DU

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(Teil 1)

Es klingelt. Ich öffne die Tür. Du stehst da, einfach so und lächelst mich an. Ich bin wie erstarrt, fassungslos, sprachlos. Wie angewurzelt verharre ich. Sind es Sekunden oder Minuten, ich weiß es nicht. Die Zeit ist stehengeblieben. Der Raum, indem ich mich befinde, existiert nicht mehr. Alles verschwimmt im Fluss der Tränen. Du gehst einen Schritt auf mich zu, wischt mir die Tränen aus den Augenwinkeln, hältst für einen kurzen Moment mein Gesicht in deinen Händen. Ich spüre deine Sanftheit. Dein verständnisvoller Blick trifft genau in meine Augen und durchdringt mich. Du schaust in die Tiefen meiner Seele, in mein Herz, in meine Schattenreiche und erkennst mich, erkennst dich darin, findest mich ungeschützt und ohne Halt.

Jeglicher Widerstand in mir löst sich auf und ich sinke in deine Arme, versinke in deiner Umarmung, falle ins Bodenlose meines Seins, erwache in die Wirklichkeit des beginnenden Tages, in die Morgendämmerung, in die du mich führst……………
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