Momente des Glücks

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Wenn wir die Tage rückwärts zählen,
die Vergangenheit sich löscht,
können wir dann das Glück einfangen
oder ist es trotzdem schnell wieder weg.

Nichts ist so flüchtig,
wie Momente des Glücks
und wie schön, wenn ein Augenblick
dieser Erfüllung uns streift.

Wie Schätze sammeln wir die Erinnerung
an Besonderheiten, die uns nähren,
von Nähe, die Schatten verwischt
und lächelnder Spuren im Gesicht.

Was könnte schöner sein,
als der Moment der Berührung
zweier Seelen, die sich einander
halten und in der Tiefe spüren.
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Sonnenworte

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Endlich ergreifen Sonnenstrahlen meine Augen.
Lichtsterne tanzen wie auf blau-grauem See.
Ein Blinzeln, ein Blick –
gedanklich ziehe ich Linien aus Worten
und lasse sie zu dir hüpfen.

Nimmst du sie auf, die Worte,
-wie das Sonnenlicht durch deine Augenfenster-
als wären sie schimmernde Tränen
zärtlich aus der Seele gestrichen,
gewandelt in Sonnenworte nur für dich.
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Innenschau

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Schau
der Mond wandert über den See
ein Uhu ruft und zerreißt die nächtliche Stille
gespenstisch lacht ein Spiegelbild im Dunkeltraum
Bäume kichern knarzend im Wind
aufgescheuchte Nachtvögel flattern
hinter zitternden Augenlidern
Schatten steigt auf wie eine drohende Wolke –

Schau
Sterne beugen sich in den Morgen
Asche fällt vom Himmel wie verbrannte Ängste
nichts bleibt wie es war, bis ein Sturm
den Grauschleier von der Seele fegt
die Kammern des Herzens wieder belebt
und wie von einem Blitzstrahl getroffen
ein Leuchten durch den Innenraum zieht
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Gehäutet

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Gehäutet vom Schicksal
wandelnd durch das Dornental
hallt der Seele Ruf
und bleibt nicht unerhört –

öffne die Hände wie eine Schale
empfange das Leben
in allen Farben und Nuancen
lass dich streicheln vom sanften Wind
der Hoffnungssamen weiterträgt –

gehäutet vom Schicksal
fällt Altes und Enges ab
lüftet dunkle Vergangenheit
und löst sich auf im Nichts –

fange Träume und Leuchten
von pulsenden Sternen ein
lege deine Seele vertrauensvoll
auf des Vogels Schwingen und
fliege durchs Schattenreich ins Licht
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Licht

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Zwischen den Sternen
ausgespannt ein unsichtbares Band,
haltend wie Hände,
Herz und Seele umfassend,
schützend vor des Schicksals Wucht.

Niemand geht verloren,
der im Herzen wohnt,
Seelen schenken sich Licht.

Zwischen den Sternen
ausgespannte Flügel,
wie von tanzenden Schmetterlingen,
kleinen zart singenden Vögelchen –
leuchtende Klangfäden
in tiefster, dunkelster Nacht.

Bald blühen wieder Hoffnung und Leben,
wie Bäume und Blumen
im wiederkehrenden Frühlingslicht –
Helle zieht in den Innenraum,
vertreibt Schatten und legt sich
sanft schützend um dich.
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Lass uns..

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Lass uns aus der Zeit fallen
hinein in offenen Raum
und Sternenweite

lass uns unbeschwert sein
tanzen im Regen
mal lachen, mal schweigen

lass uns tief schauen
in unsere Augen
spiegeln, verzaubern, berühren

lass uns träumen
von Sommer und Wiesen
und Sternblumen bei Nacht

lass uns alles sein und nichts
bis Licht durch uns fährt
und alle Schatten verwischt
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Wohin

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Wohin wendet sich die Nacht,
wenn dir Sterne im Herzen glühn –

das Mondlicht Wellen schlägt
im einst stillen Gewässer –

der Wind die Seele bewegt,
bis alle Ufer der Sehnsucht übertreten –

das Morgenrot den Traum wachküsst,
der sich in jedem Tautropfen spiegelt…
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Wandlung

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Begrabe nicht die Rose im Schnee,
bald ist alles Weiß verschwunden
und ein versteckter Duft steigt auf,
wie ein Hauch aus lieblichen Träumen.

Bring deine Tränen dem Rosenstock
in sehnsuchtsvollen Stunden,
bald zieht ein Silberstreif durch
die Dämmerung wie flammendes Licht.

