Schneerose

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Im Winterlicht dieser
eiskalten Tage
wärmen sich Seelen
am Frühling ihrer Träume
und Gefühle spiegeln sich
hinter Fensterscheiben
spielend mit dem
hereinfallendem Licht

Liebe geht nicht
einfach so dahin
im Dunkel der Nacht
und erstarrt nicht
in bitterster Kälte
solange ein Flüstern
sich durch die Dornen
der Schneerosen bricht
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Verwoben

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jedes Mal
wenn du gehst
fällt ein Stern
ins Bodenlose
und Trauer zieht
wie Nebel übers Land

über den Rand
der Zeit gebeugt
halten sich Träume
und warten bis
jemand kommt und
ein Netz ausspannt

verwoben sind
Stern und Traum
Sehnsucht und Liebe
ein Labyrinth aus Magie
verewigte Spuren
in ferner Galaxie
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Bitterkalte Winternacht

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Glitzernde Eiskristalle
gefrorene Tränen
mein Herz – ein Schmelzofen

Lava fließt
über den kalten Schnee

eine rabenschwarze Seele
flimmernd im gleißenden Licht

Sehnsucht zieht vorbei
wie verlorene Erinnerung

hinterlässt Nähe
und Spuren von Liebe
in bitterkalter Winternacht

Stille in Weiß getaucht
ein warmer Atemzug
in der Ferne
füllt den Tag mit Rosenduft
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Sonnenkinder

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komm
wir fangen die Sonnenstrahlen ein
und baden darin

– wir sind Sonnenkinder –

die nachts mit dem Mond träumen
und Sterne zählen
bis die Dunkelheit verfliegt

komm
wir tanzen ins Licht
folgen dem Sonnenlauf
und vertreiben die Schatten
einsamer kalter Winterzeit
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Nur von kurzer Dauer

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Es sind
diese lang ersehnten Sonnenstrahlen
die sich durchs Grau brechen

dieses Licht
wie hell und warm sich gleich
meine Seele anfühlt

tief atmet meine Lunge
diesen Moment

jede Zelle meines Körpers
regt sich
ist belebt vom Frühlingsahnen

und dieser blitzartigen Freude
die mein Herz überschwemmt
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(Gestern geschrieben nach einem Spaziergang in der Sonne, die endlich nach langer Zeit sich mal für ein paar Stunden gezeigt hat. Seit der Nacht regnet es schon wieder in Strömen und kein Vollmond zu sehen…)
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Nahtstelle

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An der Nahtstelle
zwischen
hier und dort
am Horizont
schaukeln Träume
und warten darauf
gelebt zu werden

hinterm Horizont
verschwinden
Schatten und Licht
ins Nichts –
nur die Fantasie
trägt Früchte, die
vor dem Horizont
sprießen

wir träumen
und warten
warten und träumen
während
das Leben blüht
und welkt
welkt und blüht
ewig Kreise zieht

die sich
am Horizont
zwischen
hier und dort
an der Nahtstelle
verlieren
und bewahren
in der Fantasie
allen Seins
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Plötzlich

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plötzlich
steht die Welt
für dich still
kein Ton
kein Laut
kein Nichts
nur das Keimen
der Saat
unter dem Schnee
spürbar
ahnend
bedeckt

im Schutz
des Winters
im Brachland
versteckt
wartest du
lauschend
geduldig
bis der erste Ruf
des Vogels
den Frühling
in dir weckt
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Zurück bleibt

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ach könnte der Wind
meine Gedanken zerstieben
mich befreien
von quälender Gedankenlast

ein blank geputztes Kopfhaus
nur der Schlafsand darf bleiben
um endlich zu ruhen und
einzutauchen in erholsame
nächtliche Stunden

dann können Träume wieder
durch meine Seele ziehen
wie Flugvögel auf ihrer Reise

und zurück bleibt
eine Feder, ein warmes Nest
Himmelstränen
die das Herz
liebevoll erweichen
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Auf ein Neues

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Sind wir als Entwurf
in die Welt gesetzt?

Was ist nur aus uns geworden?

