Verbundenheit

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Ich halte dich,
aber nicht fest,
in meinem Herzen.
Liebe ist ein Kind
der Freiheit
und Vertrauen ist ein Kind
der Liebe.

Beides geht Hand in Hand –
Liebe und Vertrauen
verbindet zwei Seelen,
die zueinander finden
im Frei-Sein
und füreinander
da sein.
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Danke

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Während ein sanfter Wind
die Wolken langsam vertreibt
atme ich tief durch,
gerade so als wäre mir
die Luft ausgegangen
von all den Widerwärtigkeiten,
die das Leben manchmal
versucht in die Seele zu schwemmen.

Wie gut fühlt sich dann
eine milde, sanfte Brise an,
die wie ein Hauch
Herz und Seele streift,
etwas von der Schwere nimmt
und wie eine liebevolle Umarmung
sich um meine Traurigkeit legt.

DANKE
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Freude

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Er sagte zu ihr: Das schlimmste was dir passieren kann ist, wenn dir jemand die Freude nimmt. Lass das nie zu.

Sie kennt das, weiß, wie sich das anfühlt und dass es nicht gut ist, kann nur bestätigen, was er ihr sagt. Trotzdem versetzt es ihr in dem Moment einen Stich. Sie fühlt sich getroffen, betroffen, wie eine Erinnerung oder Ermahnung.

Dabei meint er gar nicht sie, sondern spricht von sich selbst, spricht von seiner eigenen Situation und doch fühlt sie sich angesprochen, als wäre es für sie bestimmt.
Sie überlegt, ob er nicht auch sie meint. So ist es oft, er erzählt von sich und seinen Erfahrungen und fast immer fühlt sie sich in irgendeiner Art und Weise angesprochen.

Zwischen ihnen besteht eine starke Verbundenheit und großes Verständnis, jedenfalls empfindet sie das so. Indem sie sich angesprochen fühlt, versteht sie und kann aus diesem Verstehen heraus antworten. Hin und wieder geht ihr das auch mit anderen so, aber bei niemand ist es so wie mit ihm. Im Verstehen und auf jemanden eingehen liegt eine große Spanne.

Trotz vieler Höhen und Tiefen, vieler ernüchternder Gespräche, überwiegt die Freude und Dankbarkeit, die diese Begegnung und Freundschaft in sich trägt und doch scheint die Freude bei beiden in den Hintergrund gerückt zu sein. Nicht die Freude aneinander ist geschwächt, sondern die jeweiligen Umstände und Lebenssituationen in denen sie sich befinden, lässt immer wieder die Freude schwinden. Genau das ist ihr in dem Moment klar geworden, als er davon sprach, sich nie die Freude nehmen zu lassen.

Es geht ihm nicht gut und ihr geht es ähnlich. Beide drehen sich im Kreise um sich selbst, um ihre Sorgen und Probleme, um ihre Lebenssituation und darum, eine Lösung zu finden oder sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Damit entfernen sie sich nicht nur von der Freude selbst, sondern auch von ihrer eigenen Mitte und Miteinander in Freude.

Sie weiß jetzt, was sie zu tun hat.
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Irrungen

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Du hast mir mal wieder die Augen geöffnet,
in deiner Milde und unendlichen Geduld
und doch mit eindringlichen, ernüchternden Worten.
Worte, deren Wahrheitsgehalt mir Stiche versetzt haben.
Es ist ja nicht wirklich schwer zu begreifen,
es ist schwer anzunehmen,
die Wahrheit,
die so ganz anders ist als jede Vorstellung.

Ich selbst hab mich als blindes Huhn bezeichnet,
aber es ist nicht unbedingt die Blindheit,
es ist das Festhalten wollen
an einer ach so schönen Vorstellung,
an einem Klischee, einem Irrglauben.

Nun erkenne ich,
wie fehl ich gelaufen bin.

Ob mich das an weiteren Fehlgängen hindert?
Wie viele Irrungen habe ich noch gar nicht erkannt?
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Herz – Gäste

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Sie sagt:

Warum habe ich meine Herztür immer angelehnt, gewähre Eintritt in einen Bereich tiefster Empfindsamkeit, wo ich doch weiß, wie schwer die Verletzlichkeit gerade dort trägt und die schlimmsten Narben hinterlässt. Meine Herztür scheint zu klemmen, sie geht nicht zu. Ich kann sie nicht zu machen, weil ich nicht einsperren kann, was raus möchte, trotz aller Risiken, die damit verbunden sind.

