Gedanken über Bruchstellen

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Es gibt manchmal kleinere Risse auf dem Lebensweg, die sind reparabel.
Größere Risse hingegen werden zu Bruchstellen und Bruchstellen sind Brüche.
Bruchstellen unterbrechen den Lebensweg, sind oft tief und abgründig.
Ein Bruch kann eine Aufforderung sein.
Er zeigt die Möglichkeit abzubrechen, aufzubrechen.

Es stellen sich Fragen:

Was bricht auf?
Was bricht ab?
Wohin führt der Weg?

Eine Veränderung steht an. Sie wirkt bedrohlich und befreiend zugleich.
Ungewissheit, die verunsichert.
Leerlauf ohne Richtung.
Verloren im Zeitenlauf.
Aufbrechen um anzukommen bei sich selbst.

Der Sprung über die Bruchstelle ins eigene Sein.
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14 Kommentare zu “Gedanken über Bruchstellen

  1. Solche Bruche, auch wenn sie zunächst als destruktiv empfunden werden, können doch dem Leben eine völlig neue Richtung geben. Was wäre, wenn dieser Weg in eine neue Richtung nicht auch mit Leere und Ungewissheit verbunden wäre? Wäre es dann überhaupt ein neuer Weg? Eine neue Richtung? Oder einfach nur? Trampeln aus ausgelatschten Pfaden.

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    • Eine neue Richtung können sie einschlagen und ob es ein neuer Weg ist, nicht nur ein Trampeln auf ausgelatschten Pfaden, wird sicher erst dann später erkennbar sein. Danke und LG Ariana

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      • Ja, das braucht ein wenig Gelassenheit und vor allem viel Vertrauen in sich selbst. Oder eben die Haltung: Und wenn sich dann zeigt, dass der Weg nicht ganz der richtige ist, dann gibt es nochmal eine Kurskorrektur.

        Liebe Grüße von Frida

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  2. Liebe Ariana,

    deine Sichtweise auf die Brüche ist eine gute, die mich gleich an Karl Jaspers „Scheitern als Chance“ erinnert hat. Allerdings frage ich mich nach einigen dieser Brüche in meinem Leben, ob Scheitern überhaupt der richtige Begriff ist. Einerseits schon, andererseits ergibt sich das, was wir als Bruch und Scheitern bezeichnen, ja meist im Gegensatz zum überlebten Selbstbild, das nicht selten stark gesellschaftlich geprägt ist. Sieht man von diesen Prägungen ab (was praktisch natürlich nicht so leicht ist), bleibt der Gedanke des ewig Fließenden und in Veränderung begriffenen Seins an sich, das sich in uns allen (und in allem) immer neu manifestiert und nach Freiheit strebt. Insofern sind die Scheiternden auch immer jene, denen es überhaupt noch gelingt, sich eine Offenheit zu bewahren und nicht zum Massenmenschen zu werden, der seine Existenz nur dank perfektionierter (und ihn immer mehr abtötender) Verdrängung ertragen kann.

    Es grüßt dich herzlich Thomas

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    • Ja, das sehe ich auch so Thomas, du hast es gut ausgedrückt. Scheitern, Brüche tragen auch immer eine neue, andere Möglichkeit in sich und auch da sind wir nicht davor gefeit, dass wir wieder in die Irre laufen.
      Solange man nicht aufgibt, resigniert und sich seine Offenheit bewahrt, befinden wir uns im Fluss des Lebens und sind damit den Veränderungen unterworfen.
      Danke für deine Gedanken und lieben Gruß Ariana

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  3. Wenn sie geheilt sind, kann man mit Stolz als Mensch sein Narbengewand
    (wie es so schön in einer Frauenbiographie beschrieben wurde) tragen.
    elyas

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  4. schöne Gedanken zu den Bruchstellen, bedrohliche und doch auch befreiende Veränderungen, je ungewisser der Ausgang, um so bedrohlicher. „Verloren im Zeitenlauf“. Die Sternenseele? Und schön sind sie ausgedrückt, Fragen sowie Gedanken!
    Es grüßt dich ganz herzlich,
    Marlis

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    • Danke liebe Marlis. Veränderung ist meist ungewiss und macht somit auch Angst, erfordert Mut, kann gut gehn oder auch nicht…und doch ist das ganze Leben Veränderung, Stillstand wäre das Ende.
      Liebe Grüße in Nachdenklichkeit
      Ariana

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      • Veränderungen sind tatsächlich oft beängstigend, deshalb scheuen sich die Menschen so oft davor, Entscheidungen zu treffen.
        „Die Entscheidungen waren nur der Anfang von etwas. Wenn man einen Entschluß gefaßt hatte, dann tauchte man damit in eine gewaltige Strömung, die einen mit sich riß, zu einem Ort, den man sich bei dem Entschluß niemals hätte träumen lassen.
        – Paulo Coelho, Der Alchimist
        Auch dir liebe Grüße zur Nacht,
        Marlis

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