Rieche den Duft modriger Erde,
der sich wandelt im Spüren und Lieben,
wie zärtliche Linien über offene Wunden
gezogen, die sich langsam schließen.
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Geborgen

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Wenn du magst,
dann lehn dich an,
wie an einen uralten Baum –

auch wenn meine Wurzeln
nur locker verankert,
treiben Zweige gen Himmel
und atmen Licht –

vielleicht sind wir auch
wie wankende Halme im Wind,
die sich halten und schützen
und in der Liebe geborgen sind –

manchmal sind wir wie Kreise,
die sich langsam umkreisen
und doch in einem Ganzen
miteinander verwoben sind.
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Gehalten

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Wenn du schläfst
lege ich einen Traum zu dir
und aus den Himmeln
fällt Sternenstaub
wie glitzernde Schneeflocken
auf deine Fensterbank –

ein Traum, wie Märchenzauber
einer anderen Welt
erfüllt dein Herz mit Glanz
und zärtlich streift ein
nächtlicher Wind
deine Lippen wie sanfte Küsse –

du fällst und fällst
und bist doch gehalten
wie von unsichtbarer Hand
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Hautnah

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Hautnah
möchte ich dich spüren –
deinen warmen Atemhauch,
wie zur Schneeschmelze im Frühling
dein leises Flüstern,
wie Schallwellen in die Seele gespült
deine weichen Lippen,
wie flatternde Blütenblätter im Wind

hautnah
öffnen sich alle Poren,
wie Kelche vom Sonnenstrahl geküsst –
hautnah
du und ich
entblätterte Seelen,
wie tanzende Sterne im Ewigkeitslicht
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Widerhall

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Tief
unter all den Schichten
von Schatten und Schein
schläft ein Vögelchen
mit gestutzten Flügeln

Träume
eingebettet im Gefieder
weben lebhafte Muster
durch die Sehnsucht fällt

Leise
hinter geschlossenen Augen
tropfen Tränen in die
Klangschale der Seele und
schwingen bis zum Widerhall
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Schneebedeckt

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Wie schneebedeckt sind manche Worte,
liegen schlummernd unter der Oberfläche –
ungesagt, noch nicht einmal gedacht.

Wie ein Kribbeln auf der Haut,
sind sie zu spüren,
nicht die Worte selbst,
sondern das Vibrieren der Seele –
wie der Harfe Klang
in einer spiegelklaren Nacht.
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Gedanken zum Jahresanfang

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Das Jahr ist gewechselt, ein neues beginnt.
Nach jedem Winter folgt der Frühling,
nach jedem Welken das Erblühen.

Etwas geht unter und verschwindet im Nichts,
etwas geht auf und erscheint aus dem Nichts –
als träumte sich in jedes Sterben etwas Neues.

Der Kreislauf des Lebens und Sterbens,
die Traurigkeit der Vergänglichkeit,
die bittersüße Melancholie der Endlichkeit –
eingebettet in die Unendlichkeit….

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Laute Stunden

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Laute Stunden sind vergangen,
in denen sich Stille sehnte nach Stille,
als wollte sich die Nacht in den Tag legen,
damit Träume sich neu erwecken,
um nur nicht verloren zu gehen.

Wie ein Geheimnis steigt der Morgen
aus der Dämmerung ins Licht,
als wollte Sehnsucht sich
in alle erwachenden Sinne heben,
um zu erinnern an des Lebens Sein.

Niemals wird in lauten Stunden
ein ahnendes Bild entstehen,
nur leise schält sich aus der Stille
ein Gefühl für die Dinge,
die durch die Seele ziehn.
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Bis die Tage…

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Lichtvolle, frohe Tage
und
eine gute Zeit zum Jahresausklang
wünsche ich allen Lesern

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…und weil immer noch mein Favorit, dieses Jahr noch einmal:

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Habt alle eine gute Zeit, ich werde die nächsten Tage kaum bis gar nicht online sein.
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Aufgehoben sein

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Nimm mich in den Arm
und wiege meine Träume,
dass ich schlafen kann
im Nachtschatten,
der über mich fällt.

Singe mir Lieder
aus der Zeit vor der Zeit,
damit ich vergesse,
dass ich eine Fremde bin
in dieser Welt.

Trockne meine Tränen
und zeig mir dein Lächeln,
dann weiß ich,
dass ich in dir aufgehoben
und nie verloren bin.
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Wie ein Rausch

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Es ist mal wieder so weit. Ich, als stiller Mensch, habe die Musik voll aufgedreht und bin durch die Wohnung gerockt. Den lauten Verzweiflungsschrei habe ich mir erspart, wollte ich doch nicht, dass die Nachbarn den Notarzt oder die Polizei rufen. Hätte ich greifbar irgendwelche Drogen gehabt, obwohl noch nie welche genommen, dann hätte ich es in dem Moment getan. Einfach so, um mich zu berauschen, mich zu vergessen, um den ewig dröhnenden Verstand kurzzeitig auszuschalten und um alles rauszulassen, was sich seit Wochen und Monaten angesammelt hat. Diesen ganzen Müll ausspucken bis nur noch die Leichtigkeit übrigbleibt.