Erzähle ein bisschen von deinen Herz-Gästen, wird sie aufgefordert:

Oft genug wurde dieser hochsensible Raum erst vorsichtig betreten, um dann Verwüstung zu hinterlassen. Das braucht dann viel Zeit, um einigermaßen wieder aufzuräumen.
Hin und wieder wird sehr leise durchgeschlichen, neugierig alle Ecken ausspioniert, um sich dann schnell wieder lautlos davonzuschleichen.
Am schlimmsten sind die Verweiler, die es sich gemütlich machen, sich bedienen vom Feinsten und dabei immer Süßholz raspeln, das Blaue vom Himmel versprechen, bis einen die Sinne vernebelt sind, um sich dann davonzumachen zum nächsten angelehnten Türchen.
Dann gibt es noch die lauten Gäste, die herein- und herauspoltern, wie ihnen gerade beliebt, ohne Rücksicht und ohne Feingefühl.

Ganz wenige Gäste werden zu Langzeitgästen oder gar zum Dauergast.

Es gibt aber auch noch ganz besondere und seltene Gäste, sie treten ein, öffnen alle Fenster und alles ist hell und farbenfroh. Das einfallende Licht beleuchtet alte, verstaubte Ecken und Nischen. Sie versprühen Lebensfreude und schaffen es immer wieder aufzumuntern und sogar manchmal ansteckend zu wirken.

Es ist vorgekommen, dass ein Gast, still und leise durch die Herztür gelugt hat, ganz zaghaft eingetreten ist und etwas sehr Wertvolles für immer hinterlassen hat. Er ist da, auch wenn er nicht da ist und manchmal kommt er, öffnet ein wenig die Herztür, schaut herein, bleibt kurz, um dann wieder zu gehen.
Er geht – aber er geht nie ganz und jedesmal hinterlässt er feine Spuren und bei jedem Besuch macht sich Freude breit und jedesmal in seiner Abwesenheit macht sich Sehnsucht breit und jedesmal legt sich ein unerklärlicher, unsichtbarer Zauber um mein Herz, streichelt meine Seele und stärkt meine Zuversicht.

Danke für die Schilderungen.
Das ist traurig und schön, beides liegt scheinbar nebeneinander oder überlagert sich, der Schmerz und die Freude.
Beides trägt durch die Lebenszeit und prägt. Jetzt verstehe ich, weshalb deine Herztür nie geschlossen ist, nie geschlossen sein kann, denn wäre sie es, würdest du hinter dicken Mauern und Türen anfangen zu erstarren und zu verhärten.
Was dein Herzraum erfüllt und überflutet kannst du nicht einsperren, nicht DU, weil in dir dieser unumgängliche und ungeheuerliche Drang ist, das weiterzugeben wovon dir im Überfluss gegeben wurde und was dich selbst, immer wieder in den dunkelsten Stunden gestärkt und aufgebaut hat.
Ich wünsche und hoffe sehr, dass du niemals deine Herztür schließt, egal wie groß der Schmerz sein mag, denn dann wärst du für immer verloren.
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Die wenigen Momente

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Sie unterhalten sich, sie trösten sich, sie sind füreinander da in ihrer beider Einsamkeit.
So bekommen ihre Leben wieder langsam einen Sinn.

Es sind diese wenigen Momente, in denen ihre Augen leuchten und ihre Herzen von Dankbarkeit erfüllt sind.
Sie halten sich aneinander fest, aber ohne zu klammern.
Sie sind miteinander verbunden und trotzdem lebt jeder in seiner Welt, geht jeder seiner Wege, lebt jeder sein eigenes Leben.

Er lebt nicht allein in seiner Welt, aber niemand ist da, der ihn wirklich beachtet. Niemand nimmt ihn wahr, niemand spürt ihn, niemand nimmt Anteil an seinem Leben. Er ist unter den Seinigen einsam und allein.

Sie lebt nicht allein in ihrer Welt, aber niemand ist da, der sie beachtet. Niemand nimmt sie wahr, niemand spürt sie, niemand nimmt wirklich Anteil an ihrem Leben. Sie ist unter den Ihrigen einsam und allein.