Getriebene im Rad der Zeit
fliehend vor Schatten und Leere
gezockt um Macht und Geld

der Sinnlosigkeit Sinn übergestülpt
auf Biegen und Brechen von Lügen umgeben
verloren den Blick für das was zählt

Was bleibt noch übrig,
wer rettet die Welt?

weinende Herzen am Kummer zerschellt
dunkle Zeiten in Platons Höhle
geblendet vom Licht, zu Asche zerfallen

Wohin ist die Hoffnung?

lasst sie nicht sterben
solange ein Funken Liebe
in uns und um uns ist
besteht die Möglichkeit
auf eine humanere Welt
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In diesem Sinne wünsche ich uns allen auf diesem Planeten

Ein frohes, friedliches und gelichtetes neues Jahr
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Gute Zeit

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Alle Jahre wieder
verfängt sich ein Traum
bricht ein in stillen
geheiligten Raum

möchte gebären in
kalter dunkler Nacht
was lange verborgen
nun zu Leben erwacht

damit sich enthülle
was Wunder bewirkt
und leise sich ausdehnt
sich nicht mehr verbirgt

über Grenzen hinweg
aus der Dunkelheit
getragen von Hoffnung
macht Herzen ganz weit

Seelen sich wärmen
Freude sich schenkt
gelichtete Zeiten
nur Liebe uns lenkt
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In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern
frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr

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(vermutlich werde ich bis nach den Feiertagen selten bis gar nicht online sein. Wir lesen uns spätestens im neuen Jahr oder kurz vorher. Habt alle eine gute Zeit)
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Poesiebrücke

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eine unsichtbare Brücke
von Stern zu Stern
wir traumwandeln
du und ich
ich und du
wir

alles ist flüchtig
Poesie bleibt
verbleibt im Herzen
in der Seele
im Traum

transportiert
Worte und Gefühle
manchmal eine ganze
gedankliche Zauberwelt

immerfort spazieren wir
über Brücken
von hier nach dort
von Gedanken zu Gedanken
von Herz zu Herz

wir gehen nicht verloren
sogar im Sternenfall
finden wir uns
Hände reichend
traumsicher
für immer
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Schneesturm

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Schneesturm
nichts geht mehr
alles dick eingehüllt
stilles Schweigen in weiß
ich kuschle mich ein
Katerchen schnurrt zufrieden
und schläft durch den Tag
Schneeflocken tanzen leise
nur der Wind
pfeift und fegt um die Ecken
durch die Straßen
erstickt fast jedes Geräusch
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Berührbar bleiben

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Manchmal sind wir
wie wiegende Gräser im Wind
dann wie Schneeflocken
kurz vor dem Schmelzen
doch immer sind wir
und träumen und warten
und gehen durch die Zeit

manchmal schauen wir
sehnsuchtsvoll nach oben
und die Sterne geben uns
leuchtende Zeichen –
wir leben und lieben
schenken uns gegenseitig Licht

das Schöne und Besondere
darf nie zerstört werden
damit es immer und jederzeit
unsere empfindsamen Seelen
mit Freude erfüllt
und wir berührbar bleiben
in einer gefühlsarmen Welt
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Stetig

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eine goldene Scheibe
der helle Mond

bald schon
ist alles bedeckt
mit Glanz und Schnee

nur die Spur
deiner Träume
zieht Furchen
durch dein Herz

still atmet Liebe
ein und aus
an Wintertagen

entblättert sich stetig
unter deinem
hebenden Blick
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Gespiegelte Seiten

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Worte schmelzen
gehen unter die Haut
prickelnd wie Champagnerperlen
tanzen sie durch die Venen

aus den Herzkammern
fällt Liebe und
berührt zärtlich dein Gemüt

mit den Fingerspitzen
streichst du über den Traum
Gefühle gehen in dir auf
wie Blütenkelche im Schnee

Traum und Wirklichkeit
reichen sich die Hand
wie gespiegelte Seiten
im Sein des Lebens
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Hoffnung und Licht

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Matt schimmert Laternenlicht
auf regennasser Straße
alles wirkt eingehüllt
wie in endloses Schweigen
überall tropft es
von Dächern und Zweigen
und Nebel trübt die Sicht

ich steh am Fenster
mit wartendem Blick
auf das Lächeln der Sterne
und Spuren aus Träumen
die sich spiegeln
in regennassen Scheiben

in Gedanken dichte ich Worte
ausgespannt wie ein Netz
zwischen Tropfen und Wolken
zwischen Himmel und Erde
zwischen hier und dort

und aus dem Fallen
wird ein Halten
aufgefangen im Echo
der Ver-dichtung
verwischen Grenzen
aus Sehnsucht und Träumen
verbreiten Hoffnung und Licht
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Novemberlicht

