Wolkenschiff

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Wolken ziehen am blauen Himmel
Gedanken kommen und gehen
dazwischen vielleicht eine Träne –

heimatlos stehe ich am Ufer
Mond und Sterne spiegeln sich
im Fluss der Gefühle –

in der Frühe singt ein Vogel
rätselhaft verrinnt die Zeit
im Weltenlauf des Seins –

still empfange ich Freude
in meiner entrückten Seele
die sich zum Himmel streckt –

was wendet sich der Sehnsucht zu
wenn nicht die Liebe
in ihrer Unfassbarkeit –

die Sonne wirft ihre Strahlen
über die Erdenschwere
ich warte auf ein Wolkenschiff
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Sonnenworte

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Endlich ergreifen Sonnenstrahlen meine Augen.
Lichtsterne tanzen wie auf blau-grauem See.
Ein Blinzeln, ein Blick –
gedanklich ziehe ich Linien aus Worten
und lasse sie zu dir hüpfen.

Nimmst du sie auf, die Worte,
-wie das Sonnenlicht durch deine Augenfenster-
als wären sie schimmernde Tränen
zärtlich aus der Seele gestrichen,
gewandelt in Sonnenworte nur für dich.
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Gedanken zum Jahresanfang

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Das Jahr ist gewechselt, ein neues beginnt.
Nach jedem Winter folgt der Frühling,
nach jedem Welken das Erblühen.

Etwas geht unter und verschwindet im Nichts,
etwas geht auf und erscheint aus dem Nichts –
als träumte sich in jedes Sterben etwas Neues.

Der Kreislauf des Lebens und Sterbens,
die Traurigkeit der Vergänglichkeit,
die bittersüße Melancholie der Endlichkeit –
eingebettet in die Unendlichkeit….

..
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Wessen..

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Wessen Herz ist nicht zerrissen
oder verschlissen vom wilden
Pochen weit über die Zeit hinaus –
wie eine Blüte vom Stängel gerissen,
gefallen zwischen Lüge und Traurigkeit.

Wessen Liebe ist edel und rein,
wie glitzernder Morgentau im Licht –
der tropfe zuerst sein heißes Blut
in frischen weißen Schnee,
bis die letzte Illusion erlischt.

Wessen Seele wandelt nicht
auf steinigen, schmerzvollen Pfaden,
bis die Erschütterung ihn trifft –
dass nichts und niemand hier auf Erden,
die dunklen Schatten nehmen kann
und all das zerstörerische Gift.
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Durchlässig

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Manchmal fällt
mitten ins Vermissen
ein Wort,
ein Lächeln,
ein Gedanke –
dann wird dir
warm ums Herz
und Sehnsucht
brennt Löcher
in die Stille der Nacht.
Wie durchlässig das Glas,
wenn Liebe
deine Seele streichelt,
dich aufnimmt,
wie eine Feder
aus gebrochenen Flügeln
und dich wieder
zum Fliegen bringt.
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Wann…

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Die Tage fahren Achterbahn.
Das Herbstlicht erhellt ein wenig den Dunstkreis.
Ein Rotkehlchen mit süßen Knopfaugen schaut mich an.
Es wirkt so zart und zerbrechlich,
aber hüpft fröhlich über die Wiese.

Wann bin ich das letzte Mal fröhlich über eine Wiese gerannt,
vielleicht um den Sonnenstrahl einzufangen oder meine Träume –

Hand in Hand mit dir,
lachend, wie Himmelskinder,
in deren Augen sich
Mond und Sterne spiegeln
und die Welt sich dreht
im Glück des Beieinanderseins,
für diesen einen Moment.
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Etwas bleibt

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Aus dem Radio dröhnt laut Musik.
Lauter, immer lauter dreht sie die Töne auf. Töne, die tief in ihre Seele dringen.
Sie singt mit, laut, immer lauter und sie möchte schreien, alles herausschreien, was in ihr bebt.

Manchmal gelangt sie an diesen Punkt, an dem es fast nicht mehr auszuhalten ist und dann muss es raus, all der Schmerz der seelischen Wunden, die nicht geweinten Tränen, auch Wut.
Alles was in ihr lebt und doch nie gelebt wurde, unterdrückt dahin schwelt wie ein Schwelbrand, der alles mit der Zeit verkohlt und zerstört, bis alles in Asche zerfällt.

