Ein leises Etwas

 

Ein leises Etwas steigt empor,
ganz vage nur,
kann’s nicht erfassen.

Was ist es nur,
was schleicht und flüstert
und lässt mir keine Ruh.

Ob Tag, ob Nacht,
ist stets mit mir,
und zupft an meinen Wunden.

 

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19 Kommentare zu “Ein leises Etwas

  1. Ein leises Zupfen nur,
    leis und fein.
    Doch schwillt es an,
    lauter, lauter, unbekannt.

    Verborgen hinterm Lärm,
    Versteckt in den Ritzen.
    Nicht zu greifen, doch so nah.
    Unfassbar und so klar.

    Ich bin wo du sein wirst,
    Ich will sein wo du bist.
    Zurück geht es nur voran,
    Vorbei am Lärm, am Zerren.

    Ein Zupfen ist es.
    Leise und doch da.
    Vage bekannt, altbekannt.
    Ein Zerren wird es.

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    • Es zerrt und zupft ganz fürchterlich,
      es reißt und bohrt,
      es brennt und lodert,
      kann es nicht aufhalten,
      kann es nicht löschen
      und doch geht es dahin,
      bringt mich zu Fall,
      zwingt mich in die Knie,
      oh ‚Schicksal‘ rette mich……………

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      • Und so, auf den Knien, beginnt die Geschichte. Alles davor ist lediglich Vorspiel. Das leichte Petting zum warm werden.

        Was bleibt dir anderes, als das Schicksal um Rettung anzuflehen, deine Aktionen verpuffen wie Wasser auf dem sprichwörtlichen Stein. Deine Überlegungen sind in etwa so hilfreich wie ein Kropf und erreichen doch deine Gefühle nie. Der Kopf sieht vielleicht schon das Problem – meint es zu sehen – aber dein Herz ist noch immer gefangen, unfähig, einen Schritt vor oder zurück tun.

        Letzten Endes heißt es aushalten. Dort, auf den Knien. Während du um Rettung bittest, sogar bettelst…

        Auszuhalten ist, so glaube ich – besonders wenn es sich selbst aushalten meint – so ziemlich das schwerste, was ich mir vorstellen kann. Ich kann viel begreifen, an mir und anderen… Aber mich dabei auszuhalten… wieauchimmer.

        Wenn du lange genug dort kauerst, so ist ja die Hoffnung, wird es schon vorbei gehen. So wie auch der schlimmste Sturm uns nichts anhaben kann, wenn wir uns währenddessen 10 Meter unter der Erde verbuddeln. Warten, aushalten und die Hoffnung auf das Ende nicht verlieren.

        Doch dabei wird der Lärm im unserem Kopf immer lauter, steigert sich in immer schmerzhaftere und lähmende Höhen, wird zu einer brodelnden Kakophonie unbestimmter Dinge.

        Und während du dort kniest, merkst du, dass du schreist; weinend deinen Schmerz hinausbrüllst. Aber du kannst nichts hören, niemand kann dich hören, auch wenn deine Kehle schon so rau wie eine Feile ist.

        Und niemand will dich hören, selbst wenn sie es könnten. Belächeln würden sie es. Als überzogen. Unreif. Denn gefangen zu sein, dort zu Knien und sich selbst beweinen… das will niemand. Soll niemand wollen.

        Auch das musst du aushalten. Auch das kannst du überwintern. Dort, auf den Knien. Weinend und still schreiend, unbeachtet.

        Und wenn dann alles vorbei ist… Wenn der Sturm in deinem Kopf auf einmal fort ist… wirst du denn Kopf heben, ungläubig und verängstigt. Denn wo eben noch betäubender Lärm herrscht klebt auf einmal Stille. Ganz so als wäre nichts mehr übrig, was Lärm machen kann oder will.

        Du hebst den Kopf und schaust dich um, noch immer auf den Knien. Die letzten Tränen in den verquollenen Augenwinkeln und heiser krächzend hebst du den Blick und dein Geist sieht, was dein Herz schon lange gesehen hat, was du aber nicht sehen willst.

        Hier endet die Geschichte nicht, doch hier beginnt sie auch nicht. Jetzt bist du im endlosen, zermürbenden dazwischen.

        Wohin es geht, was du siehst… Ich habe eine eigene Vorstellung. Eine eigene Sicht. Was ist deine?

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      • Genau in diesem endlosen, zermürbenden Dazwischen kann ich nicht mehr sein, kann es nicht mehr ertragen. Da bin ich immer wieder gelandet, das geht nicht mehr.
        Nach dem Lesen deiner Zeilen war mir schlecht, ich hatte das Gefühl mein Magen dreht sich um. Dann habe ich es immer wieder gelesen mit Tränen in den Augen.
        Ich hab mich so erkannt gefühlt, so ertappt, so nackt und schutzlos, der Blick durch alle Masken.
        Dieser Zwischenzustand, dazwischen sein……. nicht da, nicht dort, sondern dazwischen…das zermürbt……kein dazwischen mehr………
        Ich bin durcheinander, sehr durcheinander, verwirrt, verirrt……….traurig………ich weiß nicht, was grad mit mir geschieht…….

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      • So bist traurig.Du bist verwirrt. Genau das geschieht gerade. Vielleicht ist es auch ein wenig die Erkenntnis, sich selbst anders zu sehen. Dekonstruktion dessen was wir uns bauen um uns zu schützen. Und die Kunst, sich darin zu erkennen und zu akzeptieren. Das dazwischen als gegeben hinnehmen und nicht woanders hinstreben.

        „Glaub mir. Ich kenne mich damit aus. Ich begleite dich auf dem Weg. Denn die Kunst ist es, den Wahn sinnig zu machen.“

        Sagte er.

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