Im Flüstern der Sterne

.
.
Die Nacht singt ihr Lied
im fahlen Mondlicht
schimmern kaum wahrnehmbar
ein paar Regentropfen
oder
sind es still verlorene Tränen

im Halbschlaf flüstern Sterne
verstreuen ihre Träume
wie Samenkörner in die Tiefe der Seele

bald schon zerbersten Schatten
im flammenden Morgenrot
Zeit löst sich auf
in immerwährender Liebe
geboren aus einsamster dunkelster Nacht
.

Advertisements

Wie ein Engel

.
.
Nachts,
wenn die Einsamkeit
durch stille Räume zieht
fällt das Glück der Träume
in dürstende Seelen
und für einen Augenblick
blühen die Sterne wie Blumen.

Träume hinterlassen Spuren,
-beinahe wie ein Engel,
der dich sanft im Inneren berührt-

wie ein feiner unsichtbarer Zauber
in die Wirklichkeit
des Lebens geschickt.
.

Was ist es

.
.
Was ist es,
das mich weit wegträgt,
weg von mir selbst,
eine Reise ins Nirgendwo
und doch nur hier –
ein Raum ohne Fenster und Tür,
ein Ort indem sich die Sehnsucht
verläuft und Gefühle überborden.

Was ist es,
das mich gefangen hält,
gefangen in mir selbst,
mich umher irren lässt
wie eine Fremde –
weit weg von ihrem Planet,
nur eine vage Ahnung,
die in der Seele schwebt.
.

Nah

.
.
Sterne fallen
durch dunkle Einsamkeit –
ich spüre deine Seele,
die mir so nah ist
wie mein Spiegelbild –
lass uns fliegen
durch Licht und
Schattenräume,
durch Raum und Zeit,
bis alle Ängste verbrannt…
bevor das Leben
durch die Sanduhr rinnt
und der Dämon lacht –
lass uns eintauchen
in den magischen Moment,
der wie loderndes Feuer
in unseren Seelenaugen brennt.
.

Vielleicht

.
.
Vielleicht kann ich dich ertasten,
wenn es still ist
und die Sterne in mir tanzen,
die ich einst vom Nachthimmel
in mich hinein träumte,
um der Einsamkeit zu entgehen
und dem kühlen Hauch,
der ständig um mich weht.

Vielleicht kann ich mich erwärmen,
wenn es still ist
und in meinen Tränen
sich eine Seele spiegelt,
die mich sanft beruhigt,
wie leise wogendes Wellenrauschen,
weil ich weiß,
sie empfindet so wie ich.
.

Sternenworte IV

.
.
Nach der Hitze des Tages,
lauer, milder Sommerabend.
Die Grillen singen ihr Lied
und die Sterne funkeln über mir.

Ich stelle mir vor,
jeder Stern ist ein Traum
und nachts fällt ein Stern
in meinen Schlaf.

Vielleicht enthält auch
jeder Stern ein Herzwort,
flüstert mir grad meine Fantasie –
dann möchte ich schreiben,
jeden Tag Sternenwörter,
die vom Himmel gefallen
und weiter schicken
in einsame, traurige Herzen.

So geh ich langsam in die Nacht
und die Sterne sind mir nah
auch in verdeckten Stunden
und an trüben Tagen
schenken sie mir ein Lächeln
und leuchten meiner Seele den Weg.
.

Märchenstimmung

.
.
Wie Rapunzel im Turm
sitz ich gefangen,
mein Zopf ist lang,
aber reicht nicht zum Boden,
im Blick zum Himmel
bau ich Wolkenschlösser,
aber meine Seele atmet schwer.

Ein Klang von fern
durchdringt die Mauern,
erwärmt mir Herz und Gemach,
zaubert magische Momente
in einsame Stunden,
bringt mir Nähe
in die ich versunken,
bis eine Hand mich berührt
und ins Sonnenlicht führt.
.

