Bei mir

.
.
Deine Worte verhallen nicht,
sie sind bei mir,
wie der Duft der Rose
mitten im Winter –
wie das Sternenmeer
hinter dunklen Wolken –
wie eine Seelenspur,
der ich leise folge –
wie eine Umarmung
in einsamer kalter Nacht.
.

Advertisements

Lebenshauch

.
.
Schau die Allee
die Bäume so kahl
verweht sind die Blätter
vergangen die Zeit –
ich geh ein Stück
entlang die Straße
mit Blick zum Horizont,
bis du mir vielleicht
irgendwann entgegen kommst –
im blassen Mondlicht
zwischen den Bäumen
warte ich halberfroren
auf sonnenbeleuchtete Blätter
wehend im Frühlingswind –
schau die Allee
wie sie langsam
wieder Leben annimmt
und uns schweigsam ein Stück
des Weges mitnimmt….
.

Neu ersinnen

.
.
Du fehlst mir mit jeder Faser
deines Seins im Traum,
der sich ins Leben schreibt.
Mit jeder Seite die sich füllt,
verrinnt die Zeit in Zeitlosigkeit –
was bleibt sind Buchstaben
imaginär auf weißem Papier
und Duft, der in die Seele steigt –
der niedersinkt im Herzensgrund,
damit sich des Lebens Traum,
geboren aus Liebe, neu ersinnt.
.

Seelenblick

.
.
Immer wieder sehe ich dich
mit meinem tiefen Seelenblick,
wie ein Magnet ziehst du mich zu dir,
drehst dich in meiner Gefühlsspirale,
als wärst du ganz nah bei mir –
doch bist du mir so unbekannt
in der Vielheit deiner Facetten,
die auf mich wirken wie ein Geheimnis,
das mich dich schwer erkennen lässt –
und doch weiß ich zutiefst in mir,
in unseren Seelen spiegelt sich etwas,
das uns verbindet und strahlen lässt.
.

Eingesponnen

.
.
Eingesponnen wie in einem Kokon
träume ich dich –
spüre dich durch deine Worte,
die in meiner Seele schlummern,
mir Balsam sind und Wärme zugleich –
so bist du mir jederzeit nah
zwischen Hier und Dort,
jedem Buchstaben, jedem Wort –
bis vielleicht eines Tages,
wenn Mut Feigheit verdrängt,
die Hülle zerplatzt, die Masken fallen
und wir uns finden an befreitem Ort.
.

Umkehr

.
.
Schenkst du mir den Tag,
der Helle verspricht,
hervorgegangen aus dunkler Nacht,
damit sprießendes Leben
aus zerronnener Zeit
wieder zur Blüte erwacht.
Alles ist zerflossen,
wohin nur, wohin –
nur ein winzig kleiner Funke
Lebenskraft ist geblieben
und wartet, doch auf was?
Auf Umkehr, auf Rückbesinnung,
auf pulsierendes Strömen jeder Zelle,
wenn mein verlorener Blick
hingebungsvoll nach innen lächelt,
um von der Liebe zu trinken,
die sich speist aus endlosem
Seelentraum und duftenden Rosen
in wiederkehrendem Frühlingslicht.
.

Ein Bild

.
.
Sanftmütig ist die Sonne,
wenn sie mit ihren Strahlen
zärtlich mein Gesicht streift,
dabei tief meine Seele berührt,
ungeweinte Tränen trocknet
und wie ein stiller Trost
sich wärmend um mich legt.
Dann entsteht ein Bild in mir
von später flammender Blüte,
die die Traurigkeit durchbricht
im zugewandten Licht der Liebe.
.

Ein Hauch Magie

.
.
Da ist dieser Raum,
der uns umgibt
und der zwischen uns liegt.
In diesem Raum
ist alles möglich –
wie ein Traum im Traum,
in dem wir wandern
durch unsere Welten –
mit Flügeln, die uns beflügeln
in unserer Fantasie –
mit Sehnsucht, die uns trägt
in unserer Einsamkeit –
mit Schritten, die sich nähern
im sich aufeinander zu bewegen,
bis nichts mehr bleibt –
kein Zwischen, kein Spalt,
nur ein Hauch Magie.
.