Die wenigen Momente, in denen er und sie einander zuhören, füreinander da sind, machen ihrer beider Leben reicher und bunter und sind mittlerweile fester Bestandteil ihres trostlosen Alltags geworden.
Die wenigen Momente sind ihr beider Heiligtum und Geheimnis.

Niemand in seiner Umgebung weiß davon.
Niemand in ihrer Umgebung weiß davon.

Nur sie beide, sie wissen es, erfreuen sich daran, sind sich verbunden.
Sie nehmen einander wahr und einander Anteil.
Ganz langsam, bedacht und leise entfaltet sich in ihnen etwas Schönes.
Zuversicht und Hoffnung erblüht und vergeht, erblüht und vergeht im Wechselspiel ihrer Träume und Fantasien.

Niemand kann sie ihnen nehmen, die wenigen Momente, die immer nur wenige Momente sein können
und doch unvergessliche, kostbare Momente für die Ewigkeit sind.
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Komm zurück

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Komm zurück ‚Astronaut‘,
die Sterne leuchten auch von hier…
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Eigentlich gehört dieses Post ja an andere Stelle,
an einen Platz den du kennst,
wo du immer mit deinem Raumschiff landen kannst,
wo du immer und jederzeit willkommen bist,
wo jemand seine Arme ausbreitet
und dein verschlissenes Herz
mit Liebe umfängt…

Komm zurück ‚Astronaut‘,
die Sterne leuchten von überall
und dein Licht leuchtet in mir…
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Kleiner Dialog

Er:
Auf dem Handy stehst du bei mir unter ‘Engel‘.

Sie:
Oh, wieso das denn? Ich bin doch gar kein Engel.

Er:
Für mich bist du wie ein Engel. Du bist plötzlich und unerwartet aufgetaucht, hast mich an der Hand genommen und meinem Leben wieder eine Struktur gegeben, indem du mich aufgefordert hast, gemeinsam etwas Schönes zu schaffen. Du hast dir immer wieder etwas Neues einfallen lassen und als ich alles nicht mehr wollte und mich zurückgezogen habe, hast du gewartet.
Du bist nicht einfach weggegangen und als ich wieder zu dir kam, warst du da, hast mir dein Vertrauen geschenkt und dein Herz geöffnet. Deine Tränen haben meine Seele berührt.
Von dem Moment an wusste ich, dass wir uns nie wieder verlieren können, egal wie lange wir auch getrennt sind, egal wie lange wir nichts voneinander hören oder wo immer wir uns auf der Welt befinden.

Sie:
Ja, das ist schön, so ist es und so wird es sein.
Auch du hast meine Seele berührt, nur ein Engel bin ich trotzdem nicht und werde auch nie einer sein.

Eine skurrile Geschichte – Teil 2

Die Geschichte geht weiter und die Eingangsfrage aus Teil 1  bleibt bestehen.

Was passiert also, wenn zwei durchgeknallte Fantasten zusammentreffen und zu den Sternen fliegen? Dann entsteht z.B. eine Sternenmusikkomposition  der besonderen Art. 😉 Manchmal werden Träume wahr, jedenfalls ein klein wenig. Man mische Träume, Fantasien, ein wenig Talent vom Dichten, Singen und Komponieren in einem großen Topf mit einer Prise Intuition und raus kommt dabei ein Musikstück. Die Zutaten haben wir beide eingebracht. Er sein musikalisches Talent zu komponieren, samt musikalischem Gehör, Leidenschaft und Intuition. Ich ein Gedicht als Songtext, meine Stimme, Begeisterung und Intuition.

Ich wusste er macht Musik, er wusste von meinem Spaß am Singen, und dass ich gern mal eines meiner Gedichte vertont hätte. Das hatte ich selbst schon mal probiert, aber nicht so gut hinbekommen. Ich sollte ihm mal einige meiner Gedichte schicken, was ich tat.
Das Absurde daran ist, unser Musikgeschmack könnte unterschiedlicher nicht sein, völlig verschiedene Richtungen. Umso mehr mein Erstaunen, als er mir plötzlich eine Melodie zu einem meiner Gedichte präsentiert hat. Peng, das war eine Überraschung, völlig unerwartet und hat mich bald umgehauen. Eine wunderschöne Melodie mit eingemischten Effekten, die mich berührt hat.
Er hat sich so viel Mühe gegeben, mir damit so eine Freude bereitet. Jetzt lag es an mir, gesanglich mein Bestes zu geben. Nicht einfach, weil schwer zu singen. Sein außergewöhnlicher Musikstil findet sich in dem Stück wieder. Ich kann nicht sagen, wo es einzuordnen wäre, es ist eine eigene, neue Musikrichtung, die uns klanglich annähert.