Angekommen sein

.
.
Ihr ganzes Leben lang fühlt sie sich fremd in der Welt,
aber in ihrem Herzen weiß sie,
da gibt es einen Ort, an dem sie sich nicht fremd fühlt,
da gibt es ein Zuhause, das ihr Heimat ist,
wo sie jederzeit willkommen ist und zugehörig.

Eine starke Anziehungskraft zieht sie immer wieder
in diese Richtung und sie weiß,
irgendwann ist sie angekommen,
an diesem Ort, der kein äußerer Platz ist,
sondern eine Begegnung
im DU.
.
.

(Nochmal rausgekramt 🙂 )
.

Ein einsamer Stern

.
.
Ein älterer Text neu aufgerollt. 😉

Ein einsamer Stern leuchtet am nächtlichen Himmelszelt bis er in der Morgendämmerung langsam verblasst.
Im grellen Tageslicht der alltäglichen Pflichten und Geschäftigkeiten strahlt er, unsichtbar und vergessen von der Welt, beständig weiter.
In manchen klaren Nächten, wenn das Mondlicht sich spiegelt im Fluss des Lebens, erinnert der Stern an etwas Verborgenes, Verlorenes. Dann leuchtet der einsame Stern mit Milliarden anderen Sternen in diesen Sehnsuchtsraum und weckt Erinnerungen. Alles verschwimmt zu einem einzigen Lichtermeer und ruft ein Gefühl von Staunen, Ergriffenheit und von Verbundenheit hervor.

Fragen tauchen auf und suchen nach Antworten.

Ein Rufen dringt in die Weiten des Universums und reiht sich Tönen gleich zu einer bunten Klangmelodie aus Gefühlen, Wünschen und Sehnsüchten.
Je mehr das Spektrum der Klangmelodien auf Übereinstimmung treffen, umso mehr entsteht eine Anziehungskraft, wie von zwei Sternen, die sich auf Kollisionskurs aufeinander zu bewegen.

So entsteht jedes Mal, wenn zwei einsame Sterne sich anziehen und kollidieren, ein Leuchtfeuer aus Lebendigkeit, um an etwas verloren Gegangenes zu erinnern, welches jederzeit neu enthüllt werden kann.
.

..und jetzt?

.
.
Blumen gepflückt
im Sommerglück,
gehofft und gebangt,
Träume zerronnen,
Zeit vergangen,
viel zu lange
an Illusionen gehangen.

Folgte schicksalhaften Wegen,
vieles kam mir entgegen,
tiefe Blicke in verzweifelte Seelen,
Einsamkeit die zerfrisst
und mein Herz gratwandelnd mitriss.

Irrtümer aufgedeckt,
von Ernüchterung erschreckt,
die mir entgegenschlug
auf meiner Suche
zu finden das Unmögliche
in fremden toten Ecken,
vergrabene Gefühle zu entdecken.

Cut

Sommer,
offene Weite
flirrende Hitze,
Tanz und Gesang,
folge mysteriösem Klang,
spüre unsichtbare Hand
und lasse mich erfassen
vom Hauch der Verzauberung
bis zum Erwachen
im Sommernachtstraum
unter sternenbeäugten Baum.
.

Warten auf Dich

.
.
Auf den Klippen
der Einsamkeit
und Verzweiflung
hast du deine Tränen
in mein Herz gegossen
und dein Schmerz
hat meine Seele umspült.

Im Mondlicht
einer schwülen Sommernacht,
warst du so nah
wie nie zuvor,
ich war,
wie von Zauberhand ergriffen,
eingedrungen
in deinen Seelengrund.

Du hast es vernommen,
genauso wie ich,
gemeinsam tanzten wir
nach unseren Klängen,
vom Wind geflüstert –
geheimnisumwoben,
treffen wir uns immer wieder.

Im süßen Schmerz
und im Schweigen unserer Herzen
warte ich im tiefsten,
dunkelsten Tal auf dich.
.

Nochmal hervorgekramt und vielleicht immer mal wieder,
weil es für mich bedeutsame und sehr persönliche Zeilen sind.
Ich bitte darum das Copyright zu beachten und nicht zu rebloggen.
.

