Plötzlich

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plötzlich
steht die Welt
für dich still
kein Ton
kein Laut
kein Nichts
nur das Keimen
der Saat
unter dem Schnee
spürbar
ahnend
bedeckt

im Schutz
des Winters
im Brachland
versteckt
wartest du
lauschend
geduldig
bis der erste Ruf
des Vogels
den Frühling
in dir weckt
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Zurück bleibt

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ach könnte der Wind
meine Gedanken zerstieben
mich befreien
von quälender Gedankenlast

ein blank geputztes Kopfhaus
nur der Schlafsand darf bleiben
um endlich zu ruhen und
einzutauchen in erholsame
nächtliche Stunden

dann können Träume wieder
durch meine Seele ziehen
wie Flugvögel auf ihrer Reise

und zurück bleibt
eine Feder, ein warmes Nest
Himmelstränen
die das Herz
liebevoll erweichen
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Poesiebrücke

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eine unsichtbare Brücke
von Stern zu Stern
wir traumwandeln
du und ich
ich und du
wir

alles ist flüchtig
Poesie bleibt
verbleibt im Herzen
in der Seele
im Traum

transportiert
Worte und Gefühle
manchmal eine ganze
gedankliche Zauberwelt

immerfort spazieren wir
über Brücken
von hier nach dort
von Gedanken zu Gedanken
von Herz zu Herz

wir gehen nicht verloren
sogar im Sternenfall
finden wir uns
Hände reichend
traumsicher
für immer
.

Berührbar bleiben

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Manchmal sind wir
wie wiegende Gräser im Wind
dann wie Schneeflocken
kurz vor dem Schmelzen
doch immer sind wir
und träumen und warten
und gehen durch die Zeit

manchmal schauen wir
sehnsuchtsvoll nach oben
und die Sterne geben uns
leuchtende Zeichen –
wir leben und lieben
schenken uns gegenseitig Licht

das Schöne und Besondere
darf nie zerstört werden
damit es immer und jederzeit
unsere empfindsamen Seelen
mit Freude erfüllt
und wir berührbar bleiben
in einer gefühlsarmen Welt
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Stetig

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eine goldene Scheibe
der helle Mond

bald schon
ist alles bedeckt
mit Glanz und Schnee

nur die Spur
deiner Träume
zieht Furchen
durch dein Herz

still atmet Liebe
ein und aus
an Wintertagen

entblättert sich stetig
unter deinem
hebenden Blick
.

Gespiegelte Seiten

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Worte schmelzen
gehen unter die Haut
prickelnd wie Champagnerperlen
tanzen sie durch die Venen

aus den Herzkammern
fällt Liebe und
berührt zärtlich dein Gemüt

mit den Fingerspitzen
streichst du über den Traum
Gefühle gehen in dir auf
wie Blütenkelche im Schnee

Traum und Wirklichkeit
reichen sich die Hand
wie gespiegelte Seiten
im Sein des Lebens
.

Hoffnung und Licht

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Matt schimmert Laternenlicht
auf regennasser Straße
alles wirkt eingehüllt
wie in endloses Schweigen
überall tropft es
von Dächern und Zweigen
und Nebel trübt die Sicht

ich steh am Fenster
mit wartendem Blick
auf das Lächeln der Sterne
und Spuren aus Träumen
die sich spiegeln
in regennassen Scheiben

in Gedanken dichte ich Worte
ausgespannt wie ein Netz
zwischen Tropfen und Wolken
zwischen Himmel und Erde
zwischen hier und dort

und aus dem Fallen
wird ein Halten
aufgefangen im Echo
der Ver-dichtung
verwischen Grenzen
aus Sehnsucht und Träumen
verbreiten Hoffnung und Licht
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Novemberlicht

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Novemberlicht
steigt aus dem Nebel
ein Hauch Melancholie verfliegt

ruhig liegt der See
und spiegelt Stille
nach der sich die Seele sehnt

wie im Traum tauchen Bilder auf
von einem Ort geheimnisvoll
an dem das Herz sich freudig bewegt

und wie aus dem Nichts
formen sich Töne zu Worten
in die Welt geflüstert für dich
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Damit sich Liebe verfängt

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Dein banger Blick
gebettet auf Wolken
ein Lächeln fällt in dich zurück
schon gehen Regentropfen nieder
bewässern karges Seelenland

