Erspüren

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Möchte aufsteigen
und schweben
wie ein Luftballon

Wolken schieben
tanzen im Regen

über Sternenbrücken laufen
den Mond umarmen

Herzblumen pflanzen
Traumspuren legen

durch Mohnfelder streifen
in Lavendelküssen schwelgen

dein Seelenhaus besuchen
und dein Wesen erspüren
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Rettungsanker

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Mir die Welt schön schreiben
ist mein Rettungsanker.

Ein bisschen wie Pippi Langstrumpf,
die sich die Welt macht,
wie es ihr gefällt –
schön und kunterbunt.

So schreibe ich mir die Welt
in poetischen Worten schön.
Bis mein Herz ausgeleert ist,
der letzte Herztropfen
in Buchstaben zerfällt –
dann ist es Zeit zu gehn.
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Innenschau

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Schau
der Mond wandert über den See
ein Uhu ruft und zerreißt die nächtliche Stille
gespenstisch lacht ein Spiegelbild im Dunkeltraum
Bäume kichern knarzend im Wind
aufgescheuchte Nachtvögel flattern
hinter zitternden Augenlidern
Schatten steigt auf wie eine drohende Wolke –

Schau
Sterne beugen sich in den Morgen
Asche fällt vom Himmel wie verbrannte Ängste
nichts bleibt wie es war, bis ein Sturm
den Grauschleier von der Seele fegt
die Kammern des Herzens wieder belebt
und wie von einem Blitzstrahl getroffen
ein Leuchten durch den Innenraum zieht
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Lass uns..

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Lass uns aus der Zeit fallen
hinein in offenen Raum
und Sternenweite

lass uns unbeschwert sein
tanzen im Regen
mal lachen, mal schweigen

lass uns tief schauen
in unsere Augen
spiegeln, verzaubern, berühren

lass uns träumen
von Sommer und Wiesen
und Sternblumen bei Nacht

lass uns alles sein und nichts
bis Licht durch uns fährt
und alle Schatten verwischt
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Geborgen

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Wenn du magst,
dann lehn dich an,
wie an einen uralten Baum –

auch wenn meine Wurzeln
nur locker verankert,
treiben Zweige gen Himmel
und atmen Licht –

vielleicht sind wir auch
wie wankende Halme im Wind,
die sich halten und schützen
und in der Liebe geborgen sind –

manchmal sind wir wie Kreise,
die sich langsam umkreisen
und doch in einem Ganzen
miteinander verwoben sind.
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Gehalten

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Wenn du schläfst
lege ich einen Traum zu dir
und aus den Himmeln
fällt Sternenstaub
wie glitzernde Schneeflocken
auf deine Fensterbank –

ein Traum, wie Märchenzauber
einer anderen Welt
erfüllt dein Herz mit Glanz
und zärtlich streift ein
nächtlicher Wind
deine Lippen wie sanfte Küsse –

du fällst und fällst
und bist doch gehalten
wie von unsichtbarer Hand
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Nah

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Sterne fallen
durch dunkle Einsamkeit –
ich spüre deine Seele,
die mir so nah ist
wie mein Spiegelbild –
lass uns fliegen
durch Licht und
Schattenräume,
durch Raum und Zeit,
bis alle Ängste verbrannt…
bevor das Leben
durch die Sanduhr rinnt
und der Dämon lacht –
lass uns eintauchen
in den magischen Moment,
der wie loderndes Feuer
in unseren Seelenaugen brennt.
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Worte malen

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Worte malen
zwischen Regentropfen
und Schneeflocken –
helle Worte,
die im Grau der Tage
leuchten –
bunte Worte,
die einen Regenbogen zaubern
in empfänglichen Herzen –
wärmende Worte,
die in einen kühlen
Novembertag fallen
und sich ausspannen
wie ein Netz aus Zärtlichkeit,
das hält und trägt
über alle Abgründe und Klippen.
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Körperlos

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Körperlos kamst du
mich im Schlaf besuchen.
Ich sah nur die Weite des Himmels.
Mein Blick verlor sich
im Nichts eines Traumes,
bis ich dich spürte ganz nah.
Ein Hauch, ein Kuss,
meine Lippen bebten
und deine Wärme hüllte mich ein,
wie in ein Kleid aus Rosenblättern
voller Liebe und Duft.
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Wann…

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Die Tage fahren Achterbahn.
Das Herbstlicht erhellt ein wenig den Dunstkreis.
Ein Rotkehlchen mit süßen Knopfaugen schaut mich an.
Es wirkt so zart und zerbrechlich,
aber hüpft fröhlich über die Wiese.