Aber nein, nicht alles zerfällt, es bleibt etwas übrig. Immer bleibt etwas übrig, solange das Leben weitergeht.

Verflixt nochmal, immer diese Auslöser, die alles durcheinanderbringen, was sonst so schön versucht wird, unter Kontrolle zu halten. Dabei weiß sie doch ganz genau, dass das nicht möglich ist. Sie weiß auch wie schädlich es ist, aber sie kommt nicht dagegen an.

Alles gerät aus den Fugen. Es scheint, die Welt gerät aus den Fugen, also warum sollte sie dann verschont bleiben. Sie ist schließlich ein winzig kleines Teil dieser Welt, dieses Lebens, dieses Seins und somit kann sie gar nicht verschont bleiben.

Das Radio ist still, keine Töne mehr zu hören. Langsam ebbt die aufgewallte Woge ab. Sie schaut aus dem Fenster und beobachtet die schnell dahinziehenden Wolken, die ein wenig blauen Himmel freischaufeln. Die Blätter der Bäume wiegen sich im Wind hin und her.

Was jetzt, fragt sie sich selbst. Ein neuer Wellenzyklus beginnt. Ebbe und Flut, kommt ihr in den Sinn. Die Flut, die alles überfluten kann, wenn sie über das Ufer tritt und alles wegschwemmt, alles Geröll mit sich nimmt und immer einen Weg findet, weiter zu fließen, bis alles wieder abebbt und verrinnt.

Vielleicht sollte sie das Radio wieder anschalten und tanzen, nach den Tönen, der Melodie, die sie im Rhythmus davon trägt, mal schnell, mal langsam, dann wieder wild ekstatisch. Alles aus sich herausschütteln im Drehen, bis nichts mehr bleibt.

Ach ja, etwas bleibt immer, fällt ihr wieder ein und das ist gut so. Schließlich scheint die Sonne auch immer wieder in den Tag hinein nach dunkler Nacht, nach jedem Unwetter und wärmt mit ihren Strahlen, bringt Licht und lässt neues Leben gedeihen.
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Wie viele…

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Wie viele Worte schlummern
in einer nicht geschriebenen Geschichte…

Wie viele Gefühle schlummern
in einem nicht gelebten Herzen…

Wie viele Lebensstunden vergehen
in nicht gewagten Möglichkeiten…

Wie viele Tränen versickern
im nicht wahrgenommenen Sein…

Wie viel Liebe verströmt sich,
bevor das Glück der Träume
anfängt mit den Sternen zu tanzen…

..
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Wandel

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Manchmal ahne ich schon
den Frühling in mir,
mitten in der Winterzeit –
oder ist es eher der Wunsch,
der in mir wohnt,
wartet und hofft
auf neues Erblühen,
Wärme und Licht.
Möchte Kälte, Dunkel
und Schatten fliehn
und weiß doch,
das alles ist
und zu seiner Zeit
ewig wandelnd,
ineinander übergreifend
im Kreislauf des Seins
erscheint und vergeht.
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Traumgedanken

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Weit am Horizont,
im Licht der sinkenden Sonne
verweilen meine Gedanken
und wandeln sich zu Träumen –
wenn die Nacht einbricht
und ihr Sternenkleid über mich wirft,
dann legt sich ein Schleier
über all die Erdenschwere
und mir scheint,
meine Seele geht auf Reisen,
dehnt sich aus,
bis sie ihr Gegenstück erreicht,
um im gemeinsamen Seelenflug
all die Schatten zu bezwingen
und die Schönheit der Nacht zu erobern.
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Berührungsmomente

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Es gibt immer wieder diese Momente,
die mich ergreifen und berühren,
mit oder ohne Tränen.
Es braucht nicht viel,
ich kann es nicht erklären –
zu viel Gefühl, zu sensibel,
zu zart besaitete Nerven.
Gefühlsregungen, Sehnsüchte,
seltsame Stimmungen,
die nicht in diese Welt zu passen scheinen –
die mich erfassen und wegreißen,
manchmal auch verzaubern,
etwas in mir Aufwühlen
und wie flutende Wellen an Land spülen.
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Ein Geschenk