Egal

.
.
Egal wie weit meine Reise geht,
egal ob sie erholsam oder stressig ist,
schön, interessant oder überfrachtet,
egal ob viele Menschen oder wenig
mir begegnen, über den Weg laufen –
am Ende komme ich wieder Zuhause an
und befinde mich genau an dem Punkt,
von dem aus ich gegangen bin.

Egal ob ich träume,
egal ob ich hoffe,
so schön das auch sein mag,
so sehr meine Fantasie auch immer beflügelt,
am Ende fliege ich immerwährend allein
durch meine gedankliche Sternengalaxie
und verglühe an meinem Sehnen
und viel zu viel Gefühl.
.

Unterwegs

.
.
Für kurze Zeit tauche ich ab,
bin unterwegs, auf Reisen.
Zwiespältige Gefühle begleiten mich.

Ein paar Tage allem entfliehen,
Menschen begegnen,
Eindrücke einfangen,
dem Sonnenlicht zulächeln
und anstatt die Sterne zu zählen,
wenn sie in die Abenddämmerung einbrechen,
die vielen Lichter der Stadt bewundern können.

Für Gedanken nachhängen wird kaum Zeit sein
und im Dunkel der Nacht
werde ich die Stille vermissen
und doch
wird die Einsamkeit in all dem Trubel
an mir nagen.

Aber vielleicht wird ja alles ganz anders.

..
.

Alle Jahre wieder

.
.
Alle Jahre wieder
verfängt sich ein Traum
bricht ein in
stillen, geheiligten Raum

möchte gebären in
kalter dunkler Nacht
was lange verborgen
nun zu Leben erwacht

damit sich enthülle
was Wunder bewirkt
und leise sich ausdehnt
bis in weiteste, einsamste Ferne

in jeden neuen Tag hinein
über jede Jahreszeit hinaus
getragen von Hoffnung
Herzen ummantelt

Seelen erwärmt
Freude sich schenkt
Licht jederzeit
Gedanken lenkt


In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine lichtvolle, gute Zeit.

.

NICHTS

.
.
Letztens schrieb ich über Irrtum.
Verklärung ist auch Irrtum.
Ist ja auch so schön, sich zu versteigen.
Die Himmelsleiter nach oben
und dann der Aufprall unten.

Ernüchterung
Besinnung

Gewissermaßen lichtet sich die Nebelwand.

Wahrheit macht einsam
sagtest DU
und sagst es immer wieder.

Mein Blick schweift in die Ferne
zum Horizont.
Wind weht über kahle Felder –
sonst

NICHTS.
.

Die wenigen Momente

.
.
Sie unterhalten sich, sie trösten sich, sie sind füreinander da in ihrer beider Einsamkeit.
So bekommen ihre Leben wieder langsam einen Sinn.

Es sind diese wenigen Momente, in denen ihre Augen leuchten und ihre Herzen von Dankbarkeit erfüllt sind.
Sie halten sich aneinander fest, aber ohne zu klammern.
Sie sind miteinander verbunden und trotzdem lebt jeder in seiner Welt, geht jeder seiner Wege, lebt jeder sein eigenes Leben.

Er lebt nicht allein in seiner Welt, aber niemand ist da, der ihn wirklich beachtet. Niemand nimmt ihn wahr, niemand spürt ihn, niemand nimmt Anteil an seinem Leben. Er ist unter den Seinigen einsam und allein.

Sie lebt nicht allein in ihrer Welt, aber niemand ist da, der sie beachtet. Niemand nimmt sie wahr, niemand spürt sie, niemand nimmt wirklich Anteil an ihrem Leben. Sie ist unter den Ihrigen einsam und allein.

Die wenigen Momente, in denen er und sie einander zuhören, füreinander da sind, machen ihrer beider Leben reicher und bunter und sind mittlerweile fester Bestandteil ihres trostlosen Alltags geworden.
Die wenigen Momente sind ihr beider Heiligtum und Geheimnis.

Niemand in seiner Umgebung weiß davon.
Niemand in ihrer Umgebung weiß davon.