Wann bin ich das letzte Mal fröhlich über eine Wiese gerannt,
vielleicht um den Sonnenstrahl einzufangen oder meine Träume –

Hand in Hand mit dir,
lachend, wie Himmelskinder,
in deren Augen sich
Mond und Sterne spiegeln
und die Welt sich dreht
im Glück des Beieinanderseins,
für diesen einen Moment.
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Resonanz

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Matt spiegeln sich Träume
im Fensterglas –

vorbeiziehende Wolken tragen
Sehnsucht ins Himmelsweit –

zwischen zwei Atemzügen
ein Knistern –

etwas tritt in Resonanz
und streichelt die Seele –

Gefühle tanzen voller Hingabe
in der Stille des Herzens –

eine Träne sucht den Weg
durchs Labyrinth
und hinterlässt liebend eine Spur
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Blüten und Duft

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Der Sommer glüht.
Vergänglichkeit brennt in der Seele.
Lavendelduft schläfert mich ein.
Ich träume von fallenden Blüten,
die mich bedecken.
Ein Nest aus Blüten und Duft.
Leuchtende Augen,
die Raum und Zeit durchdringen,
sowie Schatten und Licht.
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Wir könnten..

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Wir könnten unsere Träume leben lassen
in unserer Fantasie,
dort sind keine Grenzen gesetzt,
alles ist möglich,
wir schreiben uns neu und frei.

Wir könnten Wolken schieben
und Sterne zählen,
im Mohnblumenfeld versinken,
leuchtende Momente
Tag für Tag,
Nacht für Nacht,
neu erschaffen.

Wir könnten Segel setzen
und davon segeln,
bis weit hinter den Horizont,
wo sich neue Träume erheben
aus unseren Seelen,
die miteinander verschmelzen,
wie Tränen,
die zusammen fließen
und als Morgentau glitzernd erwachen.
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Manchmal

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Manchmal leuchten deine Worte
wie blühende Blumenfelder
im strahlenden Sonnenschein
bis in meine Seele.

Manchmal wünsche ich mir
diese Stunde geglückten Seins,
wenn der Duft deiner Liebe
in meinen Himmel einbricht.

Manchmal steigt unser Sehnen
wie Rauchzeichen in die Luft
und schreibt Buchstaben
in tränenschwere Wolken.

Manchmal fliegt im Schweigen
ein Kuss durch den Raum,
der schwebend leicht wie ein Falter
sich verewigt im Herzen niederlässt.
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Glückssterne

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Immer wieder platzen Träume wie Seifenblasen
und trotzdem höre ich nicht auf zu träumen,
weil ich im Traum meiner Seele ganz nah bin
und lerne, mein Dasein in Liebe und Schönheit
zu kreieren, bis etwas davon ganz still und leise
in die Welt einbricht und wie ein Zauber
kleine Glückssterne in meinem Herzen tanzen.
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Sternenwelt

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So weit weg seid ihr Sterne mir,
so grenzenlos und unerreichbar
und doch auch so nah.
So sehr spüre ich etwas
von Heimat und Zuhause
beim Blick in die unendliche Weite.

So verborgen liegt ein Geheimnis
im Funkeln der Sternenwelt
und ein vages Ahnen befällt mich,
schleicht sich ein wie verloren
gegangene Erinnerungen,
einer vergessenen, anderen Welt.
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Dieser Zauber

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Da ist dieser Zauber,
wenn das Mondlicht
bis in meine Seele leuchtet
durch alle Schatten hindurch
und die Sterne flüstern
bis in meine Träume –

wenn meine Fantasie
mich in Welten entrückt,
bis meine zeitlose Seele
ekstatisch zu tanzen beginnt,
die Starre sich löst und
alle Ängste entweichen.

