Knistern

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es knistert
wenn nachts ein Traum erwacht
fortgespült alle Tränen
schwerer Tageslast

es knistert
wenn der Mond sich spiegelt
in Fensterscheiben
und Magie in die Nacht einbricht

es knistert
wenn sich zwei Herzen berühren
von Sternen umarmt
und von Sehnsucht getragen

es knistert
wenn morgens Vögel ihr Lied anstimmen
und du weißt
nur Liebe hält und erhellt dein Leben
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Elfengleich

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Du legst Sterne
in meinen Seelenraum
oder
ist es dein Leuchten
in der Nacht –

wenn das Mondlicht
mit den Wellen schaukelt
und Wassergeister rufen
ziehst du mich empor
mit deinem Liebesherz

dann dichtet die Muse in mir
elfengleich
und verzaubert das Wort
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Glanzlichter

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Manchmal sind Worte
wie Glanzlichter im Dunkeln
auf verlorener, wogender See –
sind wie ein Anker
vor dem Versinken,
tragen hinüber ans Ufer
und wärmen bis die Sonne aufgeht.

Unter Trauerweiden gestrandet,
fiebert das Leben nach Leben
und trägt in sich doch Melancholie.

Nachts finden sich Träume,
-weich gebettet zwischen Sternen-
schimmern Gefühle aus Worten
und halten einander fest.
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Momente des Glücks

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Wenn wir die Tage rückwärts zählen,
die Vergangenheit sich löscht,
können wir dann das Glück einfangen
oder ist es trotzdem schnell wieder weg.

Nichts ist so flüchtig,
wie Momente des Glücks
und wie schön, wenn ein Augenblick
dieser Erfüllung uns streift.

Wie Schätze sammeln wir die Erinnerung
an Besonderheiten, die uns nähren,
von Nähe, die Schatten verwischt
und lächelnder Spuren im Gesicht.

Was könnte schöner sein,
als der Moment der Berührung
zweier Seelen, die sich einander
halten und in der Tiefe spüren.
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Geborgen

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Wenn du magst,
dann lehn dich an,
wie an einen uralten Baum –

auch wenn meine Wurzeln
nur locker verankert,
treiben Zweige gen Himmel
und atmen Licht –

vielleicht sind wir auch
wie wankende Halme im Wind,
die sich halten und schützen
und in der Liebe geborgen sind –

manchmal sind wir wie Kreise,
die sich langsam umkreisen
und doch in einem Ganzen
miteinander verwoben sind.
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Aufgehoben sein

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Nimm mich in den Arm
und wiege meine Träume,
dass ich schlafen kann
im Nachtschatten,
der über mich fällt.

Singe mir Lieder
aus der Zeit vor der Zeit,
damit ich vergesse,
dass ich eine Fremde bin
in dieser Welt.

Trockne meine Tränen
und zeig mir dein Lächeln,
dann weiß ich,
dass ich in dir aufgehoben
und nie verloren bin.
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Nah

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Sterne fallen
durch dunkle Einsamkeit –
ich spüre deine Seele,
die mir so nah ist
wie mein Spiegelbild –
lass uns fliegen
durch Licht und
Schattenräume,
durch Raum und Zeit,
bis alle Ängste verbrannt…
bevor das Leben
durch die Sanduhr rinnt
und der Dämon lacht –
lass uns eintauchen
in den magischen Moment,
der wie loderndes Feuer
in unseren Seelenaugen brennt.
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Körperlos

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Körperlos kamst du
mich im Schlaf besuchen.
Ich sah nur die Weite des Himmels.
Mein Blick verlor sich
im Nichts eines Traumes,
bis ich dich spürte ganz nah.
Ein Hauch, ein Kuss,
meine Lippen bebten
und deine Wärme hüllte mich ein,
wie in ein Kleid aus Rosenblättern
voller Liebe und Duft.
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Wirkung

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Kein sanftes Gefühlswort
geht an mir vorbei
ohne zu wirken,
etwas zu be-wirken –
jede Berührung meiner Seele
bringt mir liebende Nähe,
trocknet Tränen
und lässt mich
für einen Augenblick
meine Welt vergessen,
in der ich eingesponnen bin
wie in einem Kokon.
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Leise

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Leise
ein Flügelschlag
ein Hauch
eine Schwingung –
mein Herz stockt
ich spüre den Zauber
der nicht vergeht –
ausgespannt zwischen
Traum und Seele
Seele und Traum –
atme ich tief
den Duft
blühender Sterne
bevor ich sinke
in einsamen Schlaf
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Wir könnten..

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Wir könnten unsere Träume leben lassen
in unserer Fantasie,
dort sind keine Grenzen gesetzt,
alles ist möglich,
wir schreiben uns neu und frei.