Stattdessen habe ich laut zur Musik mitgesungen und dabei ekstatisch getanzt. Immerhin war es wie ein kleiner Minirausch und für ein paar Minuten bin ich abgetaucht, geschwebt und hab mich stark und befreit gefühlt.

So ein paar Sekunden sich stark fühlen, das hat was und vielleicht bald werde ich es wiederholen….
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Lauschen

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Vor dem Fenster der fast kahle Baum,
ein paar letzte Blätter lautlos fallen –

stimmungsvoll er-scheint die Welt
im letzten Lichtstrahl durch die Zweige –

ein Windhauch streift das weite Feld,
wie sehnsuchtsvolles Flüstern –

die finstre Nacht erwacht nun bald,
in der die Sterne leise singen –

schweigend lausche ich dem Lied
und fliege frei auf Traumes Schwingen.
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Wessen..

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Wessen Herz ist nicht zerrissen
oder verschlissen vom wilden
Pochen weit über die Zeit hinaus –
wie eine Blüte vom Stängel gerissen,
gefallen zwischen Lüge und Traurigkeit.

Wessen Liebe ist edel und rein,
wie glitzernder Morgentau im Licht –
der tropfe zuerst sein heißes Blut
in frischen weißen Schnee,
bis die letzte Illusion erlischt.

Wessen Seele wandelt nicht
auf steinigen, schmerzvollen Pfaden,
bis die Erschütterung ihn trifft –
dass nichts und niemand hier auf Erden,
die dunklen Schatten nehmen kann
und all das zerstörerische Gift.
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Was ist es

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Was ist es,
das mich weit wegträgt,
weg von mir selbst,
eine Reise ins Nirgendwo
und doch nur hier –
ein Raum ohne Fenster und Tür,
ein Ort indem sich die Sehnsucht
verläuft und Gefühle überborden.

Was ist es,
das mich gefangen hält,
gefangen in mir selbst,
mich umher irren lässt
wie eine Fremde –
weit weg von ihrem Planet,
nur eine vage Ahnung,
die in der Seele schwebt.
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Nah

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Sterne fallen
durch dunkle Einsamkeit –
ich spüre deine Seele,
die mir so nah ist
wie mein Spiegelbild –
lass uns fliegen
durch Licht und
Schattenräume,
durch Raum und Zeit,
bis alle Ängste verbrannt…
bevor das Leben
durch die Sanduhr rinnt
und der Dämon lacht –
lass uns eintauchen
in den magischen Moment,
der wie loderndes Feuer
in unseren Seelenaugen brennt.
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Wortleise

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Liebe greift nie ins Leere…

lässt sich still nieder
wie Bodensatz auf dem Grund –

reift und erblüht
wie Mondblumen in der Nacht –

lässt Sehnsucht brennen
wie Sommerfieber in den Adern –

legt sich schlussendlich
zärtlich und wortleise
wie ein Zauber um dich
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Worte malen

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Worte malen
zwischen Regentropfen
und Schneeflocken –
helle Worte,
die im Grau der Tage
leuchten –
bunte Worte,
die einen Regenbogen zaubern
in empfänglichen Herzen –
wärmende Worte,
die in einen kühlen
Novembertag fallen
und sich ausspannen
wie ein Netz aus Zärtlichkeit,
das hält und trägt
über alle Abgründe und Klippen.
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Rabenschwarze Nacht

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Während du schläfst
in rabenschwarzer Nacht
geht die Liebe
still durch dich
und der Wildrosenbusch,
der längst verwelkt,
erblüht nur für dich –
in diesen stillen Stunden
einer rabenschwarzen Nacht
erwacht in dir der Himmel,
verfliegen lange Schatten
und eine Träne rinnt
über dein lächelndes Gesicht.
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Durchlässig

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Manchmal fällt
mitten ins Vermissen
ein Wort,
ein Lächeln,
ein Gedanke –
dann wird dir
warm ums Herz
und Sehnsucht
brennt Löcher
in die Stille der Nacht.
Wie durchlässig das Glas,
wenn Liebe
deine Seele streichelt,
dich aufnimmt,
wie eine Feder
aus gebrochenen Flügeln
und dich wieder
zum Fliegen bringt.
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Stranden

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Es ist Herbst, süße Melancholie
wabert Nebelschwaden gleich
durch feuchtkühle Luft –
noch immer träumst du
vom Glück gelichteter Tage,
die hell durch deine Seele kreisen,
wie der freie Vogel,
der himmelweit schwebt,
federleicht und unbeschwert.