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Novemberlicht
steigt aus dem Nebel
ein Hauch Melancholie verfliegt

ruhig liegt der See
und spiegelt Stille
nach der sich die Seele sehnt

wie im Traum tauchen Bilder auf
von einem Ort geheimnisvoll
an dem das Herz sich freudig bewegt

und wie aus dem Nichts
formen sich Töne zu Worten
in die Welt geflüstert für dich
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Damit sich Liebe verfängt

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Dein banger Blick
gebettet auf Wolken
ein Lächeln fällt in dich zurück
schon gehen Regentropfen nieder
bewässern karges Seelenland

Pflücke dir Sterne wie Blumen
aber halt sie in der Hand
dass sie nicht verschwinden
wie verlorene Kinder
deren Wesen verkannt

Öffne dich wie eine Schale
damit das Leben in dich fällt
sodass du blühst vor dem Verwelken
und Liebe sich in dir verfängt
bevor du schicksalhaft vergehst
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Vorübergehende

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Im fahlen Licht der Sterne
warte ich auf meine Träume
warte bis du kommst
und mir sagst
wir können gehen
verschwinden in der Nacht

Wir ziehen mit den Wolken
durchwandern Schatten und Licht
zittern wie Blätter vorm Fall
im aufkommenden kalten Wind

Was sind wir
außer Vorübergehende
Fremde
die eine Zeitlang
in dieser Welt sind
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Raumzeitlose

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noch lässt die Kahlheit der Bäume
auf sich warten
langsam nehmen wir Abschied
vom bunten Blätterkleid
rote Blätter fallen nieder wie beschämt
und welken leise vor sich hin

der Sommer ging
mit schnellen Schritten
und auch der Herbst vergeht
wie fliehende Schatten
in seiner tristen Melancholie

wir betreten die Lichtung
die vor uns liegt
lassen uns von Hoffnung tragen
wiegen uns wie Gras im Wind
weil wir in unseren Herzen
raumzeitlose Liebende sind
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Atemlang

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Meine Seele ist empfindsam
und durchscheinend
wie zarte Libellenflügel

flugfähig bin ich deshalb nicht
meine Gedanken und Gefühle
ziehen mit dem Wind

einem sanften Luftzug gleich
kannst du es spüren
atemlang schwebe ich

ein kurzer Flügelschlag
wie tröstliche Worte
verwandelt Dunkles in Licht
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Über den Herbst hinaus..

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Herbst
dein farbiges Blätterkleid
leuchtet im Sonnenlicht –
lebendiger Farbenrausch
bevor alles eintaucht
in Stille und Nebelgrau

komm und deck mich zu
mit deiner Wärme
lass uns unsere Träume bewahren
bis hell gleißendes Frühlingslicht
wieder durch kahle Bäume bricht

wir kehren ein in unsere Seelentiefe
ganzjährig blüht die Rose
in pochenden Herzen
und Liebe wächst weit
über Zeit und Raum hinaus
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Im Flüstern der Sterne

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Die Nacht singt ihr Lied
im fahlen Mondlicht
schimmern kaum wahrnehmbar
ein paar Regentropfen
oder
sind es still verlorene Tränen

im Halbschlaf flüstern Sterne
verstreuen ihre Träume
wie Samenkörner in die Tiefe der Seele

bald schon zerbersten Schatten
im flammenden Morgenrot
Zeit löst sich auf
in immerwährender Liebe
geboren aus einsamster dunkelster Nacht
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Wieder zurück

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Der Urlaub ist vorbei, der Sommer hier wohl auch.
Nach jedem Tag blauen Himmel, Sonne pur und um die 30 Grad, war die Ankunft gleich ein Kälteschock bei 11 Grad, Sturm und Regen.

Jetzt heißt es langsam wieder eingewöhnen, dicke Pullis und Regenschirm.

Ich freue mich, demnächst wieder in euren Blogs zu lesen und hoffe, auch selbst bald wieder ins Dichten zu kommen.

Bis dahin schicke ich euch mal gedanklich ein paar gespeicherte Sonnenstrahlen ins Gemüt… 😉
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Sommerverlängerung

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Manchmal riecht es morgens schon herbstlich und tatsächlich gibt es schon ein paar gelbe Blätter hier und da.
Die Grillen zirpen ihre Lieder und ein Anflug von Wehmut, dass der Sommer bald geht,
liegt in der Luft.
Umso mehr freue ich mich auf eine kleine Sommerverlängerung in südlichen Gefilden.
Wenn ihr das hier lest, befinde ich mich bereits über den Wolken.

