Stimmungen

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Stimmungen treten auf,
überfallen einen plötzlich,
stimmen ein,
versetzen in Erinnerungen
oder enthalten Ahnungen,
treffen ins Gemüt.

Meine Stimmung steht auf Abschied,
Wehmut, Melancholie
in vielerlei Hinsicht.

Die paar Tage, die ich verreist war haben mir gut getan,
aber auch viele Erinnerungen hervorgeholt, bis in meine Kindheit.

Es war ein bisschen wie ein Lebensrückblick. Vielleicht lag es auch daran,
dass ich in meiner alten Heimat war. Da bin ich zwar fast jedes Jahr einmal,
aber diesmal war etwas anders als sonst.

Vielleicht ist mir auch beim nächtlichen Blick in die Weiten des Sternenhimmels
diesmal ganz besonders die Vergänglichkeit aller Dinge klar geworden,
klarer als sonst.

Es war eine Mischung aus Wehmut und Dankbarkeit
und hoffentlich keine Ahnung für Kommendes.

Ich schrieb hier vor einiger Zeit über Ahnungen
und meine letzte Ahnung hat sich leider vor kurzem bewahrheitet.
Eine Ahnung, die schon ziemlich klar und deutlich war,
ich sie aber verdrängt habe, das war nicht gut.

Im Moment beschleicht mich auch so ein komisches Gefühl, wie eine Ahnung,
aber unklar. Ich kann nicht wirklich sagen was es ist, weil sich die Ereignisse
in der letzten Zeit auch etwas überschlagen haben und sich vieles mischt.

Wie es sich entwickelt, welche Richtung es einnimmt, da kann ich nur abwarten.
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Tränendes Herz

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Im Frühjahr blüht das Tränende Herz,
zu einer Jahreszeit,
in der eigentlich viele verliebte Herzen tanzen.

Schon merkwürdig diese Symbolik,
die man darin sehen kann
oder auch nicht.

Für mich ist es gerade Symbol
für mein gebrochenes, weinendes Herz.

Es ist aufgebrochen und viele Tränen
sind herausgeflossen.
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Jetzt ist es leichter,
ein Teil der Schmerzen ist in einem Rinnsal weggeflossen
und hat Platz für Erkenntnis geschaffen:

Ich darf jederzeit hoffen und vertrauen,
nur nicht auf Worte und Menschen bauen.
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Lavendelfeld

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Einst ging ich durch blühendes Lavendelfeld. 042
Betörend Duft hing in der Luft
und lies mich schnell ermüden.
So sank ich weich in Lavendeltraum
und flog durch Erinnerungswelten.

Ein warmer sanfter Sommerwind
umspielte meine Sinne.
Mein Blick ging bis zum Horizont
und Himmelsblau traf meine Augen.

Dann sah ich dich im Sonnenlicht,
deine Konturen pastellfarben,
wie gemalt mit Pinselstrich.

Du beugtest dich dicht über mich
und plötzlich war es still und dunkel,
die Zeit war lautlos vorgerückt
in nächtliche Traumfänger Stunde.

Im grenzenlosen Sein sternenbesäter Weite
durchschritten wir Raum und Zeit,
bis wir zusammen erwachten
im Morgentau perlenbesetztem Lavendelfelds.

Geblieben ist der Geschmack von Sommer,
von Sehnsucht und Lavendelblau,
von Küssen, die in Endlosschleifen
durch meine Träume ewig reisen,
bis einmal wir uns werden treffen
an diesem geträumtem Lavendelfeldort.
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Gedanken über Bruchstellen

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Es gibt manchmal kleinere Risse auf dem Lebensweg, die sind reparabel.
Größere Risse hingegen werden zu Bruchstellen und Bruchstellen sind Brüche.
Bruchstellen unterbrechen den Lebensweg, sind oft tief und abgründig.
Ein Bruch kann eine Aufforderung sein.
Er zeigt die Möglichkeit abzubrechen, aufzubrechen.

Es stellen sich Fragen:

Was bricht auf?
Was bricht ab?
Wohin führt der Weg?

Eine Veränderung steht an. Sie wirkt bedrohlich und befreiend zugleich.
Ungewissheit, die verunsichert.
Leerlauf ohne Richtung.
Verloren im Zeitenlauf.
Aufbrechen um anzukommen bei sich selbst.

Der Sprung über die Bruchstelle ins eigene Sein.
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Besondere Momente

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Es gab diese kleinen
besonderen Glücksmomente
zwischen dir und mir –
wie ein Zauber
und ein Lächeln der Seelen.

So nah,
so schön,
so wahr.

Ein Funke im Dunkel der Nacht,
entzündet im Sehnsuchtsfeuer
gleichschlagender Herzen.

Es gab diese kleinen
besonderen Hoffnungsmomente
zwischen dir und mir –
mit dem Erwachen des Frühlings,
aber auch mitten im Winter.

Heute lächelt mich der Tag an,
die Vögel zwitschern,
es ist Frühling
und wir beide wissen,
um die Freude der Glücksmomente,
die kommen und gehen,
ohne dass wir sie halten können,
wissen um die Hoffnungsmomente,
die im Wechsel mit dem Einzug
von Vernunft und Nüchternheit,
aufblitzen und verblassen.

Nur das Lächeln in unseren Seelen bleibt,
wie ein Abdruck auf Lebenszeit
und vielleicht bald,
steigt wieder ein Hoffnungsfunke empor
und die Vorfreude
auf diesen besonderen nahen Glücksmoment
zaubert mir ein Lächeln
mitten ins Gesicht.
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