Wir könnten Wolken schieben
und Sterne zählen,
im Mohnblumenfeld versinken,
leuchtende Momente
Tag für Tag,
Nacht für Nacht,
neu erschaffen.

Wir könnten Segel setzen
und davon segeln,
bis weit hinter den Horizont,
wo sich neue Träume erheben
aus unseren Seelen,
die miteinander verschmelzen,
wie Tränen,
die zusammen fließen
und als Morgentau glitzernd erwachen.
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Freude

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Manchmal kommen Worte
genau zum richtigen Zeitpunkt –
streicheln die Seele,
erhellen den Augenblick.

Du spürst, wie sich
dankbar ein Lächeln ausbreitet
und sich Freude in den Tag schleicht,
weil jemand an dich denkt
und Anteil nimmt –
an deinem unsichtbaren Leben.
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Tasten

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Wie Fingerspitzen
die sich berühren
und vorsichtig tasten
nach Durchlässigkeit
ihrer Gefühle –
so nähern sich Seelen
in ihrer Empfindsamkeit
und tasten vorsichtig,
zwischen Licht und Schatten,
nach Halt.
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Glückssterne

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Immer wieder platzen Träume wie Seifenblasen
und trotzdem höre ich nicht auf zu träumen,
weil ich im Traum meiner Seele ganz nah bin
und lerne, mein Dasein in Liebe und Schönheit
zu kreieren, bis etwas davon ganz still und leise
in die Welt einbricht und wie ein Zauber
kleine Glückssterne in meinem Herzen tanzen.
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Traumroute

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Wie nah bist du mir
auf deiner Traumroute
zwischen all den Sternen,
dem Funkeln und Strahlen,
dem Locken und Rufen
zartschimmernder Wesen
ferner mystischer Galaxien –
mein Herz pocht laut,
kannst du die Melodie hören,
die in nächtliche Gefilde dringt
und Sehnsucht eine Spur legt
durch Raum und Zeit,
um das Geheimnis zu entdecken,
das sich in die Ewigkeit schreibt.
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Seelenblick

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Immer wieder sehe ich dich
mit meinem tiefen Seelenblick,
wie ein Magnet ziehst du mich zu dir,
drehst dich in meiner Gefühlsspirale,
als wärst du ganz nah bei mir –
doch bist du mir so unbekannt
in der Vielheit deiner Facetten,
die auf mich wirken wie ein Geheimnis,
das mich dich schwer erkennen lässt –
und doch weiß ich zutiefst in mir,
in unseren Seelen spiegelt sich etwas,
das uns verbindet und strahlen lässt.
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Eingesponnen

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Eingesponnen wie in einem Kokon
träume ich dich –
spüre dich durch deine Worte,
die in meiner Seele schlummern,
mir Balsam sind und Wärme zugleich –
so bist du mir jederzeit nah
zwischen Hier und Dort,
jedem Buchstaben, jedem Wort –
bis vielleicht eines Tages,
wenn Mut Feigheit verdrängt,
die Hülle zerplatzt, die Masken fallen
und wir uns finden an befreitem Ort.
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Umkehr

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Schenkst du mir den Tag,
der Helle verspricht,
hervorgegangen aus dunkler Nacht,
damit sprießendes Leben
aus zerronnener Zeit
wieder zur Blüte erwacht.
Alles ist zerflossen,
wohin nur, wohin –
nur ein winzig kleiner Funke
Lebenskraft ist geblieben
und wartet, doch auf was?
Auf Umkehr, auf Rückbesinnung,
auf pulsierendes Strömen jeder Zelle,
wenn mein verlorener Blick
hingebungsvoll nach innen lächelt,
um von der Liebe zu trinken,
die sich speist aus endlosem
Seelentraum und duftenden Rosen
in wiederkehrendem Frühlingslicht.
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Ein Hauch Magie

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Da ist dieser Raum,
der uns umgibt
und der zwischen uns liegt.
In diesem Raum
ist alles möglich –
wie ein Traum im Traum,
in dem wir wandern
durch unsere Welten –
mit Flügeln, die uns beflügeln
in unserer Fantasie –
mit Sehnsucht, die uns trägt
in unserer Einsamkeit –
mit Schritten, die sich nähern
im sich aufeinander zu bewegen,
bis nichts mehr bleibt –
kein Zwischen, kein Spalt,
nur ein Hauch Magie.
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Traumversunken