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Wie schön,
wenn jemand da ist,
der beisteht, hält, tröstet,
versteht, annimmt –
egal, ob mit Worten,
Gesten, einer Umarmung,
einem Lächeln,
gedanklich, in Stille,
im Herzen, in der Seele –
egal ob nah oder fern,
bekannt oder fremd.
Es ist wie ein Geschenk
in einer Welt,
in der so viel Kälte herrscht,
so viel Missverstehen,
so viel Unfrieden,
so viel Lug und Trug.
Auch wenn all dies
manchmal schwer fallen mag,
bereits der Versuch
zeigt ein großes Herz,
Menschlichkeit und Stärke.
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Unwirklichkeit

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Hörst du die Bäume flüstern
im Rauschen des Windes,
siehst du das Mondlicht flackern
in den engen dunklen Gassen –
plötzlich sind da Risse im Traum,
etwas bröckelt langsam,
Befremdlichkeit in der Fremde.
Im künstlichen Licht der Laterne
fühle ich die Unwirklichkeit
meines Seins
und in der Stille der Nacht
zieht mein Sehnen mich
in die Ferne des Unbekannten,
Unbegreiflichen,
bevor meine Seele in Kälte erstarrt.
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Außer Gefecht

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Seit Tagen Angriff der Viren,
am Wochenende der Ausbruch –
heute noch immer
außer Gefecht
und weiterhin das volle Programm
von heißem Tee bis Inhalation
und hoffentlich ein paar schöne Tagträume,
nachdem die Nacht so schlaflos,
zäh und quälend dahin zog
und jeder Traumansatz
sich in der Kälte der Nacht verlor.

Heute begrüßt mich der Tag
mit herbstgoldenem Sonnenschein
und bald werden auch wieder
Sternenworte in dunkle Nacht
und Seele fallen.
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Vermissen

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Ich vermisse nicht so sehr
all die unausgesprochenen Worte,
ich vermisse
all die ungeküssten Küsse
und Zärtlichkeiten,
die in unserem Sehnen liegen,
in den Gedanken
und dem untrüglichem Gefühl
füreinander –
wenn ich meine Augen schließe,
meine Seele sich ausdehnt
bis zu den Sternen und zurück,
dann frage ich mich,
wie geht es dir damit..
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Verquer

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Bitte geh nicht,
auch wenn du gar nicht da bist –
es ist so ein beruhigendes,
wärmendes Gefühl,
auch wenn ich es gar nicht
wirklich erklären kann.

Es ist schön,
wenn du da bist,
etwas von deiner Seele zu spüren ist,
auch im Unscheinbaren.

Vielleicht denkst du ja,
dass ich verrückt bin,
vielleicht bin ich das zuweilen sogar –
meine Seele passt in kein Schema
und doch sind ihr Grenzen gesetzt.

Ich weiß nicht,
wohin mich das Leben noch führt,
bisher bin ich nicht angekommen
und vermutlich werde ich das nie –
denn wie kann es Ankommen geben,
wo alles Wandel ist
und ich mich fühle wie
ein Wanderer durch die Zeit.
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Ruhelos

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Was ist es,
kannst du es mir erklären,
warum deine Seele
so viel Raum einnimmt
und du mir nah bist,
als wärst du hier
und jedes Wort mich trifft,
jeder Gedanke scheinbar
meinen Seelenraum kreuzt,
Welten aufeinander prallen
und doch miteinander schwingen
irgendwie auf irgendeine Weise,
die ich nicht verstehe
und doch tief in mir fühle
wie eine Welle,
die mich fortträgt und erfasst,
wie ein Sturm,
der mich schüttelt und rüttelt,
etwas auf-und durcheinander wirbelt,
das ich lang verschlossen hab,
mich ruhelos zurücklässt,
bis ich weiß,
was es ist.
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Gedanken über das Leben

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Heute wurde dieser ältere Beitrag aufgerufen und ich habe ihn mir nochmals durchgelesen.
Manchmal ist das seltsam im Leben, da befindet man sich in einer bestimmten Stimmung und irgendwas geschieht, was einen noch mehr hineinzieht in diese Stimmung oder in jene Gedankengänge.
Es passt, dieser ältere Beitrag samt Song passt genau heute wieder wie damals
und genau aus diesem Grunde poste ich ihn nochmal.