Habt alle eine gute Zeit, vergesst mich nicht, so wie ich euch nicht vergesse.

Winke, winke…
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Dankeschön

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Für euer Leseinteresse und eure Kommentare zum Beitrag vom 15.8. möchte ich ALLEN herzlichst danken. Eure Anteilnahme, eigenen Erfahrungen, Trost, Mut machen ….haben mich sehr berührt. Einige Antworten sind mir tränennah gegangen. Für mich sind es viele Anregungen zum Nachdenken und es wird noch lange nachhallen.

Trotzdem versuche ich bald wieder ins Dichten zu kommen, darin fühle ich mich ‘Zuhause‘, finde mein seelisches Gleichgewicht.

DANKE
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Erschütterung

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Erkenntnis kann ziemlich wehtun und erschütternd sein.

In den letzten Jahren wurde ihr das immer klarer vor Augen geführt. Wenn es einen dann aber mal wieder ziemlich heftig trifft, ist es besonders schlimm. Es ist wirklich schwer, dann nicht zu verzweifeln oder ganz zu resignieren oder zu verbittern.

Bisher hat sie es immer irgendwie geschafft, sich wieder auf die Reihe zu bekommen, hat versucht, ihre Lehren daraus zu ziehen.

Gerade geht es ihr ziemlich mies und sie weiß noch nicht, in welche Richtung es weitergeht. In den letzten Tagen wurde ihr klar, dass jeder irgendwie in seiner eigenen Welt lebt. Jeder hat irgendwie seine Glocke um sich und sieht alles aus seiner Perspektive. Jedenfalls empfindet sie es so.

Wenn man sich nicht fügt, nicht anpasst, nicht nach der Vorstellung anderer sein Leben führt, dann wird man entweder platt gemacht, verstoßen oder erzogen, egal welches Alter man hat und schon lange den Kinderschuhen entwachsen ist. Engste Angehörige versuchen es immer wieder, sie nach ihrem Bilde umzuerziehen. Jeder zerrt und biegt an ihr und jeder scheint zu wissen, was für sie richtig ist. Die ach so gut gemeinten Ratschläge, -wie undankbar von mir-, denkt sie.

Menschen sind unterschiedlich, einer kämpft wie ein Stier für sein Recht und seine Meinung und ein anderer zieht sich zurück, ist vielleicht auch zu schwach oder zu erschöpft, um sich immer wieder zu rechtfertigen und zu erklären. Sie ist kein Don Quichotte. Überhaupt kann sie doch nur für sich selbst wissen, was ihr gut tut und was nicht.

Ihr sind die Nerven durchgegangen. Sozusagen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Sie ist ein Mensch und keine gefühllose, funktionierende Maschine, die man je nach Bedarf programmiert. Jeder hat seine Grenzen des Erträglichen.

Und jetzt? Sie weiß es nicht……
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Magische Momente

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Es sind diese magischen Momente
in denen Gefühle überborden
die zwei Menschen
füreinander empfinden

in denen Liebe aufgeht
wie tausend Sonnen
und dich fluten
mit Wärme und Geborgenheit

Momente
für immer in die Seele gebrannt
und durchs Universum ziehend
wie eine heilsame Essenz
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Mut

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Schieb den Schatten
von der Seele
bevor du erstickst
bevor es zu spät

schieb die Wolken
fang den Lichtstrahl ein
flieh mit dem Wind
aus zu engem Gewand

greif nach dem Leben
lass es nicht
durch die Finger rinnen
solange Sehnsucht brennt

du bist nicht verloren
wenn jemand an dich denkt
der Himmel dich küsst
und Liebe sich schenkt
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Knistern

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es knistert
wenn nachts ein Traum erwacht
fortgespült alle Tränen
schwerer Tageslast

es knistert
wenn der Mond sich spiegelt
in Fensterscheiben
und Magie in die Nacht einbricht

es knistert
wenn sich zwei Herzen berühren
von Sternen umarmt
und von Sehnsucht getragen

es knistert
wenn morgens Vögel ihr Lied anstimmen
und du weißt
nur Liebe hält und erhellt dein Leben
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