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Traumversunken lausche ich
dem Lied in mir,
schaue Farben in Schattierungen,
brenne lichterloh im Gefühl
der Verlorenheit eines nie
dagewesenen Augenblicks,
indem ich mich wieder
und wieder finde –
wie eine Erinnerung
aus längst vergessener Zeit,
wie eine Umarmung des Glücks,
wie eine Regung der Seele
äonenlang eingebrannt
und eine Spur zeichnend
durch Zeit und Raum.
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Ein Geschenk

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Wie schön,
wenn jemand da ist,
der beisteht, hält, tröstet,
versteht, annimmt –
egal, ob mit Worten,
Gesten, einer Umarmung,
einem Lächeln,
gedanklich, in Stille,
im Herzen, in der Seele –
egal ob nah oder fern,
bekannt oder fremd.
Es ist wie ein Geschenk
in einer Welt,
in der so viel Kälte herrscht,
so viel Missverstehen,
so viel Unfrieden,
so viel Lug und Trug.
Auch wenn all dies
manchmal schwer fallen mag,
bereits der Versuch
zeigt ein großes Herz,
Menschlichkeit und Stärke.
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Verquer

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Bitte geh nicht,
auch wenn du gar nicht da bist –
es ist so ein beruhigendes,
wärmendes Gefühl,
auch wenn ich es gar nicht
wirklich erklären kann.

Es ist schön,
wenn du da bist,
etwas von deiner Seele zu spüren ist,
auch im Unscheinbaren.

Vielleicht denkst du ja,
dass ich verrückt bin,
vielleicht bin ich das zuweilen sogar –
meine Seele passt in kein Schema
und doch sind ihr Grenzen gesetzt.

Ich weiß nicht,
wohin mich das Leben noch führt,
bisher bin ich nicht angekommen
und vermutlich werde ich das nie –
denn wie kann es Ankommen geben,
wo alles Wandel ist
und ich mich fühle wie
ein Wanderer durch die Zeit.
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Gedanken über das Leben

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Heute wurde dieser ältere Beitrag aufgerufen und ich habe ihn mir nochmals durchgelesen.
Manchmal ist das seltsam im Leben, da befindet man sich in einer bestimmten Stimmung und irgendwas geschieht, was einen noch mehr hineinzieht in diese Stimmung oder in jene Gedankengänge.
Es passt, dieser ältere Beitrag samt Song passt genau heute wieder wie damals
und genau aus diesem Grunde poste ich ihn nochmal.

..und ja, ich denke weiter darüber nach und immer wieder..und DANKE! ans Erinnern..

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…Ich lasse los was ich nicht halten kann
und nur was mir gehört kommt wieder bei mir an….

Schon oft gehört und gelesen diesen Satz, zumindest so sinngemäß,
wie in diesem Song.

In einem Augenblick ist etwas da, im nächsten kann es weg sein.
Das Spiel des Lebens und der Vergänglichkeit.

Es heißt immer, was zu uns gehört bleibt oder kommt zurück.
Ist das wirklich so? Ich hab das auch immer gedacht, bin mir momentan
aber nicht so sicher.

Das ganze Leben unterliegt Veränderungen, Weiterentwicklung, Bewegung.

Es gibt nichts festzuhalten und schon gar nicht etwas zu erzwingen.

Die größtmögliche Freiheit liegt vielleicht doch im beständigen Wechsel
zwischen Nähe und Distanz.
Es kommt mir vor wie ein Einpendeln zwischen diesen Polen.

Darüber werde ich weiter nachdenken.
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Betrachtungsweise

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Wie ein Rädchen in einem Uhrwerk
laufe ich, nur oft anders als vorgegeben,
anders als erwartet,
in meinem eigenen Tempo,
ohne Hast und Eile,
ohne Bedrängnis
zuzulassen, loszulassen –
zu betrachten das Spiel des Lebens,
indem ich meine Kreise drehe
in meiner ganz eigenen Weise,
auch wenn’s seltsam erscheint
oder gar missfällt.

Trotzdem spür ich die Zugkraft
unsichtbarer Fäden –
lasse mich ein
auf das Geheimnis des Seins
gespiegelter Träume,
gespiegelter Sehnsucht
fernab laufender Zeiger, tickender Uhren
zeigt sich Seelennähe hinter Worten,
hinter Schatten und Schein
im zeitlosen Rhythmus und Klang
endlos weiter Sternenräume.
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Warum ist das Wesentliche so rätselhaft,
unfassbar, unbegreiflich –
wie eine Fata Morgana
löst sich alles auf in Nichts
beim Versuch des näheren Betrachtens.

Etwas tritt in meinen Wahrnehmungsraum,
um im nächsten Moment zu entschwinden.
Zurück bleibt ein Eindruck, ein Gefühl,
vielleicht eine Ahnung –
wie beim Blick in die Weite
des nächtlichen Sternenhimmels.