..und ja, ich denke weiter darüber nach und immer wieder..und DANKE! ans Erinnern..

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…Ich lasse los was ich nicht halten kann
und nur was mir gehört kommt wieder bei mir an….

Schon oft gehört und gelesen diesen Satz, zumindest so sinngemäß,
wie in diesem Song.

In einem Augenblick ist etwas da, im nächsten kann es weg sein.
Das Spiel des Lebens und der Vergänglichkeit.

Es heißt immer, was zu uns gehört bleibt oder kommt zurück.
Ist das wirklich so? Ich hab das auch immer gedacht, bin mir momentan
aber nicht so sicher.

Das ganze Leben unterliegt Veränderungen, Weiterentwicklung, Bewegung.

Es gibt nichts festzuhalten und schon gar nicht etwas zu erzwingen.

Die größtmögliche Freiheit liegt vielleicht doch im beständigen Wechsel
zwischen Nähe und Distanz.
Es kommt mir vor wie ein Einpendeln zwischen diesen Polen.

Darüber werde ich weiter nachdenken.
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Sternenworte IV

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Nach der Hitze des Tages,
lauer, milder Sommerabend.
Die Grillen singen ihr Lied
und die Sterne funkeln über mir.

Ich stelle mir vor,
jeder Stern ist ein Traum
und nachts fällt ein Stern
in meinen Schlaf.

Vielleicht enthält auch
jeder Stern ein Herzwort,
flüstert mir grad meine Fantasie –
dann möchte ich schreiben,
jeden Tag Sternenwörter,
die vom Himmel gefallen
und weiter schicken
in einsame, traurige Herzen.

So geh ich langsam in die Nacht
und die Sterne sind mir nah
auch in verdeckten Stunden
und an trüben Tagen
schenken sie mir ein Lächeln
und leuchten meiner Seele den Weg.
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Betrachtungsweise

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Wie ein Rädchen in einem Uhrwerk
laufe ich, nur oft anders als vorgegeben,
anders als erwartet,
in meinem eigenen Tempo,
ohne Hast und Eile,
ohne Bedrängnis
zuzulassen, loszulassen –
zu betrachten das Spiel des Lebens,
indem ich meine Kreise drehe
in meiner ganz eigenen Weise,
auch wenn’s seltsam erscheint
oder gar missfällt.

Trotzdem spür ich die Zugkraft
unsichtbarer Fäden –
lasse mich ein
auf das Geheimnis des Seins
gespiegelter Träume,
gespiegelter Sehnsucht
fernab laufender Zeiger, tickender Uhren
zeigt sich Seelennähe hinter Worten,
hinter Schatten und Schein
im zeitlosen Rhythmus und Klang
endlos weiter Sternenräume.
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Sternenworte III

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Auf der Wiese liegend
die Sterne im Blick,
ein Gedanke an dich –
wo bist du,
ich vermisse dich
mein geträumter Stern,
der mein Zuhause ist
und doch so weit und fern –
nicht auffindbar hier,
nur geheimnisvolles Seelengespür,
welches mich ruhelos
zurück lässt an einem Ort,
der mir so fremd,
wo ewiglich Sehnsucht
in mir brennt,
bis der Himmel seine Arme
ausbreitet und der Liebe
Freiheit sich schenkt.
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Mit dem Wind verschickt

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Du weißt nicht um meine Seele,
die Last und den Schmerz
und nicht um mein Herz,
das sich windet
zwischen Licht und Schatten.

Was kann ich wissen,
um deine Seele,
kenne ich mich selbst nicht
bis in den tiefsten Grund.

Was bewegt uns,
was zieht uns in Abgründe
und holt uns wieder heraus..
Kein Verstand, keine Vernunft
kann erklären was vorgeht in uns,
nur suchen, puzzeln und konstruieren –
hilfreiches Beiwerk,
manchmal auch Hindernis.