Das ist unser Musikprojekt an dem wir basteln und auch ab und zu mal was Neues probieren. Da wir beide örtlich sehr weit auseinander wohnen, können wir leider nicht zusammen üben. Deshalb schicken wir unsere Proben dann per Mail als mp3-Datei hin und her. Lustig ist auch, dass wir manchmal skypen mit Kamera und ich dann schon mal meine Gitarre genommen habe und spontan ihm etwas vorgesungen habe. Also die modernen Kommunikationsmittel finde ich schon Klasse, die Möglichkeiten etwas Gemeinsames zu machen, obwohl man weit auseinander wohnt. Aber natürlich sind all die Mittel kein Ersatz für tatsächliche Begegnung, eben ein Notbehelf und eine Möglichkeit und manchmal sind die Situationen und Umstände des Lebens so, dass es nicht anders geht.

Wie auch immer, aber da sieht man mal, was aus einer kleinen, humorvollen virtuellen Begegnung sich so alles entwickeln kann.
Im Übrigen, unsere Leidenschaft an verrückten Ideen, Fantasien und Träumen besteht nach wie vor und nach wie vor tauschen wir uns darüber aus.
Eine virtuelle Freundschaft, skurril und abgedreht, aber wunderbar, herzlich, voller Überraschungen und Kreativität. Niemals möchte ich sie missen.

Danke mein Freund.

Abendstille

Ein älteres Gedicht aus meinem Fundus

Abendstille, ein paar Regentropfen
lautlos den Erdboden benetzen,
der Tag neigt sich dem Ende,
Abenddämmerung zieht auf.

Abendstille, kein Wind
rauscht durch die Blätter,
nur Gedanken ziehen vorbei,
malen Bilder in wartende Lebenszeit.

Abendstille, ich sitze bei dir
und lehne mich an,
die Zeit steht still,
wir halten sie an.

Es gibt nichts zu sagen,
wir schauen uns an,
freuen uns aneinander –
wie schön Leben sein kann.

Schweigen und Antwort

Schweigen und Antwort
ineinander übergreifend
wechselnd
gehört und gesendet
so warst du-
immer da
als Geheimnis
sogar in der Stille
fern und doch nah.

Licht und Halt
wandelnd auf verborgenen Wegen
nun bist du gegangen
fort in die Weiten für immer
ohne Morgendämmerung
schweigen, endloses schweigen-
ich vermisse dich so sehr.

Eine skurrile Geschichte – Teil 1

Was passiert, wenn zwei durchgeknallte Fantasten aufeinander treffen und zu den Sternen fliegen?

