt wie es war, bis ein Sturm
den Grauschleier von der Seele fegt
die Kammern des Herzens wieder belebt
und wie von einem Blitzstrahl getroffen
ein Leuchten durch den Innenraum zieht
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Gehäutet

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Gehäutet vom Schicksal
wandelnd durch das Dornental
hallt der Seele Ruf
und bleibt nicht unerhört –

öffne die Hände wie eine Schale
empfange das Leben
in allen Farben und Nuancen
lass dich streicheln vom sanften Wind
der Hoffnungssamen weiterträgt –

gehäutet vom Schicksal
fällt Altes und Enges ab
lüftet dunkle Vergangenheit
und löst sich auf im Nichts –

fange Träume und Leuchten
von pulsenden Sternen ein
lege deine Seele vertrauensvoll
auf des Vogels Schwingen und
fliege durchs Schattenreich ins Licht
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Licht

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Zwischen den Sternen
ausgespannt ein unsichtbares Band,
haltend wie Hände,
Herz und Seele umfassend,
schützend vor des Schicksals Wucht.

Niemand geht verloren,
der im Herzen wohnt,
Seelen schenken sich Licht.

Zwischen den Sternen
ausgespannte Flügel,
wie von tanzenden Schmetterlingen,
kleinen zart singenden Vögelchen –
leuchtende Klangfäden
in tiefster, dunkelster Nacht.

Bald blühen wieder Hoffnung und Leben,
wie Bäume und Blumen
im wiederkehrenden Frühlingslicht –
Helle zieht in den Innenraum,
vertreibt Schatten und legt sich
sanft schützend um dich.
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Hautnah

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Hautnah
möchte ich dich spüren –
deinen warmen Atemhauch,
wie zur Schneeschmelze im Frühling
dein leises Flüstern,
wie Schallwellen in die Seele gespült
deine weichen Lippen,
wie flatternde Blütenblätter im Wind

hautnah
öffnen sich alle Poren,
wie Kelche vom Sonnenstrahl geküsst –
hautnah
du und ich
entblätterte Seelen,
wie tanzende Sterne im Ewigkeitslicht
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Widerhall

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Tief
unter all den Schichten
von Schatten und Schein
schläft ein Vögelchen
mit gestutzten Flügeln

Träume
eingebettet im Gefieder
weben lebhafte Muster
durch die Sehnsucht fällt

Leise
hinter geschlossenen Augen
tropfen Tränen in die
Klangschale der Seele und
schwingen bis zum Widerhall
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Schneebedeckt

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Wie schneebedeckt sind manche Worte,
liegen schlummernd unter der Oberfläche –
ungesagt, noch nicht einmal gedacht.

Wie ein Kribbeln auf der Haut,
sind sie zu spüren,
nicht die Worte selbst,
sondern das Vibrieren der Seele –
wie der Harfe Klang
in einer spiegelklaren Nacht.
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Laute Stunden

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Laute Stunden sind vergangen,
in denen sich Stille sehnte nach Stille,
als wollte sich die Nacht in den Tag legen,
damit Träume sich neu erwecken,
um nur nicht verloren zu gehen.

Wie ein Geheimnis steigt der Morgen
aus der Dämmerung ins Licht,
als wollte Sehnsucht sich
in alle erwachenden Sinne heben,
um zu erinnern an des Lebens Sein.

Niemals wird in lauten Stunden
ein ahnendes Bild entstehen,
nur leise schält sich aus der Stille
ein Gefühl für die Dinge,
die durch die Seele ziehn.
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Aufgehoben sein

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Nimm mich in den Arm
und wiege meine Träume,
dass ich schlafen kann
im Nachtschatten,
der über mich fällt.

Singe mir Lieder
aus der Zeit vor der Zeit,
damit ich vergesse,
dass ich eine Fremde bin
in dieser Welt.

Trockne meine Tränen
und zeig mir dein Lächeln,
dann weiß ich,
dass ich in dir aufgehoben
und nie verloren bin.
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Wessen..

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Wessen Herz ist nicht zerrissen
oder verschlissen vom wilden
Pochen weit über die Zeit hinaus –
wie eine Blüte vom Stängel gerissen,
gefallen zwischen Lüge und Traurigkeit.

Wessen Liebe ist edel und rein,
wie glitzernder Morgentau im Licht –
der tropfe zuerst sein heißes Blut
in frischen weißen Schnee,
bis die letzte Illusion erlischt.

Wessen Seele wandelt nicht
auf steinigen, schmerzvollen Pfaden,
bis die Erschütterung ihn trifft –
dass nichts und niemand hier auf Erden,
die dunklen Schatten nehmen kann
und all das zerstörerische Gift.
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Was ist es

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Was ist es,
das mich weit wegträgt,
weg von mir selbst,
eine Reise ins Nirgendwo
und doch nur hier –
ein Raum ohne Fenster und Tür,
ein Ort indem sich die Sehnsucht
verläuft und Gefühle überborden.

Was ist es,
das mich gefangen hält,
gefangen in mir selbst,
mich umher irren lässt
wie eine Fremde –
weit weg von ihrem Planet,
nur eine vage Ahnung,
die in der Seele schwebt.
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