Das Universum, das so unendlich erscheint
und das Gefühl, etwas trägt und hält
in all den Wirren –
und manchmal vielleicht jemand
der uns rätselhaft seelennah ist.
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Entgegensehen

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Wie versteckt sind deine Tränen,
die mich auch ungeweint erreichen
und tief in meine Seele tropfen.

Wenn du kommst, bin ich da –
die Bäume werden flüstern,
die goldenen Ähren sich wiegen
im sanften Abendwind.

Ineinander verwobene
Träume und Ängste
versinken im Glutrot
der untergehenden Sonne.

Eine Woge von Innigkeit
erfasst zitternde Nachtschatten,
die zärtlich umschlungen,
dem hellen Morgen
erwartungsvoll entgegensehen.
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Nähe

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Der Himmel zeigt sich grau,
Töne in Moll schwirren
durch die Luft –
Du strahlst in meine Seele
mit einem Hauch
des Sehnens und der Freude
und für einen Moment
lasse ich mich davontragen
in die Ferne, durch die Weite –
in deine Nähe,
die ich mir selbst bin,
die uns im Herzen
miteinander verbindet,
als gäbe es nur diesen
vom Schicksal erbrachten Sinn.
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Ein Fremder ganz nah

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Wie kann es sein,
dass ich in deinen Worten finde,
was ich nicht zu sagen vermag.
Als schriebest du direkt
aus meiner Seele heraus –
jedes einzelne Gefühl,
alles was ich je ersehnte,
was lange schon in mir lebt und bebt,
auch jeden Schmerz und jede Träne.

Wie kann es sein,
dass ich mich in dir finde,
in all meinen Träumen und Wünschen,
im Klang deiner Worte,
die in mir sprechen, wie die meinen.

Deine Suche ist meine Suche,
du bist mir näher als nah,
berührst mich tiefer als tief.
Deine Liebe ist meine Liebe,
die in uns blüht und uns umgibt
wie ein zartschimmernder Schleier,
der sich zwischen uns gelegt,
nur hauchdünn vom Erkennen getrennt.
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…ja…

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Manchmal ist sie ganz leise
und lebt im Verborgenen,
aber sie ist da, immer,
denn niemals geht es ohne sie.
Ich lasse nie zu, dass sie geht
aus dem Herzen,
denn nur sie ist Kraft und Motor
und erhält am Leben.

Sie hält, sie trägt,
zuweilen verleiht sie Flügel
und auch wenn manchmal
ihre Süße bitter wirkt
ist sie Lebenselixier,
lebendig im Sehnen,
sich beständig verströmend
durch alle Gefühlsregungen
hin zum anderen wandernd –
in der Bejahung
zum Leben und Sein.

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Märchenstimmung

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Wie Rapunzel im Turm
sitz ich gefangen,
mein Zopf ist lang,
aber reicht nicht zum Boden,
im Blick zum Himmel
bau ich Wolkenschlösser,
aber meine Seele atmet schwer.

Ein Klang von fern
durchdringt die Mauern,
erwärmt mir Herz und Gemach,
zaubert magische Momente
in einsame Stunden,
bringt mir Nähe
in die ich versunken,
bis eine Hand mich berührt
und ins Sonnenlicht führt.
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Zauber

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In nächtlicher Stunde
zwischen Schlafen und Wachen
warst du mir ganz nah,
ich spürte deinen Atem,
nah an meinen Lippen
und hörte dein Flüstern
als wärest du da.
Für einen Augenblick
von Zärtlichkeit umfangen,
die sich in meine Seele gelegt,
ein Zauber hat mich eingefangen,
der von jetzt an in mir lebt.

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Sternenzauber

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Milliarden Sterne am Himmelszelt,
Sternschnuppen fallen in die Welt,
glitzernder Schweif am Verglühen,
Schönheit der Nacht am Erblühen.

Ein kurzes Aufblitzen in der Stille,
im Schweigen der Sterne kein Wille,
eingehüllt in nächtliche Gefilde,
eingetaucht in sanfte Milde.

Vom Sternenmeer ganz aufgenommen,
einen Augenblick der Welt entnommen,
unterbrochen der Fluss der Gedanken,
überschritten des Verstandes Schranken.

Stillschweigend in Andacht und Staunen,
geht durch die unendliche Weite ein Raunen,
vom Lichtstrahl der Sterne getragen,
kein Wort kann davon wirklich sagen.

Von Seelenmelodie umwoben,
wie von einem Magnet angezogen,
nur im Herzen zu erkennen,
im Feuer der Urkraft brennen.

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(Ein älteres Gedicht aus meinem Fundus, leicht abgeändert.)
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