Pflücke dir Sterne wie Blumen
aber halt sie in der Hand
dass sie nicht verschwinden
wie verlorene Kinder
deren Wesen verkannt

Öffne dich wie eine Schale
damit das Leben in dich fällt
sodass du blühst vor dem Verwelken
und Liebe sich in dir verfängt
bevor du schicksalhaft vergehst
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Vorübergehende

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Im fahlen Licht der Sterne
warte ich auf meine Träume
warte bis du kommst
und mir sagst
wir können gehen
verschwinden in der Nacht

Wir ziehen mit den Wolken
durchwandern Schatten und Licht
zittern wie Blätter vorm Fall
im aufkommenden kalten Wind

Was sind wir
außer Vorübergehende
Fremde
die eine Zeitlang
in dieser Welt sind
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Raumzeitlose

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noch lässt die Kahlheit der Bäume
auf sich warten
langsam nehmen wir Abschied
vom bunten Blätterkleid
rote Blätter fallen nieder wie beschämt
und welken leise vor sich hin

der Sommer ging
mit schnellen Schritten
und auch der Herbst vergeht
wie fliehende Schatten
in seiner tristen Melancholie

wir betreten die Lichtung
die vor uns liegt
lassen uns von Hoffnung tragen
wiegen uns wie Gras im Wind
weil wir in unseren Herzen
raumzeitlose Liebende sind
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Atemlang

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Meine Seele ist empfindsam
und durchscheinend
wie zarte Libellenflügel

flugfähig bin ich deshalb nicht
meine Gedanken und Gefühle
ziehen mit dem Wind

einem sanften Luftzug gleich
kannst du es spüren
atemlang schwebe ich

ein kurzer Flügelschlag
wie tröstliche Worte
verwandelt Dunkles in Licht
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Über den Herbst hinaus..

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Herbst
dein farbiges Blätterkleid
leuchtet im Sonnenlicht –
lebendiger Farbenrausch
bevor alles eintaucht
in Stille und Nebelgrau

komm und deck mich zu
mit deiner Wärme
lass uns unsere Träume bewahren
bis hell gleißendes Frühlingslicht
wieder durch kahle Bäume bricht

wir kehren ein in unsere Seelentiefe
ganzjährig blüht die Rose
in pochenden Herzen
und Liebe wächst weit
über Zeit und Raum hinaus
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Im Flüstern der Sterne

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Die Nacht singt ihr Lied
im fahlen Mondlicht
schimmern kaum wahrnehmbar
ein paar Regentropfen
oder
sind es still verlorene Tränen

im Halbschlaf flüstern Sterne
verstreuen ihre Träume
wie Samenkörner in die Tiefe der Seele

bald schon zerbersten Schatten
im flammenden Morgenrot
Zeit löst sich auf
in immerwährender Liebe
geboren aus einsamster dunkelster Nacht
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Magische Momente

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Es sind diese magischen Momente
in denen Gefühle überborden
die zwei Menschen
füreinander empfinden

in denen Liebe aufgeht
wie tausend Sonnen
und dich fluten
mit Wärme und Geborgenheit

Momente
für immer in die Seele gebrannt
und durchs Universum ziehend
wie eine heilsame Essenz
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Mut

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Schieb den Schatten
von der Seele
bevor du erstickst
bevor es zu spät

schieb die Wolken
fang den Lichtstrahl ein
flieh mit dem Wind
aus zu engem Gewand

greif nach dem Leben
lass es nicht
durch die Finger rinnen
solange Sehnsucht brennt

du bist nicht verloren
wenn jemand an dich denkt
der Himmel dich küsst
und Liebe sich schenkt
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Knistern

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es knistert
wenn nachts ein Traum erwacht
fortgespült alle Tränen
schwerer Tageslast

es knistert
wenn der Mond sich spiegelt
in Fensterscheiben
und Magie in die Nacht einbricht

es knistert
wenn sich zwei Herzen berühren
von Sternen umarmt
und von Sehnsucht getragen

es knistert
wenn morgens Vögel ihr Lied anstimmen
und du weißt
nur Liebe hält und erhellt dein Leben
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Heimatland

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Mein Blick verliert sich
am Horizont
zwischen Himmel und Land
zwischen flirrender Sonne
und wirbelndem Staub

ein Bild steigt auf
Konturen im Licht
Erinnerungstropfen
vergangener Zeit

eine Legende schlummert
in Dunkelhöhlen
träumt von Erlösung
und Dechiffrierung

schenk mir ein Zeichen
ins Schattenbewusstsein
zieh mich behutsam
ins Heimatland
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Elfengleich

