Wie ein Rausch

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Es ist mal wieder so weit. Ich, als stiller Mensch, habe die Musik voll aufgedreht und bin durch die Wohnung gerockt. Den lauten Verzweiflungsschrei habe ich mir erspart, wollte ich doch nicht, dass die Nachbarn den Notarzt oder die Polizei rufen. Hätte ich greifbar irgendwelche Drogen gehabt, obwohl noch nie welche genommen, dann hätte ich es in dem Moment getan. Einfach so, um mich zu berauschen, mich zu vergessen, um den ewig dröhnenden Verstand kurzzeitig auszuschalten und um alles rauszulassen, was sich seit Wochen und Monaten angesammelt hat. Diesen ganzen Müll ausspucken bis nur noch die Leichtigkeit übrigbleibt.

Stattdessen habe ich laut zur Musik mitgesungen und dabei ekstatisch getanzt. Immerhin war es wie ein kleiner Minirausch und für ein paar Minuten bin ich abgetaucht, geschwebt und hab mich stark und befreit gefühlt.

So ein paar Sekunden sich stark fühlen, das hat was und vielleicht bald werde ich es wiederholen….
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22 Kommentare zu “Wie ein Rausch

  1. Die Musik hat mir auch schon gute Dienste erwiesen, um zumindest ganz für mich allein jene Gefühle nach außen hin zu entlassen, die ich sonst hinter einem Panzer (ja, das ist wohl das Los von Krebsgeborenen) verborgen halte.
    Es erleichtert ungemein.

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  2. Dich befreien – Dir Gutes tun!

    Für mich klingt Dein ekstatischer Sing-Tanz nach einem Stück

    „ICH“ lebe leibhaftig und bin für mich da…!

    Sterneseele, Jaa! Eiederhole solche Momente… Lass Dir das nicht nehmen! Sie werden nicht immer berauschend sein müssen Du wirst sehn… und wenn… dann ist es dennoch GUT!

    Herzlichst Sandmännli

    Gefällt 2 Personen

  3. Musik wird ja auch als Therapie eingesetzt, jeder kann herausfinden welche Musik in welcher Stimmung hilfreich ist. Tanzen und Mitsingen, dass hilft mir auch oft. Es ist schön so ein Ventil zu haben . Ich hoffe du findest wieder deine Mitte. Liebe Grüße, Sylvia

    Gefällt 1 Person

  4. Da fällt mir Sally Bowles aus dem Film Cabaret, gespielt von Liza Minelli, ein. Um sich von aufgestauten Gefühlen zu befreien, stellte sie sich unter eine S-Bahn Brücke, um laut zu schreien, wenn eine Bahn über sie hinweg donnerte. Diese Szene kam mir sogleich in den Sinn, als ich deinen Text las. Befreiung ist notwendig. Ohne Drogen. 🙂

    Gefällt 4 Personen

    • Eine wunderbare Szene! Und ich dachte dabei … es ist zu wünschen dass der Befreiungsschrei noch nach halt (!) wenn die nächste S-Bahn schon anrollt… dann hat ihn hoffentlich auch jemand gehört…

      In diesem Sinne

      Allen eine entspannte befreite Adventszeit

      Gefällt 2 Personen

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