Was haben wir
und könnten mehr vertrauen,
außer unserem eigen Gespür,
einer Ahnung, einem Gefühl,
unserem tiefsten Inneren,
der Seele, entsprungen –
im Herzen geschützt
und gedanklich
mit dem Wind verschickt.
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Sternenworte II

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So weit weg
sind die Sterne,
ferne Galaxien
und doch sind sie überall –
über mir, über dir
und leuchten
in dunkle Nacht,
als wollten sie sagen:
du bist nicht allein,
jemand denkt an dich..

..ach und allein schon
dies zu spüren,
ist schön und tut gut
gegen jeglichen Widerstand,
weil jede Seele sich
danach sehnt
und sich der Hinwendung
gern entgegenstreckt.
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Ich werde mich erinnern

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Ich werde mich erinnern,
wieder und wieder,
an die Weite,
den Horizont,
die sanften Wellenbewegungen
des Flusses,
der nicht nur das Mondlicht spiegelt,
sondern auch die Tiefe
meiner Gefühle
im Klang einer Melodie,
die nicht nur mein Ohr erreicht,
sondern weit mehr bewegt
und berührt,
als die Oberfläche und den Schein –
eine Stimmung,
ausgelöst und weitergetragen
von dir zu mir,
von mir zu dir
in der Spiegelung
unseres inneren Wesens
im flirrenden, strömenden Sein.
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Warum ist das Wesentliche so rätselhaft,
unfassbar, unbegreiflich –
wie eine Fata Morgana
löst sich alles auf in Nichts
beim Versuch des näheren Betrachtens.

Etwas tritt in meinen Wahrnehmungsraum,
um im nächsten Moment zu entschwinden.
Zurück bleibt ein Eindruck, ein Gefühl,
vielleicht eine Ahnung –
wie beim Blick in die Weite
des nächtlichen Sternenhimmels.

Das Universum, das so unendlich erscheint
und das Gefühl, etwas trägt und hält
in all den Wirren –
und manchmal vielleicht jemand
der uns rätselhaft seelennah ist.
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Muse

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Oh liebe Muse,
warum bist du so launisch,
versteckst dich vor mir
und ich sitze hier,
schau aus dem Fenster
ins wunderschöne Himmelsblau,
doch in mir ist alles trübe und grau.
Was ist nur los, ich hänge fest
und drehe mich wie immer
im Kreise, das Leben ist wirklich
eine seltsame Reise.
Was kann ich nur machen,
wie finde ich da raus,
renne ständig gegen meine
eigenen Mauern
auf der Suche nach der Tür,
aber ich verharre hier
in mir und warte vergebens
und wundere mich,
dass meine innere Muse
nicht mehr mit mir spricht.
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Trockene Wüste

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In die Stille des Tages
-in trockene Wüste-
fällt ein Netz über mich
aus Gedanken, Worten und Klängen,
aber das ist es nicht
was mir fehlt,
gar meinen Tag erhellen könnte –
da ist etwas anderes,
das mein Dunkel durchwandert,
mich nicht untergehen lässt
und nachts wachen
die Sterne über mir,
dann träume ich mit dem Mond,
als wäre er mein Freund,
der mir Geschichten erzählt
vom Erdenrund aus längst
vergangener Zeit
und wenn der Morgen naht,
verblassen all die Traumgeschichten
und Schatten legt sich über mich,
während die Sonne draußen lacht.
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Eingebettet

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Das Leben besteht nicht nur aus
schwarz und weiß,
alles oder nichts.
Es gibt zig Zwischenstufen,
die das Leben bunt machen
in sämtlichen Facetten.
Die Vielfältigkeit zeigt sich
in der Natur,
im ganzen Universum,
und auch in der menschlichen Seele.
Zwischenstufen, Zwischenschritte
können aufeinander aufbauen,
ineinander übergehen,
weiterführen.
Zwischen Anfang und Ende
liegt ein Dazwischen
und darin leben wir,
in diesem Spektrum
und werden durchgeschüttelt,
wieder und wieder,
darin sind wir eingebettet –
im ewigen Kreislauf des Seins.
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Tagtraum

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Kleine, leuchtende Lichtfäden
tanzen vor meinen Augen
beim Blick ins Himmelsblau
und ich denke an dich –
spüre dich,
wenn ein sanfter Windhauch
mein Haar verweht,
als wärst du für einen Moment
hier direkt bei mir,
um mir eine Haarsträhne
aus dem Gesicht zu streichen
und die Tiefe unserer Blicke
durchdringen sich geheimnisumwoben.
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Kleine Osterpause

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Flieder
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Ich wünsche allen Lesern schöne Ostertage.