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Du legst Sterne
in meinen Seelenraum
oder
ist es dein Leuchten
in der Nacht –

wenn das Mondlicht
mit den Wellen schaukelt
und Wassergeister rufen
ziehst du mich empor
mit deinem Liebesherz

dann dichtet die Muse in mir
elfengleich
und verzaubert das Wort
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Mohnblumenfeld

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Im Mohnblumenfeld
warte ich
zwischen flammendem Rot
und rauschendem Wind

in der Nähe
singt ein Vogel ein Liebeslied
aus seinem Gefieder
fällt ein Stern

ich schließe die Augen
du ziehst mich
wie von Zauberhand
in deinen Bann
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Traumverwandt 

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Fremder
deine Träume
sind den meinen verwandt
unsere Seelen ziehen
gemeinsam durch die Nacht

wenn Sehnsucht entflammt
zerstäuben einsame Sterne
und wurzeln feurig
in wartenden Herzen

spürst du diese Kraft
die sich aus Träumen speist
und alle Nachtschatten
sowie Ängste durchdringt
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Erspüren

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Möchte aufsteigen
und schweben
wie ein Luftballon

Wolken schieben
tanzen im Regen

über Sternenbrücken laufen
den Mond umarmen

Herzblumen pflanzen
Traumspuren legen

durch Mohnfelder streifen
in Lavendelküssen schwelgen

dein Seelenhaus besuchen
und dein Wesen erspüren
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Geheimnisvoller Zauber

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Wenn die Nacht
ihre Sternenkelche öffnet
lockt der Ruf der Sehnsucht
und brennt Träume in den Schlaf.

Wo sind wir im tiefsten Traum,
wenn Liebe in uns erwacht
und wir mit den Sternen leuchten?

Wir strecken uns im Morgenlicht,
spüren den geheimnisvollen Zauber,
der verborgen in uns lebt und wirkt,
bis wir wieder traumversunken schweben
in sternenklarer, dunkler Nacht.
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Irgendwann

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Irgendwann
erkennst du das Muster
der Sterne
und des Schicksals Lauf –
die namenlosen Rufe
des Herzens
untröstlich in Träume gebettet

Irgendwo
zwischen zwei Atemzügen
schwebt Hoffnung
und der Liebe endlose Kraft –
das grenzenlose Sehnen
der Seele
ein Leuchtzeichen Tag und Nacht

Irgendwann
öffnet sich der Himmel
auch für dich
und flammend blüht der rote Mohn –
das fließende Leben
tropft erneut
schicksalsträchtig in die Schale der Zeit
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Glanzlichter

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Manchmal sind Worte
wie Glanzlichter im Dunkeln
auf verlorener, wogender See –
sind wie ein Anker
vor dem Versinken,
tragen hinüber ans Ufer
und wärmen bis die Sonne aufgeht.

Unter Trauerweiden gestrandet,
fiebert das Leben nach Leben
und trägt in sich doch Melancholie.

Nachts finden sich Träume,
-weich gebettet zwischen Sternen-
schimmern Gefühle aus Worten
und halten einander fest.
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Abendwind

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Im Abendwind lausche ich
– zu hören –
deiner Stimme Klang

mein Herz ist weit,
wie der Himmel über mir

wo ist deine Hand,
die meine greift und
deine Wange, die meine streift

im Abendwind zieht Sehnsucht
sanft durch meine Seele
und legt sich nieder,
wie eine verlorene Träne.
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Wolkenschiff

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Wolken ziehen am blauen Himmel
Gedanken kommen und gehen
dazwischen vielleicht eine Träne –

heimatlos stehe ich am Ufer
Mond und Sterne spiegeln sich
im Fluss der Gefühle –

in der Frühe singt ein Vogel
rätselhaft verrinnt die Zeit
im Weltenlauf des Seins –

still empfange ich Freude
in meiner entrückten Seele
die sich zum Himmel streckt –

was wendet sich der Sehnsucht zu
wenn nicht die Liebe
in ihrer Unfassbarkeit –

die Sonne wirft ihre Strahlen
über die Erdenschwere
ich warte auf ein Wolkenschiff
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