Da ist dieser Zauber,
wie ein Sonnenstrahl,
der in eine Lichtung fällt,
dieser magische Moment,
der Verzweiflung durchbricht
im anbrechenden Morgenlicht.
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Traumroute

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Wie nah bist du mir
auf deiner Traumroute
zwischen all den Sternen,
dem Funkeln und Strahlen,
dem Locken und Rufen
zartschimmernder Wesen
ferner mystischer Galaxien –
mein Herz pocht laut,
kannst du die Melodie hören,
die in nächtliche Gefilde dringt
und Sehnsucht eine Spur legt
durch Raum und Zeit,
um das Geheimnis zu entdecken,
das sich in die Ewigkeit schreibt.
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Neu ersinnen

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Du fehlst mir mit jeder Faser
deines Seins im Traum,
der sich ins Leben schreibt.
Mit jeder Seite die sich füllt,
verrinnt die Zeit in Zeitlosigkeit –
was bleibt sind Buchstaben
imaginär auf weißem Papier
und Duft, der in die Seele steigt –
der niedersinkt im Herzensgrund,
damit sich des Lebens Traum,
geboren aus Liebe, neu ersinnt.
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Eingesponnen

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Eingesponnen wie in einem Kokon
träume ich dich –
spüre dich durch deine Worte,
die in meiner Seele schlummern,
mir Balsam sind und Wärme zugleich –
so bist du mir jederzeit nah
zwischen Hier und Dort,
jedem Buchstaben, jedem Wort –
bis vielleicht eines Tages,
wenn Mut Feigheit verdrängt,
die Hülle zerplatzt, die Masken fallen
und wir uns finden an befreitem Ort.
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Ein Hauch Magie

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Da ist dieser Raum,
der uns umgibt
und der zwischen uns liegt.
In diesem Raum
ist alles möglich –
wie ein Traum im Traum,
in dem wir wandern
durch unsere Welten –
mit Flügeln, die uns beflügeln
in unserer Fantasie –
mit Sehnsucht, die uns trägt
in unserer Einsamkeit –
mit Schritten, die sich nähern
im sich aufeinander zu bewegen,
bis nichts mehr bleibt –
kein Zwischen, kein Spalt,
nur ein Hauch Magie.
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Sternenblick

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Ein Blick ins Sternenmeer
ist wie ein Blick in die Unendlichkeit,
wie ein Schweben durchs Weltall,
durch Raum und Zeit –
wie ein Traum, der mich durchzieht,
indem die Sterne fallen,
an mir vorbei und durch mich durch –
oder
wie ein Fallen durch den Sternenraum,
tiefer und tiefer, schneller und schneller,
wie ein Sog ins uferlose Nirgendwo –
bis mich ein Leuchtstern
hält und fängt
und seine Lichtspur mich
auf neue Wege bringt.
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Kindheitserinnerung

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Als Kind fuhr ich gerne Schlittschuhe, drehte kleine Pirouetten und fühlte mich in meiner Fantasie wie eine kleine Eisprinzessin. Damals wurde im Freibad das Wasser im Winter nicht abgelassen und das Bad war frei zugänglich. Es gab noch lange, frostige Winter, sodass alles zu dickem Eis gefror. Tagsüber hatte ich nicht so viel Freude, denn viele Kinder waren unterwegs auf dem Eis, spielten Eishockey oder liefen im Kreis ihre Runden oder schlitterten einfach so mit Schuhen übers Eis. Da hatte ich kaum Platz, um meiner Fantasie freien Lauf zu lassen, in diesem lärmenden Gewusel.