Ein paar Tage zurück
in die Kindheit,
ins weit entfernte Elternhaus,
schlafen im alten Kinderzimmer,
bei den Eltern sein,
Kind sein –
Erinnerungen, die einholen
und aufleben,
Geräusche, Gerüche,
die Zeit,
als wäre sie stehen geblieben
und doch jedes Jahr mehr
die Spuren der Vergänglichkeit
und das Hoffen,
auf ein gesundes Wiedersehen.
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Wie ein Kieselstein..

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Wie ein Kieselstein im Flussbett
einer unter vielen
vom Wasser umströmt
geformt und geglättet
eingebettet im Zeitenlauf
vergessen als Ding
im todlosen Sein –
nur manchmal glitzernd
im Licht der Sonnenstrahlen
steigt Schönheit empor
und spiegelt Leben
in unzähligen Farben
umliegender Natur,
bis im Schatten der Bäume
sich der Glanz verliert
und sämtliche Nuancen von
grau und dunkel
hinein in den hellen Tag
gebiert.
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Loslaufen

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Wir könnten uns
an der Hand nehmen
und loslaufen
wie die Kinder-
dem Morgenrot entgegen,
dem Ort unserer Träume,
immer weiter und weiter,
bis wir uns darin finden
und wissen,
jetzt sind wir da
und unser Traum ist wahr.
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Immer wieder ein Anfang??

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Vielleicht gibt es nie wirklich ein Ende

-von was auch immer-

sondern immer nur wieder einen Anfang
mit neuen Möglichkeiten und Chancen,
neuen, anderen Sichtweisen
aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet,
mit anderen Situationen, anderen Menschen.

Im Anfang stehen, immer wieder
und die Welt betrachten,
versuchen zu begreifen, zu verstehen –
ein nie wirklich endender Weg.
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Ein Fremder ganz nah

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Wie kann es sein,
dass ich in deinen Worten finde,
was ich nicht zu sagen vermag.
Als schriebest du direkt
aus meiner Seele heraus –
jedes einzelne Gefühl,
alles was ich je ersehnte,
was lange schon in mir lebt und bebt,
auch jeden Schmerz und jede Träne.

Wie kann es sein,
dass ich mich in dir finde,
in all meinen Träumen und Wünschen,
im Klang deiner Worte,
die in mir sprechen, wie die meinen.

Deine Suche ist meine Suche,
du bist mir näher als nah,
berührst mich tiefer als tief.
Deine Liebe ist meine Liebe,
die in uns blüht und uns umgibt
wie ein zartschimmernder Schleier,
der sich zwischen uns gelegt,
nur hauchdünn vom Erkennen getrennt.
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Labyrinth

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Alles verändert sich,
alles vergeht –
in die Schatten der Erinnerung
dringt nur manchmal Licht,
um die verschlungenen Pfade im Labyrinth
der Illusionen zu durchleuchten.
Der Wind verweht alte Spuren
und legt neue frei –
noch hängen vereinzelt welke Blätter
vom letzten Herbst an den Bäumen,
bis bald neues Hoffnungsgrün
sie taumeln lässt.
Meiner Sehnsuchtsspur folge ich
unermüdlich durchs Labyrinth,
bis eine Mauer aufbricht
für eine erweiterte Sicht.
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Schneeschmelze

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Sonne
Schneeschmelze –
deine Worte klingen in mir
wie eine zauberhafte Melodie –
das Ungesagte meiner Seele
schicke ich auf die Reise
wie einen warmen Atemzug,
der dich erreichen möchte,
aber alles zerrinnt und schmilzt,
wie Schneekristalle in der Sonne.
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