Es gibt schon merkwürdige Begegnungen, die sind so abgefahren, dass es kaum zu glauben ist. Gerade überlege ich wie alles anfing. Ich war frustriert, alles ging schief und ich wusste nicht, wie ich mir Luft verschaffen sollte. Da landete ich mal wieder im Philosophieforum und las hier und da ein paar Artikel. Es langweilte mich, bis ich auf ein Thema gestoßen bin, was ich bis dato noch gar nicht beachtet hatte, obwohl es schon einige Jahre lief. Wow, das war’s, genau das. Ich habe mich ein wenig durchgeklickt, alles zu lesen war in dem Moment unmöglich, es hätte Stunden oder eine ganze Nacht beansprucht. Zuerst kam mir das alles total durchgeknallt vor, ich dachte, da spinnt sich jemand aus, mit einer Menge Fantasie dazu und einer ausdauernden Leidenschaft. Bald erkannte ich eine Art roten Faden, wenn ich auch längst nicht alles verstanden hatte. Es war eher so ein intuitives Erfassen.
Wie auch immer, an diesem besagten Frusttag, begann ich dort zu schreiben, aber nicht meinen Frust, sondern ich tobte mich aus mit meiner Fantasie, einer Portion Humor und ab und zu einer Prise Lebenserfahrung verpackt in Reime. Das alles ergab eine sonderbare Mischung, so wie das meiste, was dort stand. Oberflächlich lesende Außenstehende müssen uns für verrückt erklärt haben. Das war mir so egal, mir hat es Spaß gemacht und ich hab mich von der dort vorherrschenden Leidenschaft anstecken lassen.
Es dauerte nicht lange bis der Themenstarter, ich nenne ihn hier mal Fantast, darauf reagiert hat, es ging hin und her und bald kam die erste private Nachricht ins Postfach geflogen. Die Nachricht war genauso skurril und in dem Stil geschrieben, wie im öffentlichen Thema. Es war eine erste Tuchfühlung. Klar antwortete ich, auch in diesem Stil. Tja, so fing es an und es entwickelte sich eine eigenartige, humorvolle, skurrile, aber auch auf einer bestimmten Art, wunderbare, einzigartige Schreibfreundschaft. Eine Schreibfreundschaft, in der man sich näher und persönlicher kennenlernt, aber meist in Reime und Gedichte verfasst. Irgendwann sind wir auch über das -nur schreiben- hinausgegangen, haben telefoniert und geskypt. Nach und nach stellte sich heraus, wie verschieden wir scheinbar sind, in völlig verschiedenen Welten leben, das ungleichste Freundschaftspaar, das man sich denken kann. Da war aber etwas, das uns verband und verbindet.

Unsere Geschichte ist eine Geschichte voller Ideen, Träume und Fantasien. Manchmal schaukeln wir uns gegenseitig richtig hoch und heben fast ab. Dann fallen wir auch wieder auf den Boden der Tatsachen und sind uns unserer Situation bewusst. Solche Schwankungen sind einfach da, vielleicht  bei mir noch mehr als bei ihm. Doch wir schaffen es immer wieder uns zu begeistern an unseren Ideen, Fantasien und wohl auch an unserer ‚Verrücktheit‘, die wir dann ab und zu versuchen umzusetzen. Hui, das führt dann manchmal zu Turbulenzen.

Neugierig geworden an ein paar Ideen und Verrücktheiten? Ach ja, die Eingangsfrage ist noch offen, ob es womöglich irgendwann zu einer Supernova kommt, kleinere zauberhafte Lichtexplosionen gab es auf jeden Fall schon.

Besondere Begegnungen Teil 1

Wie bereits unter ‚Anfang‘ angedeutet, möchte ich ‚besondere Begegnungen‘ hervorheben. Im Laufe meiner virtuellen Lebensreise habe ich einige nähere Kontakte geknüpft, die ich hier so nach und nach beschreiben möchte, weil sie gewissermaßen mein Leben bunter gemacht haben oder nachdenklicher oder mich bereichert haben und einiges mehr………..

Jemand ganz besonders, ich nenne ihn hier mal den ‚Philosophen‘, habe ich vor einigen Jahren in einem Philosophieforum kennengelernt, wie die meisten Kontakte übrigens. Ich hatte dort ein Thema eröffnet. Er tauchte als neuer User in diesem Forum auf und stieg gleich ziemlich intensiv in dieses Thema ein. Bereits mit seinem ersten Kommentar spürte ich, dass dieser jemand etwas ganz Besonderes ist und seine Art und Weise zu schreiben, sprach mich sehr an. Bis wir mit persönlichem Mail Austausch begannen verging eine sehr lange Zeit, da schrieb er schon lange nicht mehr im Forum. Ich glaubte schon gar nicht mehr daran, jemals wieder etwas von ihm zu hören. Doch dann ganz überraschend fing ein Austausch an, erst sehr zaghaft, vorsichtig.  Es ging hauptsächlich um philosophische Themen. Für mich eröffnete sich eine Art des Philosophierens und Nachdenkens, wie ich es bis dahin nicht kannte. Aber es war nicht nur das, da war noch etwas anderes, Zurückhaltung und Offenheit zugleich, Nähe und Distanz im ständigen Wechsel. Ich hatte von Anfang an Vertrauen in ihn, das kann ich nicht beschreiben wieso und mein Vertrauen wurde nie enttäuscht. Zwischen uns hat sich eine wunderbare, besondere Schreibfreundschaft entwickelt, die für mich auch oft sehr berührend ist. Während ich hier so schreibe merke ich, dass ich gar nicht so viel darüber schreiben kann, ein Zuviel wäre fehl am Platz.