Also wartete ich oft, bis die Dämmerung einsetzte und fuhr am liebsten abends im Dunkeln. Da war ich ganz allein auf dem Eis. Das Dorf schien schon zu schlafen, es war kaum jemand unterwegs bei der Kälte. Dick eingemummelt machte ich mich auf den Weg. Manchmal schien der Mond ganz hell und ein klarer Sternenhimmel über mir versetzte mich in eine andere Welt. Ich lief und drehte mich auf dem Eis und übte kleine Kunststücke, sodass ich die frostig, klirrende Kälte kaum wahrnahm. Alles war wie eine Zauberwelt, in die ich eintauchte. Ein bisschen gruselig war es auch, so allein im Dunkel und der Kälte, alles schien so still, einsam und verlassen. Aber die Angst konnte mich nicht besiegen, eher dann doch die Kälte und die Ermahnung meiner Eltern, nicht so lange zu bleiben.

Irgendwann geht alles vorbei und ich musste mich auf den Nachhauseweg machen, froh, beschwingt und glücklich und irgendwann ist auch die Kindheit und Unbeschwertheit vorbei, aber die schönen Erinnerungen bleiben.
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Kleiner Vogel

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Flieg kleiner Vogel –
bald weicht die Kälte
und Wärme legt sich
nieder in dein Federkleid.
Sing kleiner Vogel –
dein Lied ist glockenrein
und klingt hoffnungsvoll
in empfänglichen Seelen.
Flieg kleiner Vogel –
ich schaue dir hinterher,
meine Tränen benetzen
einen endlosen Traum,
mit deinen Flügelschlägen
in offene Weite getragen.
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Ein Hauch Fantasie

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Sehnsucht fließt in seichtem Wasser,
umspült moosbedeckte Steine,
dringt in unbekannte Tiefen,
um zu verweilen, sich auszudehnen –
allumfassend klopft sie an Herzenstüren
und lockt Liebe aus dunklen Verstecken
ans Licht.
Liebe, die auf glitzernden Wellen
im Ozean des Lebens zu tanzen beginnt,
an Land gespült, um zu ankern –
im Dasein, im Hier,
in jedem Augenblick neu,
Herz und Seele erfasst.
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Traumgedanken

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Weit am Horizont,
im Licht der sinkenden Sonne
verweilen meine Gedanken
und wandeln sich zu Träumen –
wenn die Nacht einbricht
und ihr Sternenkleid über mich wirft,
dann legt sich ein Schleier
über all die Erdenschwere
und mir scheint,
meine Seele geht auf Reisen,
dehnt sich aus,
bis sie ihr Gegenstück erreicht,
um im gemeinsamen Seelenflug
all die Schatten zu bezwingen
und die Schönheit der Nacht zu erobern.
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Jedes Mal

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Jedes Mal,
wenn ein Sternenwort
in dein Herz fällt
und deine Seele berührt,
wirst du wissen,
jemand denkt an dich.
Jedes Mal,
wenn du lächelst
ziehen Wolken weiter,
die die Sicht trüben
und das Leuchten der Sterne
verzaubert mein Sein.
Jedes Mal,
wenn das Vermissen
uns überfällt,
werden Sonnenwinde
unsere Tränen trocknen
bis alle Schatten fliehn.
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Sternenworte IV

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Nach der Hitze des Tages,
lauer, milder Sommerabend.
Die Grillen singen ihr Lied
und die Sterne funkeln über mir.

Ich stelle mir vor,
jeder Stern ist ein Traum
und nachts fällt ein Stern
in meinen Schlaf.

Vielleicht enthält auch
jeder Stern ein Herzwort,
flüstert mir grad meine Fantasie –
dann möchte ich schreiben,
jeden Tag Sternenwörter,
die vom Himmel gefallen
und weiter schicken
in einsame, traurige Herzen.

So geh ich langsam in die Nacht
und die Sterne sind mir nah
auch in verdeckten Stunden
und an trüben Tagen
schenken sie mir ein Lächeln
und leuchten meiner Seele den Weg.
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Betrachtungsweise

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Wie ein Rädchen in einem Uhrwerk
laufe ich, nur oft anders als vorgegeben,
anders als erwartet,
in meinem eigenen Tempo,
ohne Hast und Eile,
ohne Bedrängnis
zuzulassen, loszulassen –
zu betrachten das Spiel des Lebens,
indem ich meine Kreise drehe
in meiner ganz eigenen Weise,
auch wenn’s seltsam erscheint
oder gar missfällt.

