Windhauch 3

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Wieder streift mich ein Windhauch,
der mich in meinen Tiefen berührt
und meine übergroße Sehnsucht schürt.
In sanften Wogen hebt es empor,
kommt und geht,
wie der Wind, der weht –
möchte verweilen,
sich niederlassen,
ist Hauch nur
und lässt sich nicht fassen.
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6 Kommentare zu “Windhauch 3

  1. Des Dichters Sehnsucht wird wohl immer ein Antrieb zu schöner Lyrik sein! Mit diesem Gedicht aus vergangener Zeit einen Gruß in die Gegenwart
    von Birgit Marienthal, Wederwill-Team

    Detlev von Liliencron (1844-1909)
    Sehnsucht

    Ich ging den Weg entlang, der einsam lag,
    Den stets allein ich gehe jeden Tag.
    Die Heide schweigt, das Feld ist menschenleer;
    Der Wind nur weht im Knickbusch um mich her.

    Weit liegt vor mir die Straße ausgedehnt;
    Es hat mein Herz nur dich, nur dich ersehnt.
    Und kämest Du, ein Wunder wär’s für mich,
    Ich neigte mich vor dir: ich liebe dich.

    Und im Begegnen, nur ein einzger Blick,
    Des ganzen Lebens wär er mein Geschick.
    Und richtest du dein Auge kalt auf mich,
    Ich trotze Mädchen dir: ich liebe dich.

    Doch wenn dein schönes Auge grüßt und lacht,
    Wie eine Sonne mir in schwerer Nacht,
    Ich zöge rasch dein süßes Herz an mich
    Und flüstre leise dir: ich liebe dich.

    Detlev von Liliencron (1844-1909)

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