Das, was ich mit diesem Post zum Ausdruck bringen möchte ist, dass es sehr wohl über virtuellen Austausch sehr viel Nähe und Verbundenheit geben kann, die sehr ehrlich und authentisch ist und sogar zu Wachstum und wichtigen Erkenntnissen im eigenen Leben führen kann. Vielleicht klingt das für jemanden, der diese Erfahrung noch nicht gemacht hat, etwas merkwürdig. Es kann Begegnungen geben, die sehr in die Tiefe führen. Meiner Erfahrung nach, kommt es nicht darauf an, ob ein Gespräch oder ein Kennenlernen, direkt stattfindet oder virtuell, um sich nah zu sein, sich wahrzunehmen, sich zu schätzen, sich zu mögen usw.. Am wichtigsten ist die Ehrlichkeit und die Offenheit mit der sich zwei Menschen begegnen, es kommt nicht darauf an mit den Ohren zu hören oder den Augen zu sehen, sondern wie es so schön heißt: mit dem Herzen, der Seele, seinem Wesen, wie auch immer es jemand bezeichnen möchte.

Der Anfang

Tja, aller Anfang ist schwer. Ich tue mich schwer damit, wo und wie ich anfange hier zu schreiben, muss einen Einstieg finden.

Meine virtuelle Lebensreise begann so richtig erst vor etwa 4 Jahren. Davor war ich eher selten im Internet.

Mein erster Einstieg war in einem Philosophieforum, da mein Interesse zu dieser Zeit an philosophischen Themen groß war und ich mir selbst viele Gedanken über das Leben, speziell mein Leben, gemacht habe. Vielleicht könnte man sagen, ich befand mich auch irgendwie in einer Lebenskrise oder Umbruchphase. Na wie auch immer, damit fing alles an. Erst habe ich dort nur interessante Artikel gelesen, bis ich dann selbst aktiv wurde und kommentiert habe, Fragen gestellt habe, eigene Themen eröffnet habe. Für mich war das eine völlig neue Erfahrung, die mir bald viel Spaß gemacht hat und ich mich da richtig reingekniet habe.

Es dauerte nicht lange, bis sich erste virtuelle, persönliche Kontakte über Privatnachrichten ergaben. Das fand ich äußerst interessant und spannend. Mein Interesse an den verschiedensten Menschentypen und Charakteren, welches ich schon immer hatte, kam damit so richtig in Gang. Klar waren nicht alle Kontakte so prickelnd oder angenehm. Einige haben sich schnell wieder verflüchtigt, andere blieben länger und bei einigen wenigen ergab sich sogar eine Art virtuelle Freundschaft. Wer hätte das gedacht, ich nicht.

Der Einstieg in die virtuellen Welten war getan und erweiterte sich über die Jahre hinweg immer mehr. Es gab Phasen, in denen ich sehr aktiv war und viel schrieb, dann auch wieder weniger mit längeren Pausen. Insgesamt gesehen, hat es mich aber seitdem nicht wieder losgelassen und ich habe eine Menge Erfahrungen mit virtuellen Begegnungen gesammelt.

Was mich am meisten fasziniert ist, dass es sich so real anfühlt. Emotionen wallen hoch, genau wie im richtigen Leben. Es gibt Überraschungen, Freude, Leid, Enttäuschungen usw.. Die ganze Palette menschlichen Verhaltens.

Ich werde hier in der Kategorie ‚Virtuelle Lebensreise- die Geschichte‘ immer mal wieder auf die ein oder andere Begegnung eingehen. Vieles gehört ja der Vergangenheit an. Aktuelles und Fortlaufendes werde ich in einer anderen Kategorie schreiben, manches auch unter ‚Besonderes‘ hervorheben. So ganz klar ist mir das im Moment auch noch nicht, wie ich das hier gestalte. Von daher wird es wahrscheinlich immer wieder Änderungen geben, bis ich mir hier ein Schreibsystem ausgeklügelt habe.

Da viele Menschen virtuell kommunizieren, denke ich, dass es den ein oder anderen interessieren könnte, er/sie sich in den Geschichten wiederfindet und vielleicht sogar etwas dazu kommentieren möchte. Ich würde mich jedenfalls freuen.