Trotzdem spür ich die Zugkraft
unsichtbarer Fäden –
lasse mich ein
auf das Geheimnis des Seins
gespiegelter Träume,
gespiegelter Sehnsucht
fernab laufender Zeiger, tickender Uhren
zeigt sich Seelennähe hinter Worten,
hinter Schatten und Schein
im zeitlosen Rhythmus und Klang
endlos weiter Sternenräume.
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Tagtraum

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Kleine, leuchtende Lichtfäden
tanzen vor meinen Augen
beim Blick ins Himmelsblau
und ich denke an dich –
spüre dich,
wenn ein sanfter Windhauch
mein Haar verweht,
als wärst du für einen Moment
hier direkt bei mir,
um mir eine Haarsträhne
aus dem Gesicht zu streichen
und die Tiefe unserer Blicke
durchdringen sich geheimnisumwoben.
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Sternenband

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Für einen winzigen Moment
schien mein Herz stillzustehen.
Schnell flocht ich ein Band
aus Sternen,
damit ich den Weg nicht verlier
entlang der Fantasie,
die manchmal absinkt
in leere Gemächer –
dann hangle ich mich wieder
am Sternenband nach oben
durch leuchtende Räume
voller Inspirationen,
die eingewoben sind
in all die vielen Sterne,
damit sie nicht verloren gehen
und wir sie jederzeit
in uns und im anderen
wieder finden,
um das Geheimnisvolle
miteinander zu verbinden.

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Träumereien

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Steig ein in meine Träume,
lass uns fliegen
durch Wolken und Stürme,
lass uns tanzen
im warmen Sommerregen,
solange drehen
bis uns schwindelig wird
und alle Tränen sich lösen –
lass uns fallen
in bodenlose Tiefen,
um dann zu finden den Ort,
der uns hält und trägt,
an dem Licht und Schatten
zusammenfällt,
wo Liebe frei atmen kann
und eine neue Dimension
in uns selbst erwacht.
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Fantasie

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Oh du,
geliebte Fantasie,
die du beflügelst
und mich trägst
bis in meine Träume
und Herzensräume,
die von Sehnsüchten
und Wünschen spricht,
vom Suchen und Finden
in weitem Seelenreich
und einem Echolot gleich
Verbundenheit
reflektierst.

Oh du,
geliebte Fantasie
deine Wellen erfassen mich,
wo tragen sie mich hin,
wo strande ich,
verwundet, verletzt, ausgesetzt
oder in den Armen der Liebe
gehalten, umschlungen, aufgenommen,
dem Meer der Verlorenheit entronnen.
Oh du, geliebte Fantasie
verlass mich nie.
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Sternenzauber

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Milliarden Sterne am Himmelszelt,
Sternschnuppen fallen in die Welt,
glitzernder Schweif am Verglühen,
Schönheit der Nacht am Erblühen.

Ein kurzes Aufblitzen in der Stille,
im Schweigen der Sterne kein Wille,
eingehüllt in nächtliche Gefilde,
eingetaucht in sanfte Milde.

Vom Sternenmeer ganz aufgenommen,
einen Augenblick der Welt entnommen,
unterbrochen der Fluss der Gedanken,
überschritten des Verstandes Schranken.

Stillschweigend in Andacht und Staunen,
geht durch die unendliche Weite ein Raunen,
vom Lichtstrahl der Sterne getragen,
kein Wort kann davon wirklich sagen.

Von Seelenmelodie umwoben,
wie von einem Magnet angezogen,
nur im Herzen zu erkennen,
im Feuer der Urkraft brennen.