Nur sie beide, sie wissen es, erfreuen sich daran, sind sich verbunden.
Sie nehmen einander wahr und einander Anteil.
Ganz langsam, bedacht und leise entfaltet sich in ihnen etwas Schönes.
Zuversicht und Hoffnung erblüht und vergeht, erblüht und vergeht im Wechselspiel ihrer Träume und Fantasien.

Niemand kann sie ihnen nehmen, die wenigen Momente, die immer nur wenige Momente sein können
und doch unvergessliche, kostbare Momente für die Ewigkeit sind.
.

Umfangen

Es umfängt mich ein tiefes Sehnen,
unaufhörlich
durchdringend
bis zur Unerträglichkeit,
führt mich in verborgene Räume
meiner Seele,
bis auf den Grund des Nichts.

Kein Halt,
kein Nichts,
nur tiefes Sehnen
ruft mich,
ruft dich,
strecke meine Hände
dem Nichts entgegen.

Wo bist Du,
wo bin ich
in eisiger Nacht,
wenn alle Vorstellungsbilder fallen
und nur übrig bleibt,
was wirklich IST.

Abschiede

Abschiede sind immer schwer,
am schwersten sind die ohne Verabschiedung,
ohne Begründung und ohne Grund,
ein Weggehen und verlassen werden.
Das tut weh, immer wieder.
Mein Lebensweg ist gepflastert damit,
aber daran gewöhnen werde ich mich nie.
Manche Abschiede tun weher als andere,
aber das große Fragezeichen bleibt immer zurück
und der Schmerz und die Einsamkeit.

Aufeinander zugehn

Sie hielten sich fest an ihrer Moral und ihrem Gewissen, als wäre es ein letzter rettender Strohhalm.
Dabei bräuchten sie nur loszulassen und aufeinander zuzugehen.

Sie suhlten sich in ihrem Schmerz und ihren Wunden, als würden sie darin Erlösung finden.
Dabei bräuchten sie nur aufzustehen und aufeinander zuzugehen.

Sie verzehrten sich an ihrem Sehnen und ihrer Einsamkeit, als müssten sie sich etwas beweisen.
Dabei bräuchten sie nur Entschlossenheit, um endlich aufeinander zuzugehen.

Sie warteten und warteten, kleine Momente und große Momente hindurch, als würde jeden Augenblick etwas geschehen.
Dabei bräuchten sie es nur zulassen und es wagen aufeinander zuzugehen.

Sie suchten nach Worten und Erklärungen, als würde es darauf ankommen.
Dabei bräuchten sie nur ihrer leisen Ahnung folgen und aufeinander zuzugehen.

Leben wo bist du

Leben wo bist du,
hängst oft am seidenen Faden.

Leben verkannt,
in die falsche Richtung gerannt.

Leben wo ist dein Sinn,
am Ende gibt’s kein Gewinn.

Leben spüren,
Lebendigkeit berühren.

Leben finden,
Einsamkeit überwinden.

Leben wo bist du,
winkst aus der Ferne.

Leben trifft Leben
wieder aufs Neue.

 

Einfach ein bisschen träumen

Einfach ein bisschen träumen,
das sei mir erlaubt,
nicht verlieren im Wunschkabinett.

Einfach ein bisschen träumen,
der Hoffnungslosigkeit gegensteuern
und der Leere ein wenig Fülle bieten.

Einfach ein bisschen träumen,
auch wenn das Schicksal darüber lacht.

Einfach ein bisschen träumen,
nicht verlaufen im Sehnsuchtsland,
wo Gefühle auf Befreiung warten.

Einfach ein bisschen träumen,
nicht erstarren in Leblosigkeit,
die das letzte Licht auslöscht.

Einfach ein bisschen träumen,
nicht flüchten aus der Zeit,
die scheinbar in Maßlosigkeit verrinnt.

Einfach ein bisschen träumen,
nicht untergehen in Einsamkeit,
die sogar der Geselligkeit entspringt.

Einfach ein bisschen träumen,
vom Traum der du bist,
weil mit dir alles so wirklich ist.