Doch bald legt klirrender Frost
deine zitternde Seele schlafen,
langsam verblassen Farben,
wie aus deinem Haar gekämmt –
nur der Liebe ewige Brandung
schlägt hohe Wellen
und lässt dein sehnendes Herz
lichtdurchflutet stranden.
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Körperlos

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Körperlos kamst du
mich im Schlaf besuchen.
Ich sah nur die Weite des Himmels.
Mein Blick verlor sich
im Nichts eines Traumes,
bis ich dich spürte ganz nah.
Ein Hauch, ein Kuss,
meine Lippen bebten
und deine Wärme hüllte mich ein,
wie in ein Kleid aus Rosenblättern
voller Liebe und Duft.
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Wann…

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Die Tage fahren Achterbahn.
Das Herbstlicht erhellt ein wenig den Dunstkreis.
Ein Rotkehlchen mit süßen Knopfaugen schaut mich an.
Es wirkt so zart und zerbrechlich,
aber hüpft fröhlich über die Wiese.

Wann bin ich das letzte Mal fröhlich über eine Wiese gerannt,
vielleicht um den Sonnenstrahl einzufangen oder meine Träume –

Hand in Hand mit dir,
lachend, wie Himmelskinder,
in deren Augen sich
Mond und Sterne spiegeln
und die Welt sich dreht
im Glück des Beieinanderseins,
für diesen einen Moment.
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Fata Morgana 

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(2.Urlaubszwischengruß)
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Der Wind dreht sich,
dringt in jede Zelle
meines Seins –
Veränderung kündigt sich an,
drängt sich auf
und wirbelt alles durcheinander.

Ich spüre dich in meiner Seele,
prickelnd und eingebrannt,
wie das Salz auf meiner Haut
und doch so unfassbar und fern
wie eine Fata Morgana
im Wüstensand –
immer wieder aufschimmernd
im flirrenden Sonnenlicht.
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1001 Nacht

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(Kleiner Urlaubszwischengruß)
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Sternenpracht
wie in 1001 Nacht
unter marokkanischem Nachthimmel –
Wellenrauschen verschluckt
den Lärm der Zeit

nur ein Flüstern im Wind
vernimmt meine Seele –
ewiges Sehnen spiegelt sich
wie Mond und Sterne im Meer

überall Spuren im Sand
von Zärtlichkeit –
warm und weich
rieseln Träume
durch meine Finger
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Urlaub

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Träume können überall dabei sein, auch auf Reisen,
vielleicht dort sogar noch intensiver.
So wie die Sterne überall über uns funkeln
und wie ein leuchtendes Schild uns wissen lassen,
wir sind nicht allein.
Träume und Sterne sind unsere stillen Begleiter,
auch in der Ferne.

In diesem Sinne –
hier und dort
in die Sterne schauen und träumen
und sich verbunden fühlen.

Habt eine gute Zeit, wo immer ihr seid.

Bis dann 🙂

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Wirkung

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Kein sanftes Gefühlswort
geht an mir vorbei
ohne zu wirken,
etwas zu be-wirken –
jede Berührung meiner Seele
bringt mir liebende Nähe,
trocknet Tränen
und lässt mich
für einen Augenblick
meine Welt vergessen,
in der ich eingesponnen bin
wie in einem Kokon.
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Resonanz

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Matt spiegeln sich Träume
im Fensterglas –

vorbeiziehende Wolken tragen
Sehnsucht ins Himmelsweit –

zwischen zwei Atemzügen
ein Knistern –

etwas tritt in Resonanz
und streichelt die Seele –

Gefühle tanzen voller Hingabe
in der Stille des Herzens –

eine Träne sucht den Weg
durchs Labyrinth
und hinterlässt liebend eine Spur
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Schützend

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Der Sommer hält sich sehr bedeckt,
neigt sich bald dem Ende.
Viel zu früh riecht es nach Herbst,
die Seele streckt sich
nach dem Licht
und der Wärme sanfter Hände.

Ein Vogel singt –
sein Lied so rein und frisch.
Er weiß um die blühenden Stunden,
die Hoffnung streuen im Sommerwind
und öffnet sein Gefieder.

Noch blühen Rosen hier und da,
ihr Duft betört die Sinne.
Liebe steigt ins Blütenblatt,
verströmt sich langsam in der Zeit
und legt sich ewig schützend
in den Seelen nieder.
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