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(Ein älteres Gedicht aus meinem Fundus, leicht abgeändert.)
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Wie eine Feder

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Wie eine Feder tanzend im Wind
entschwebe ich an einen Ort
in meinen Träumen,
wo wir wie Kinder einst in Märchen
in eine Welt entrückt,
über Wolkenberge stapfen
am Mond vorbei durchs Sternenmeer
Planetenhüpfen spielen,
wo wir mit staunend Blick
gemeinsam, schützend
dem Geheimnis auf der Spur
in Abenteuer stürzen.

Wie eine Feder tanzend im Wind
entschweben meine Gedanken,
wie einst in Träumen
vom schwerelosen Glück,
wo DU und ICH uns finden
und alle Grenzen,
von unsichtbar bis unüberbrückbar
zusammen, schützend
der Herzspur folgend,
mutig überwinden.
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..und jetzt?

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Blumen gepflückt
im Sommerglück,
gehofft und gebangt,
Träume zerronnen,
Zeit vergangen,
viel zu lange
an Illusionen gehangen.

Folgte schicksalhaften Wegen,
vieles kam mir entgegen,
tiefe Blicke in verzweifelte Seelen,
Einsamkeit die zerfrisst
und mein Herz gratwandelnd mitriss.

Irrtümer aufgedeckt,
von Ernüchterung erschreckt,
die mir entgegenschlug
auf meiner Suche
zu finden das Unmögliche
in fremden toten Ecken,
vergrabene Gefühle zu entdecken.

Cut

Sommer,
offene Weite
flirrende Hitze,
Tanz und Gesang,
folge mysteriösem Klang,
spüre unsichtbare Hand
und lasse mich erfassen
vom Hauch der Verzauberung
bis zum Erwachen
im Sommernachtstraum
unter sternenbeäugten Baum.
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Beginning

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Bricht ein Traum in die Wirklichkeit ein
und fügt sich zusammen,
was zusammen gehört
ist das ein bewegender Moment,
der dich gerade dann trifft,
wenn du aufgegeben hast,
daran zu glauben,
weil es unmöglich scheint
und wirbelt alles durcheinander..

..
Der Klang ist vernommen,
der Tanz kann beginnen,
ein Tanz auf dem Drahtseil
zwischen Glücksgefühl und Fantasie,
zwischen Freude und Illusion,
zwischen Traum und Wirklichkeit,
zwischen lebendig sein und verloren sein..

..
bis alle Töne sich harmonisch aneinanderreihen
gleich einer wunderbaren Symphonie.
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Wie..

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Wie der Wind,
der niemals ruht,
aufgewühlte Gedankenflut –
in die Ferne getragen
an sehnsuchtsschweren Tagen.

Wie der Mond,
der leise träumt
von zartlichtigen Gefühlen umsäumt –
in die Nacht geschickt
bei sternenklarem Blick.

Wie ein lieblicher Gesang,
gesendet und empfangen
und als Widerhall zurück
ins Sehnsuchtsland geschickt.
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Still

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Manchmal bin ich still
und mein Herz lächelt leise
in sehr sanfter Weise,
ohne das ich es will.

Dann bin ich auf Reise
fernab vom Verstand
in weitem Seelenland
auf sonderbare Weise.

Kommst mir entgegen,
wie von Zauberhand
ein unsichtbares Band
geknüpft im Sternenregen.

So schweben wir verwoben
in tiefer, stiller Seligkeit
von Raum und Zeit befreit,
bis übern Himmelsbogen.

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Ein älteres Gedicht aus meinem Fundus.
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Egal

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Egal wie weit meine Reise geht,
egal ob sie erholsam oder stressig ist,
schön, interessant oder überfrachtet,
egal ob viele Menschen oder wenig
mir begegnen, über den Weg laufen –
am Ende komme ich wieder Zuhause an
und befinde mich genau an dem Punkt,
von dem aus ich gegangen bin.

Egal ob ich träume,
egal ob ich hoffe,
so schön das auch sein mag,
so sehr meine Fantasie auch immer beflügelt,
am Ende fliege ich immerwährend allein
durch meine gedankliche Sternengalaxie
und verglühe an meinem Sehnen
und viel zu viel Gefühl.
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